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Rubrik Newsarchiv 01.03.2013 10:41

Greenpeace fordert besseren Schutz der Bienen

Zusammen mit Imkern hat Greenpeace Schweiz heute den Behörden in Bern eine Petition zum Schutz der Bienen überreicht. Darin fordern 80’103 Menschen einen sofortigen Einsatzstopp von Pestiziden in der Landwirtschaft.

Pestizide wie Clothianidin, Imidacloprid, Thiametoxam und Fipronil seien sofort vom Markt zu nehmen, fordert Greenpeace in einer heute eingereichten Petition. Denn diese Wirkstoffe seien schädlich für die Bienen. Zu diesem Schluss sei die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im Januar 2013 gekommen. Studien belegten, dass schon eine geringe Dosierung von hochgiftigen Neonicotinoiden bei Bienen zu Flug- und Navigationsproblemen führten, die Fortpflanzungsfähigkeit sowie die Fähigkeit für eine effiziente Nahrungssuche reduzierten. In der EU werde bald über ein partielles Verbot von Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam abgestimmt. Die Schweiz bleibe diesbezüglich untätig, kritisiert die Umweltschutzorganisation. Dabei sei der Handlungsbedarf angesichts der grossen Völkerverluste gross. Wenn Bienen als Bestäuber ausfallen, schadet dies nicht nur der Umwelt, sondern auch der Nahrungsmittelproduktion. Der volkswirtschaftliche Wert der von Bienen erbrachten Bestäuberleistung wird jährlich mit rund 260 Mio. Franken veranschlagt, so Greenpeace.

Greenpeace fordert einen «Paradigmenwechsel hin zu einer ökologischen Landwirtschaft». Heute würden zu viele Chemikalien eingesetzt, wovon in erster Linie Konzerne wie Syngenta oder Bayer profitieren würden.

Quelle: lid
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