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Landtechnik 03.01.2019 09:13

Honda entwickelt neue Technologiekategorien, um Arbeitsschritte zu vereinfachen

Mobilitäts-, Robotik- sowie Energiemanagement-Lösungen werden den Alltag vieler Menschen entscheidend erleichtern. Praxistests deuten auf Weiterentwicklungen beim «Autonomous Work Vehicle» sowie beim «SAFE SWARM»-Konzept hin. Honda fördert B2B-Netzwerkmöglichkeiten im Rahmen der CES 2019.

Bei seiner Rückkehr auf die CES (Consumer Electronics Show) mit verschiedenen neuen Technologien im Gepäck, die den Alltag der Menschen einfacher gestalten sollen, stehen auf der vom 8.-10. Januar 2019 stattfindenden CES insbesondere Neuentwicklungen aus den Bereichen Mobilität, Robotik, Energiemanagement sowie vernetzte Konzepte im Mittelpunkt. Honda wird Neuerungen auf dem Gebiet fahrzeugseitig vernetzter Konzepte vorstellen, die im komplett neuen 2019er Honda Passport zum Einsatz kommen und erste Einblicke in Praxistests des Offroad-tauglichen autonomen Fahrzeugs gewähren. Die Höhepunkte, die Honda auf dieser CES präsentieren wird, zeugen von umfassendem technologischem Know-how in verschiedensten Bereichen und verdeutlichen die Vision einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern sowie Technologieunternehmen, um neuartige Produktkategorien zu entwickeln.

Honda Innovations, die im Silicon Valley ansässige F&E-Abteilung Hondas, wird im Rahmen offener Innovationsprogramme wie Honda Developer Studio und Honda Xcelerator neue Kooperationen mit Start-up-Unternehmen sowie wichtigen Markenpartnern ins Leben rufen. Beide Programme treiben die Erforschung sowie Implementierung neuer Technologien entscheidend voran und unterstreichen damit Hondas Engagement im Bereich offener Innovationen.
«Honda ist auf der Suche nach neuen Kooperationspartnern, um gemeinsam unsere technologischen Neuentwicklungen weiter voranzutreiben und aussagekräftigen Praxistests zu unterziehen. CES bietet für dieses Vorhaben einen hervorragenden B2B-Marktplatz, um entsprechende Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten», so Nick Sugimoto, Honda Innovations CEO.

Honda wird folgende technologische Prototypen sowie Konzepte auf der CES 2019 zur Schau stellen:

Honda Autonomous Work Vehicle
Honda wird unter realen Bedingungen durchgeführte Praxistests am Honda Autonomous Work Vehicle, einem Offroad-tauglichen Prototyp präsentieren, welcher Hondas ATV-Technologie des Geländefahrzeugs mit den neusten Entwicklungen im Bereich autonomes Fahren verbindet. Die Entwicklung dieses Fahrzeugs geht auf Hondas F&E-Abteilung in Amerika zurück und sorgt für erhöhte Effizienz und
Sicherheit – nicht nur für die Öffentlichkeit, sondern auch für Wirtschafts- und Verbraucherunternehmen in den Bereichen Notfallrettung/-evakuierung, Brandbekämpfung, Bauwesen sowie Agrarwirtschaft. Das Autonomous Work Vehicle basiert auf Hondas bewährtem ATV-Chassis, welches dank seines robusten Vierradantriebs seit nunmehr als 30 Jahren schwer zugängliche Bereiche problemlos zu erreichen vermag. Das Fahrzeug besticht durch ein GPS-System mitsamt sensorgestützter Fahrautonomie, welche mit sämtlichen Umgebungsbedingungen zurechtkommt; ein Befestigungssystem für Zubehörschienen, welches ausreichend Platz für sämtliches Zubehör sowie Ausrüstung bietet; und fahrzeugseitige Stromanschlüsse.

Seit der unter der Bezeichnung 3E-D18 erfolgten Präsentation des Autonomous Work Vehicle auf der CES 2018 hat Honda gemeinsam mit seinen Partnern intensiv an Betatests sowie der Bewertung von Anwendungsfällen in einer Vielzahl von Arbeitsbereichen gearbeitet, darunter ein bedeutender in North Carolina ansässiger Hersteller im Bereich Solarstrom, eine Feuerwehr zur Waldbrandbekämpfung in Colorado sowie ein College für Landwirtschaft und Umweltwissenschaften. Während die F&E-Abteilung Hondas weiterhin an der Verbesserung des Autonomous Work Vehicle arbeitet, plant das Unternehmen eine Kooperation mit verschiedenen Partnern zur Entwicklung bestimmter Zubehörteile sowie Befestigungen, um das potenzielle Anwendungsspektrum dieses Fahrzeugs zu erweitern. Dabei kommen Unternehmen in Frage, denen das Fahrzeug selbst sowie die darin verbaute Technologie für autonomes Fahren von Nutzen sein könnte sowie Entwickler verschiedener Sensorensysteme zur Verbesserung der Geländetauglichkeit des Fahrzeugunterbodens.

SAFE SWARM: Realisierung eines sichereren Fahrerlebnisses
SAFE SWARM ist ein Konzept, welches Hondas Vision einer kollisionsfreien Gesellschaft dank eines sicheren und reibungslosen Verkehrsflusses unter Einsatz vernetzter Fahrzeugtechnologien verkörpert. Dieses einzigartige von Hondas
F&E-Abteilung entworfene SAFE SWARM-Konzept ist von der Natur inspiriert und wurde mit dem Ziel entwickelt, die drahtlose Kommunikation zwischen Fahrzeugen zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen, möglichst flüssig, effizient und kollisionsfrei, ähnlich einem Fischschwarm, durch den Strassenverkehr zu navigieren. Durch die Nutzung der «Vehicle-to-Everything (V2X)»-Vernetzungstechnologie hat Hondas SAFE SWARM-Konzept die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Fahrzeugen sowie den Austausch wichtiger Informationen wie bspw. Standort oder Geschwindigkeit entscheidend vorangetrieben. Anhand dieser Informationen mitsamt allen fahrzeugseitig integrierten Sensoren kann der Fahrer bzw. die automatisierten Fahrzeugsysteme in Abhängigkeit des jeweiligen Verkehrsaufkommens die sicherste Handlungsoption bestimmen, um Gefahren im Strassenverkehr zu vermeiden. Honda ist davon überzeugt, dass die Vernetzung sämtlicher Verkehrsteilnehmer zu einer sichereren Verkehrsumgebung beiträgt und die Zahl der Unfallopfer zunächst minimiert, mit dem Ziel, Todesopfer im Strassenverkehr in naher Zukunft sogar komplett auszuschliessen.

Hondas SAFE SWARM-Konzept ist in der Lage, durch die Weitergabe wichtiger Verkehrsinformationen ein bevorstehendes Verkehrschaos zu vermeiden und im Zuge dessen den Verkehrsfluss deutlich zu verbessern. Zudem liefert das System Daten, die ein vorzeitiges Bremsen ermöglichen, um so Gefahrenbremsungen zu vermeiden und bei Bedarf einen rechtzeitigen Fahrspurwechsel vorzunehmen. Dies wird durch ein im Fahrzeug integriertes V2X-Kommunikationssystem sowie der fahrzeugseitig verbauten Sensoren gewährleistet und zudem von Sensoren innerhalb der Infrastruktur unterstützt.

Nach der Präsentation des SAFE SWARM-Konzepts im Rahmen der CES 2017 hat Honda eine Reihe von Fahrsicherheitstests durchgeführt und plant nun, das System im nächsten Schritt auf dem 33 Smart Mobility Corridor in Ohio, dem längsten in Kürze fertiggestellten Streckenabschnitt mit ununterbrochener Vehicle-to-Infrastructure-Vernetzung, einem Test unter Realbedingungen zu unterziehen. Um die Testphase des SAFE SWARM-Systems zu verkürzen setzt Honda auf die Zusammenarbeit mit Forschungs- und Entwicklungspartnern, insbesondere mit solchen Unternehmen, die auf dem Gebiet intelligenter Transportsysteme (ITS) sowie vernetzter und automatisierter Fahrzeuge (CAV) führend sind.

Robotik: Verbesserte Lebensqualität für alle
Honda arbeitet an der Entwicklung einer Reihe von Robotikkonzepten, um seine Vision einer Zukunft, in der Robotiksysteme den Alltag zahlreicher Menschen vereinfachen und ihnen dabei helfen, ihr Potenzial effektiver zu nutzen, weiter voranzutreiben. Der Honda P.A.T.H. (Predicting Action of the Human) Bot ist ein auf den Einsatz an öffentlichen Orten spezialisierter Roboter, der sich vollständig an die Menschen und seine Umgebung anpasst. Ausgerüstet mit künstlicher Intelligenz, greift der Honda P.A.T.H. Bot auf eine integrierte Kamera sowie Sensoren zur Bestimmung seines Standortes bzw. Erfassung seiner Umgebung zurück, wodurch er in der Lage ist, von einem Ort zum nächsten zu gelangen und dabei möglichen Hindernissen auszuweichen, indem er die optimale Route errechnet. Honda ist auf der Suche nach P.A.T.H. Bot-Testpartnern für Feldversuche unter Realbedingungen.

Um die Entwicklung von Robotiklösungen zu vereinfachen, bringt Honda die Honda RaaS (Robotics as a Service)-Plattform auf den Markt. Diese Software-Plattform stellt häufig genutzte Funktionen zur Verfügung, darunter bspw. Datensicherung/-weitergabe, Kommunikationssteuerung, Zustandsübertragung sowie eine über ein Interface oder entsprechendes Paket gesteuerte Roboter-zu-Roboter-Vernetzung wie API*2 und SDK*3. Honda versucht, die nahtlose Integration robotikgestützter Dienste zu erleichtern, indem eine Vernetzung zwischen entsprechenden von Honda sowie weiteren Entwicklungspartnern entwickelten Geräten, Systemen sowie Anwendungen hergestellt wird. Um eine solche Technologie zu realisieren, sucht Honda die Zusammenarbeit mit Entwicklern auf dem Gebiet robotikgestützter Geräte sowie Anbietern verschiedener Robotiklösungen.

Quelle: Honda
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