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Archiv 2017 09.03.2018 10:12

Aussergewöhnlich viele Bienenvergiftungen

Das Beratungs- und Kompetenzzentrum apiservice registriert für 2017 so viele Fälle von Bienenvergiftungen wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Das grösste Risiko gehe von Insektiziden aus. Bauern und Hobbygärtner seien gefordert.
  • (Bild: Apiservice)

2017 hätten sich so viele Bienenvergiftungs-Fälle ereignet wie seit über 20 Jahren nicht mehr, meldet das Beratungs- und Kompetenzzentrum Apiservice. Mehrere hunderttausend Bienen seien an einer Vergiftung durch Pflanzenschutzmittel gestorben. Eine sachgemässe Anwendung von Insektiziden oder ein Verzicht darauf hätte ihren Tod vermeiden können.

Apiservice ruft dazu auf, sich beim Kauf eines Pflanzenschutzmittels fachlich beraten zu lassen und in erster Linie umweltfreundliche Produkte einzusetzen.

Apiservice macht zudem darauf aufmerksam, dass Insektizide mit der Aufschrift ‘SPe 8 - Bienengefährlich’ nicht tagsüber (während des Bienenflugs) angewendet werden dürfen. Es dürften sich auch keine blühenden Pflanzen in der Nähe befinden, die Nektar oder Pollen spenden.

«Für Bienen gefährliche Pflanzenschutzmittel sollten nur in absoluten Ausnahmefällen eingesetzt werden, denn sie können bereits in kleinsten Mengen zum sofortigen Tod der Sammelbienen führen», heisst es in einer Mitteilung.

Quelle: LID
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  •  Redaktion [RED]

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