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Verschiedenes 13.09.2013 14:05

Jury nominiert 4 innovative Projekte für den agroPreis 2013

Im Rennen um die einzigartige Auszeichnung für Innovationen in der schweizerischen Landwirtschaft hat die Jury vier Projekte nominiert, welche ihre Innovationen an der Preisverleihung vom 4. November 2013 im Kursaal Bern präsentieren. Insgesamt wurden 63 Projekte aus verschiedenen Themenbereichen und Regionen der Schweiz für den Innovations-Wettbewerb eingereicht.

Unter dem Patronat des Schweizerischen Bauernverbandes fördert und prämiert die emmental versicherung mit dem agroPreis zum 21. Mal innovative Projekte aus der Schweizer Landwirtschaft. Für den agroPreis können sich Bäuerinnen oder Bauern sowie Gruppen bewerben, die mit innovativen Projekten die wirtschaftliche Situation von Schweizer Landwirtschaftsbetrieben nachhaltig verbessern. Für den agroPreis 2013 nominiert sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Die Spargelkönige aus dem Seeland
Im Freiburger Seeland haben vier Bauern mit unterschiedlicher Betriebsgrösse gemeinsam in Maschinen und Abpackanlagen investiert (http://www.seelaenderspargeln.ch).
Vor rund 70 Jahren kamen Personen aus der ganzen Schweiz nach Kerzers, um Spargeln zu essen. Doch die Pflanze ist in der Region fast ganz verschwunden. Vier Gemüsebauern wollen den Trend umkehren: Christian Dick, Urs Johner, Christian Hurni und Jakob Schwab nehmen diese Herausforderung an. Aber um heute konkurrenzfähig zu sein, muss der Spargel auf einer grossen Fläche angebaut und mit entsprechenden Maschinen geerntet werden. In grosser Menge hat er auf dem Markt mehr Gewicht. Um diesen Effekt zu verstärken, gründeten die vier Gemüsebauern im Jahr 2011 die Seeländerspargeln GmbH und können dank der Zusammenarbeit das finanzielle Risiko teilen. Trotz dem ungleichen Alter (30, 40, 50 und 65) haben die vier Männer ein gemeinsames Ziel: höchste Produktqualität. «Gemeinsam sind wir stärker» lautet denn auch das Motto der Seeländer.

Ein Strauss voll Genuss
Auf der Straussenfarm der Familie Eberle aus Mörschwil (SG) wird praktisch alles verwertet (http://www.diestraussenfarm.ch).
Nebst Frischfleisch und Wurstwaren gibt es auf der Straussenfarm auch Hundefutter zu kaufen, das aus dem Zweitklassfleisch und den Knochen hergestellt wird. Aus den Eiern entstehen Teigwaren und Meringues, die Federn und Eierschalen sind gefragte Dekorationsartikel, und das Leder wird zu Gürteln verarbeitet. Das ist nur ein kleiner Teil des Angebots von der Familie Eberle und ihren 150 Straussen. 1994 haben sie mit der Zucht begonnen. Aufgrund des Erfolges wurde die Infrastruktur laufend ausgebaut. An jährlich über 150 Betriebsführungen zeigt die Familie, wie 2/3 produziert wird und was Schweizer Landwirtschaft heutzutage bedeutet. Ein Partyraum, in dem auch Caterings angeboten werden, rundet das Ganze ab. Der Familie Eberle ist es wichtig, immer innovativ zu bleiben und das Unternehmen damit weiterzuentwickeln.

Köstliches aus dem Pays-d’Enhaut
Die Familie Henchoz aus Rossinière (VD) stellte ihren Betrieb erfolgreich auf Milchschafe um (http://www.sapalet.com).
Vor 20 Jahren kamen die ersten Lacaune-Schafe auf den Hof in den Waadtländer Alpen. Die Anzahl war gering, doch nach und nach ersetzte Jean-Robert Henchoz Milchkühe durch Schafe. Der Landwirt aus dem Pays-d’Enhaut war ein Pionier und musste sich das Wissen selbst aneignen, wie beispielsweise das Käsen. Zusammen mit seinem Bruder Michel stellte er den Betrieb auf Biolandwirtschaft um. Heute haben die Henchoz 540 Schafe und verarbeiten 180 000 Liter Milch. Die Produkte vom Hof «Le Sapalet» werden in der Romandie, in der Deutschschweiz und sogar im Ausland vertrieben. Das Sortiment wurde jedes Jahr erweitert, so sind nun auch Butter, Rahm, Joghurt sowie Frischkäse und Tomme erhältlich. Die Familie Henchoz will weiter investieren. So wird der nächste Schritt der Bau einer grösseren und moderneren Käserei sein.

Regenwürmer produzieren kostbare Erde
In Aeschi bei Spiez (BE) befindet sich die grösste Tierherde der Schweiz (http://www.wurmstall.ch).
Für die Biobauernfamilie Hans und Esther Fuhrer arbeiten zwischen vier und sechs Millionen Regenwürmer 365 Tage im Jahr – und das ohne Lohn. In einer 30 Meter langen Halle verwandeln die Würmer den hofeigenen Kuhmist in hochwertige Wurmerde. Innovativ ist die von Hans Fuhrer konzipierte Installation. Innerhalb von zwei Monaten verarbeiten die Würmer den Kuhmist zu feinkörniger Wurmerde. Das Wissen über das Steuern der Temperatur und der Feuchtigkeit musste sich Fuhrer selbst aneignen. Aus dem Rindermist, den die 22 Biokühe im Jahr produzieren, entstehen in diesem Jahr 50 000 Liter Wurmerde. Abnehmer des Biodüngers sind Private, Gemüsebauern, Gärtner und Gartencenter. Mit der Wurmerde soll dereinst die Hälfte des Einkommens generiert werden.

Regionale Presseveranstaltungen
Die nominierten Projekt-Teams werden sich – vorgängig zur Preisverleihung – den Medien an regionalen Presseveranstaltungen präsentieren. Diese finden an folgenden Daten statt:

17.9.2013
Die Spargelkönige aus dem Seeland, Papiliorama, 3210 Kerzers, Christian Hurni, 079 460 97 60, L_hc__niweulb--inruh-hc

18.9.2013
Köstliches aus dem Pays-d’Enhaut, Route du Revers 11, 1658 Rossinière, Joakim Henchoz, Tel. 026 924 54 60, L_moc__telapas--ofni

30.9.2013
Ein Strauss voll Genuss, Die Straussenfarm, Aachen 568, 9402 Mörschwil, Cornel Eberle, 071 866 27 12, 079 388 00 21, L_hc__mrafnessuartseid--elrebe

1.10.2013
Regenwürmer produzieren kostbare Erde, Wurmstall, Zwygartenstrasse 57, 3703 Aeschi, Hans Fuhrer, 033 654 89 35, 079 296 04 35, L_hc__llatsmruw--ofni

Die agroPreis-Verleihung 2013 im Kursaal Bern
Die Medien sind herzlich dazu eingeladen, diese Veranstaltung zu besuchen und über die Innovation in der Schweizer Landwirtschaft zu berichten:

Datum: 4. November 2013
Zeit: 16:00 bis ca. 17:45 Uhr
Ort: Kursaal Bern, Arena
Moderation: Ueli Schmezer, Musik: Nicolas Senn

Die Gesamtpreissumme beträgt rund 50 000 Franken. Jedes der vier nominierten Projekt-Teams erhält eine Nominationsprämie in Höhe von 5 000 Franken. An der Preisverleihung am 4. November 2013 werden folgende Preise verliehen:

  • agroPreis 2013 der emmental versicherung: 20 000 Franken
  • Leserpreis der Medienpartner «Schweizer Bauer» und «Terre & Nature»: 3000 Franken
  • Spezialpreis Schweizerischer Landmaschinenverband: 3 000 Franken
  • Saalpreis des Publikums an der Preisverleihung: 2 000 Franken
Quelle: emmental versicherung
  • Autor/Redaktor
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