UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Management 03.04.2019 10:59

Landwirte haben Angst vor Frost und Trockenheit

Für die Schweizerische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft waren intensiver Hagel und Dürre im letzten Jahr Schuld an einer überdurchschnittlichen Schadenbelastung. Trotzdem schreibt die Versicherung Gewinn.

Das wettermässig anspruchsvolle Jahr 2018 war geprägt von einer weiträumigen Dürre vor allem bei Mais, Kartoffel, Zuckerrüben und Grasland, wie der LID in einer Medienmitteilung berichtet. Dies führte zu einer leicht überdurchschnittlichen Schadbelastung. Gleichzeitig wurden mehr Frost- und Trockenheitsdeckungen abgeschlossen. So wuchs das Prämienvolumen gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent und erreichte 49.2 Millionen Schweizer Franken. Der Schaden-/Kostensatz belief sich auf 87 Prozent.

Die Hagelversicherung konnte einen Gewinn von 3.4 Millionen CHF erzielen. Dieses Jahr will die Versicherung ihre Mitglieder am Erfolg von 2018 in Form einer Prämienrückvergütung von 10 Prozent der Prämieneinnahmen teilhaben lassen.

Das bringt die Zukunft
Im Ausland werden Grossrisiken wie extreme Temperaturen, Frühjahresröste, Dürre und Starkniederschläge häufig mit einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) zwischen öffentlicher Hand, Landwirtschaft und Versicherungswirtschaft gewährleistet. Da klimabedingte Herausforderungen weiter zunehmen, werden im Rahmen der Agrarpolitik 2022 Überlegungen zu einer möglichen Versicherungsunterstützung gemacht. Die Schweizer Hagel-Versicherung steht einer ÖPP-Lösung für das Versichern landwirtschaftlicher Kulturen gegen Wetterextreme positiv gegenüber.

In ihrem intern laufenden Projekt "Hagel 2020" werden Themen wie neue Risikodeckungen, Digitalisierung und Messmöglichkeiten über Satellit und Radar weiterentwickelt.

Quelle: LID
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