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Management 15.01.2019 09:43

Markus Ritter: "Zersiedelungs-Initiative ist zu extrem"

Die Zersiedelungs-Initiative ist für den Schweizer Bauernverband (SBV) zu extrem geraten. Das schreibt Verbands-Präsident und Nationalrat Markus Ritter in einem Standpunkt.

Der SBV teile grundsätzlich das Anliegen der Zersiedelungs-Initiative, das Kulturland besser zu schützen, so Markus Ritter im Standpunkt. Dennoch lehne er sie ab, da sie zu extrem sei. Bestraft würden bei einer Annahme vor allem jene Gemeinden, die bisher zurückhaltend gewesen seien. 

Die Initiative unterscheidet in der Landwirtschaft zwischen bodenabhängiger und bodenunabhängiger Produktion. Für Letztere soll es künftig nur noch ausnahmsweise möglich sein, in der Landwirtschaftszone zu bauen. Diese Abgrenzung sei in der Praxis umstritten und schwierig, so Ritter. Die Einteilung auf Verfassungsebene ergebe für die Landwirtschaft keinen Sinn. 

Trotz der Ablehnung der Initiative: Der SBV will sich weiter für einen haushälterischen Umgang mit Kulturland einsetzen. Es bleibe noch viel zu tun, die Zersiedelungs-Initiative sei aber nicht die richtige Antwort auf das Problem, so Markus Ritter weiter. 

Auch der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV) lehnt die Zersiedlungs-Initiative ab. Der Initiativ-Text gehe zu weit und verhindere eine vernünftige Weiterentwicklung und Innovation, schreibt der SBLV in einer Medienmitteilung. Auch die Landwirtschaft würde in ihren Entwicklungs-Möglichkeiten behindert und in ihrer Innovation stark beschnitten. Die Grundidee des Kulturland-Schutzes begrüsst der Verband hingegen.

Quelle: LID
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