UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Nutztiere 07.06.2019 10:22

"Wir sind alle Konsumenten"

Bio boomt – Damit die fenaco-LANDI Gruppe im Biobereich noch kompetenter wird, führten der fenaco Pflanzenbau und die UFA AG einen Weiterbildungskurs für die Bio-Verantwortlichen der LANDI durch. Die Gelegenheit nutzte die UFA, um den Teilnehmenden Danke zu sagen.
  • Thomas Grüter, Nicole Kleinschmidt, Paul Steiner und Roland Stalder bei der Podiumsdiskussion.

Im neu geschaffenen, zweitägigen Weiterbildungskurs wurden die LANDI-Mitarbeitenden gezielt auf Fachwissen und vernetztes Denken im Bio-Bereich ausgebildet.
Dass aber in den letzten Jahren bereits gute Arbeit geleistet wurde, zeigt sich im Wachstum der UFA AG im Bio-Bereich. Das Erreichen von 30'000 t Biofutter im Jahr 2018 nahm die UFA AG als Anlass, den LANDI-Mitarbeitenden Danke zu sagen.

Tierhaltungskompetenz
Am ersten Kursabend am 5. Juni kamen die Kursteilnehmenden zu einem Abend-Event zusammen und wurden durch Paul Steiner, Vorsitzender Geschäftsleitung UFA AG begrüsst. Er ging in seiner Einleitung in die Anfänge der UFA- Bio-Geschichte zurück. Seit 1996 produziere die UFA AG Bio-Futter, welches seit 2004 in der Hofmatt in Herzogenbuchsee produziert wird. Das Werk ist heute eine reine Biomühle und topmodern eingerichtet. Steiner ging auf die Tierhaltungskompetenz der UFA mit diversen Dienstleistungen ein. Dank der Tierhaltungs-Kompetenz der UFA-Berater sind UFA und LANDI auch für Bio-Landwirte wertvolle Partner, weshalb wir an diesem Abend versammelt waren.

Bio-Nachfrage wachsend
Nicole Kleinschmidt, Leiterin Produktmanagement der Bio Suisse, zeigte den anhaltenden Trend zur Bio-Produktion. Auf Seiten der Konsumenten sei die Nachfrage nach Bio-Produkten wachsend und die Konsumenten seien sich immer mehr ihrer Verantwortung bewusst. Mit den neuen Richtlinien in der Wiederkäuerfütterung möchte Bio Suisse die standortgerechte Wiederkäuerfütterung weiter fördern und die Anforderungen der Konsumentinnen und Konsumenten erfüllen.
Die Richtlinienverschärfung in der Wiederkäuerfütterung ab 2020 führt dazu, dass der Einsatz der Körnerleguminosen wichtiger wird. Deswegen habe die Branche entschieden, die Körnerleguminosen für die gesuchten Lupinen und das Futtersoja weiterhin zu fördern.

Anforderungen eines Bio-Landwirten an die LANDI
Der Bio-Landwirt, Thomas Grüter aus St. Urban stieg vor drei Jahren in die Bio-Produktion ein. Entschieden hatte er sich, weil er erwartet, dass der biologische Landbau langfristig einen höheren Stellenwert bekommt. Der Schwerpunkt auf Ökologie und Ressourcenschutz in der Direktzahlungsverordnung war ein weiterer Grund und er war überzeugt, dass sein Betrieb gut auch auf diese Weise bewirtschaftet werden kann. Die Umstellung erforderte ein starkes Umdenken, doch heute ist sich Thomas Grüter sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Zum Schluss gab er den LANDI-Mitarbeitenden seine Erwartungen an die LANDI mit auf den Weg: Wichtig sei, dass Bio nicht als Nische betrachtet wird und dass die Ansprechpartner den Biogedanken verstehen, weitergeben und mittragen. 

Hohe Biokompetenz
Im Anschluss führte Roland Stalder (UFA-Samen) mit den Referenten eine Podiumsdiskussion durch. Die Kursteilnehmenden stellten kritische Fragen und erhielten kompetente Antworten. Als Abschlussfrage, was sie den Teilnehmenden mit auf den Weg geben, motivierte Thomas Grüter, stets dranzubleiben und die Kompetenz aufzubauen. Nicole Kleinschmidt erinnerte daran, dass wir alle auch Konsumenten sind, und dass wir mit gutem Beispiel vorangehen sollen. Paul Steiner freute sich, dass UFA-LANDI mit hoher Biokompetenz erfolgreich unterwegs sind und flächendeckend die Bio-Bauern unterstützen können.

  • Autor/Redaktor
  • Eva Studinger [es]
    Redaktorin
    Email
Zurück zur Übersicht