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Management 08.07.2019 08:05

Obstfachleute feiern Abschluss am Strickhof

Am Strickhof haben elf Absolventinnen und Absolventen aus sechs Kantonen erfolgreich die Ausbildung als Obstfachleute (EFZ) abgeschlossen und sind mit der Urkundenübergabe geehrt worden. Der Thurgauer Pascal Ackermann erzielte dabei die Bestnote von 5,6.
  • Die erfolgreichen Absolventen zu den Obstfachleuten flankiert von Vinzenz Bütler (Links) und SOV -Direktor Jimmy Mariéthoz (links)

In diesem Jahr haben nebst den 11 Obstfachleuten (EFZ) weitere 93 Landwirte EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) sowie 18 Agrarpraktiker EBA (Eidgenössischer Berufsausweis) abgeschlossen, welche alle von rund 500 Gästen am Strickhof in Lindau mit den Übergaben der Urkunden gefeiert worden sind. Eingebettet in die diese Schlussfeier, welche auch mit der BEWO musikalisch umrahmt wurde, waren auch zahlreiche Reden und Grussworte. Schuldirektor Ueli Vögeli sprach dabei mit Blick auf den Zeitpunkt der aktuellen Abschlussfeier von einer Zeit, wo es die Landwirtschaft nicht einfach hat. Zugleich erinnerte er daran, dass es für alle in 10 Jahren anders sein wird, weil sich das Umfeld laufend ändert. Dafür werden zugleich die Digitalisierung, Automatisierung, Globalisierung sowie weitere Megatrends sorgen. „Deshalb sind die Landwirte echt gefordert, Visionen und Perspektiven zu entwickeln, was auch für die Betriebe und Schule gilt“, so Vögeli. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass auch das Modell an der Schule mit Exkursionen ins benachbarte Ausland mit dem Blick über den eigenen Tellerrand sehr wertvoll ist. „Ich höre immer wieder von älteren Bauern, dass sie mit Blick auf die aktuelle Landwirtschaft und ihre Umfeld froh sind, bereits so alt zu sein“, hielt Hansueli Graf, vom Vorstand des Schaffhauser Bauernverbandes in seinem Grusswort fest. Hingegen freut es ihn, dass man bei der jungen Generation das Feuer für die Zukunft spürt. Für sind diese sich bietenden öffnenden Chancen und Risiken sowie zugleich grosse Herausforderungen. „Wir brauchen deshalb sehr gut ausgebildete Betriebsleiter“, hielt Graf mit Blick auf die erfolgreichen Abschlüsse aus. Klare Botschaften übermittelte auch Marco Pezzatti, Chef im Amt für Landschaft und Natur an die jungen und neuen Berufsleute. „Als neue Fachleute und selbständige Unternehmer müssen sie nun Verantwortung übernehmen, bei der Umsetzung von Vorhaben aber auch auf das Geld schauen“, so Pezzatti’s Botschaft. Zugleich verwies er auf die anspruchsvolle Rolle als Landwirt, wo man buchstäblich täglich bei der Produktion von Nahrungsmitteln im Schaufenster sitzt. „Es ist deshalb wichtig, dass man zeigt, was man macht. Zugleich soll das Denken und Planen sich an den eigenen Ressourcen orientieren und diese auch schonen“, so Pezzatti. Im traditionellen Schlusswort eines Absolventen erinnerte Andreas Bänninger (Embrach) daran, dass es heute als 1% Berufsleute auch gilt, die übrigen 99% zu überzeugen.

Es zeigt sich bei den diesjährigen Abschlüssen ein weiterhin starker Trend bezüglich dem Bildungsweg der jungen Berufsleute. Immer mehr der neuen Obstfachleute und Landwirte entscheiden sich für die Zweitausbildung. Im Obstbau sind dies bereits deren sechs. Bei den Landwirten haben alle 12 mit der biodynamischen Bildung, welche sie in Rheinau erhalten haben als Zweitausbildung abgeschlossen. Beim Landwirt EFZ sind es weitere 47 Abschlüsse als Zweitausbildung verzeichnet worden. 

Gute Zusammenarbeit mit dem Strickof
„Seit einigen Jahren sind wir bei der Ausbildung am Strickhof sehr aufgehoben. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut“, hielt Vinzenz Bütler (Wädenswil) als Präsident des Berufsbildungskommission Obstbau für die Deutschschweiz erfreut fest Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass alle Absolventen den weiteren Weg finden. „Wir müssen aber auch Antworten auf die bevorstehenden Initiativen finden, wozu wir alle brauchen“, so Bütlers Botschaft. Im Weiteren kündigte er an, dass die Obstbauern im kommenden Jahr erstmals an der nationalen Berufsmeisterschaft SwissKills in Bern mit 12 jungen Berufsleuten Teilnehmern wird. So werden in diesem und im nächsten Jahr je 6 selektioniert, wobei je die Hälfte aus der Westschweiz und Deutschschweiz kommen werden. 

Zugleich sind mit der Übergabe der Diplome auch die besten Absolventen geehrt und mit Spezialpreisen ausgezeichnet worden. Mit der hächsten Note von 5,6 hat dabei der Thurgauer Pascal Ackermann (Neukirch – Egnach) abgeschlossen. Die besten Lerndokumentationen lieferte Dario Dickenmann (Ellighausen TG) als bester, sowie wiederum Pascal Ackermann und Adrian Rohner (Böbikon AG) ab.

Quelle: RoMü
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