UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Archiv 2017 15.11.2017 08:05

Optimierte Ernährung schont Umwelt

Wer weniger Nahrungsmittel wegwirft und seine Ernährung optimiert, schont die Umwelt und berücksichtigt die Empfehlungen gemäss Lebensmittelpyramide besser als heute. Modellierungen der Forschungsanstalt Agroscope zeigen, dass die Umweltwirkungen unserer Ernährung um über 50 Prozent gegenüber der aktuellen Situation gesenkt werden können – und dies auch ohne ganz auf Fleisch zu verzichten.

Im Rahmen des Aktionsplans Grüne Wirtschaft beschäftigt sich das Bundesamt für Landwirtschaft mit den Herausforderungen und Potenzialen einer ressourcenschonenden Ernährung bei einer gleichzeitig nachhaltigen Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen der Schweiz.

Eine Studie der Forschungsanstalt Agroscope zeigt, wie eine bedarfsdeckende Ernährung der Schweizer Bevölkerung aussehen könnte, wenn gleichzeitig die unerwünschten Umweltwirkungen des Ernährungssystems minimiert und weiterhin die gesamte verfügbare landwirtschaftliche Nutzfläche und die Sömmerungsgebiete der Schweiz für die Lebensmittelproduktion genutzt werden. Der Anteil pflanzlicher Nahrungsmittel wie Brotgetreide, Kartoffeln und Gemüse würde steigen, Milchprodukte würden in ähnlichem Mass konsumiert wie heute, Fleisch würde weniger verzehrt. Dementsprechend würde die Ackerfläche verstärkt für den Anbau pflanzlicher Nahrungsmittel genutzt. Die Grünlandflächen würden wie heute wertvolles Futter für die Milchproduktion liefern. Der dadurch verminderte Bedarf an Nahrungs- und Futtermittelimporten würde den Selbstversorgungsgrad deutlich erhöhen. Durch die verringerten Importe und die nachhaltigere Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen liessen sich die Umweltwirkungen der Ernährung gegenüber heute auf rund die Hälfte reduzieren.

Die vorliegende Studie bestätigt die Umweltrelevanz von Ernährungsmustern und Lebensmittelverlusten. Es ist nicht vorgesehen, im Bereich Ernährung lenkend einzugreifen. Primär soll auf die Sensibilisierung der Konsumenten und Wirtschaftsakteure gesetzt werden.

Quelle: BLW
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