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Management 05.09.2018 08:59

Organisationen fordern Fakten zum Insektensterben

In Bern ist heute eine Petition zum Insektensterben lanciert worden. Sie fordert den Bundesrat dazu auf, abzuklären, wie stark die Schweiz betroffen ist und welche Ursachen mitwirken.
  • Medienkonferenz im Naturhistorischen Museum: Sonia Burri-Schmassmann (Apisuisse), Lukas Schuler (Dark-Sky Switzerland), Urs Wüthrich-Pelloli (Naturfreunde Schweiz) und Jacques Bourgeois (SBV) (v.l.n.r). Bild: LID, ji

Die Ursachen und die Tragweite des Insektensterbens in der Schweiz müssten umgehend aufgezeigt werden, betonten die beteiligten Organisationen an einer Medienkonferenz in Bern. Die Koalition besteht aus den Naturfreunden Schweiz, dem Schweizer Bauernverband, Apisuisse sowie Dark-Sky Switzerland.

Das Problem des Insektensterbens sei vielen Menschen nicht bewusst, sagte Urs Wüthrich-Pelloli, Präsident der Naturfreunde Schweiz. Die Petition soll zur Verstärkung der öffentlichen Diskussion beitragen und auf die Problematik aufmerksam machen. Es brauche eine genaue wissenschaftliche Untersuchung und Dokumentation. Nur so könnten danach wirkungsvolle Massnahmen ergriffen werden. Ohne eine klare Faktenlage gebe es keine Mehrheiten, um Massnahmen zu ergreifen, so Wüthrich-Pelloli.

SBV-Direktor und Nationalrat Jacques Bourgeois betonte die Bedeutung der Insekten für die Landwirtschaft. Sie seien unverzichtbar für die Bestäubung landwirtschaftlicher Kulturen. Die Arbeit der Insekten werden weltweit auf einen Gegenwert von 153 Milliarden Euro geschätzt. Bourgeois wies auch auf Wichtigkeit der Insekten für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit hin. Das Interesse der Landwirtschaft am Schutz der Insekten liege deshalb auf der Hand, so Bourgeois.

Auch Sonia Burri-Schmassmann, Präsidentin des Imker-Dachverbandes Apisuisse, forderte weitere Anstrengungen zur Aufklärung des Insektensterbens. Insbesondere die Wildbienen bräuchten einen besonderen Schutz, da sie teilweise auf einige wenige Pflanzen spezialisiert seien. Fehlten diese, sterbe die Art aus.

Ziel der gemeinsamen Petition ist es, bis zur kommenden Wintersession dem Bundesrat mindestens 50‘000 Unterschriften zu überreichen. Die Petion läuft im Internet unter www.insektensterben.ch.

Quelle: LID
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