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Verschiedenes 24.07.2019 14:55

Pflanzzeit für Wintergemüse

Im Juli und August ist die Zeit für letzte Nachpflanzungen und spezifische Pflegearbeiten im Gemüsegarten. Die terminlich gut gewählten Bepflanzungs- und Aussaatzeiten erbringen im Herbst einen erfreulichen Ertrag.
  • Der Rückschnitt von Lauchblättern fördert das Dickenwachstum. Bild: Martin Kündig

Eine alte Bauernregel besagt, dass Sommerzwiebeln vor dem Augustregen geerntet werden sollen; denn gehen die Zwiebeln mit zu viel Feuchtigkeit ins Lager, sind sie weniger lang haltbar. Während die Ernte bei einigen Kulturen in vollem Gange ist, stehen im Hoch- und Spätsommer die letzten Saat- und Pflanzarbeiten an.

Säen und Pflanzen
Mit der Pflanzung von Winterblumenkohl kann dem Sommer-Schädlingsdruck ausgewichen werden. Pflanzzeit des Winterblumenkohls ist bis Mitte Juli, geerntet wird gegen Ende April des Folgejahres.
Die Setzlinge der Herbstsalate Endivie und Zuckerhut werden zwischen Juli und August gepflanzt. Damit sich der Bitterstoff im Zuckerhut verringert, sollte dieser erst nach einigen Frostnächten geerntet werden.
Bis Anfang August ist eine gute Aussaatzeit für die Späternte von Buschbohnen. Kurzkulturen wie Kohlrabi, Fenchel und Kopfsalat können bis Mitte August gepflanzt werden. Wichtig ist es, die jahreszeitlich richtigen Sorten auszuwählen.
Die Direktsaat des schwarzen Winterrettichs wird im August vorgenommen. Der gut lagerfähige Winterrettich ist nicht nur als Salat bekömmlich, er lässt sich auch zu Erkältungssirup verarbeiten.
Radieschen sollten im Frühling oder Spätsommer in den Boden kommen. Eine Mulchschicht aus Rhabarber- oder Brennnessel-Blättern kann helfen, den Erdfloh-Befall zu reduzieren.
Im Oktober können Frühlingssteckzwiebeln und Winterkefen gesteckt werden.

Triebe ausbrechen
Die Kopftriebe des Rosenkohls und der Tomaten werden Mitte August ausgebrochen. Beim Rosenkohl bringt dies Kraft für die Ausbildung der Röschen, bei den Tomaten kommt dies dem Ausreifen der noch grünen Tomaten zugute. Neben dem laufenden Ausbrechen der Geiztriebe bei den Tomaten werden im August auch noch die vorhandenen Blütentriebe ausgebrochen.

Regelmässiger Schnitt
Einerseits um das Dickenwachstum zu fördern, anderseits um die Eiablage der Lauchmotte einzudämmen, ist ein regelmässiger Rückschnitt der Lauchblätter sinnvoll.
Damit im Herbst möglichst kräftige Sellerieknollen eingelagert werden können, sollte in regelmässigen Abständen der untere Blattkranz entfernt werden. So fliesst die Kraft in die Knollenbildung und nicht in die Blattbildung. 

Quelle: UFA-Revue 07-08/2019
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