UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Verschiedenes 04.06.2019 07:23

SBV: Rückstände stammen von ausländischen Produkten

Im Mai hatte der K-Tipp über Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Haarproben berichtet. Der Schweizer Bauernverband (SBV) sieht das als Zeichen, auf Schweizer Lebensmittel zu setzen. Denn 9 von 10 erwähnten Stoffen werden in der Schweiz nicht verwendet.

Der K-Tipp hat die Haare von 20 Personen auf Schadstoffe untersuchen lassen. In den meisten Proben fand das Labor zwischen zehn und 20 Chemikalien. Das ist wenig erstaunlich, da moderne Untersuchungsmethoden heute auch kleinste Mikroverunreinigungen aufspüren. Gemäss dem Schweizerischen Zentrum für angewandte Humantoxikologie (scaht) ist für die Beurteilung des damit verbundenen Risikos für die menschliche Gesundheit die Schädlichkeit der einzelnen Stoffe und deren Menge entscheidend (https://www.scaht.org/sites/default/files/scaht_kommentar_k-tipp_haaranalysen_may_2019.pdf).
Dass der K-Tipp ohne Mengenangaben eine generelle Gesundheitsgefährdung ortete, sei deshalb nicht sachgerecht. Das scaht wertet es weiter positiv, dass das Speziallabor maximal 20 Stoffe fand. In den USA würden Labors in den Urinproben aus der Bevölkerung regelmässig über 300 chemische Substanzen herausfiltern.
Die in den Haaren der Schweizer Testpersonen gefundenen Pflanzenschutzmittel sind in neun von zehn Fällen in der einheimischen Landwirtschaft nicht zugelassen. Sie scheidet entsprechend als Quelle aus. Der erwähnte Stoff Sulfoquinoxalin kommt ebenfalls in keinem in der Schweiz zugelassenen Medikament der Veterinärmedizin vor. Die Belastung mit Stoffen aus der landwirtschaftlichen Produktion muss folglich in erster Linie aus importierten Waren stammen. Das passt zu den Daten der Lebensmittelkontrolleure: Die meisten Überschreitungen der Grenzwerte gibt es bei Lebensmitteln aus dem Ausland.

Quelle: LID/SBV
  • Autor/Redaktor
  •  Redaktion [RED]

    Email
Zurück zur Übersicht