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Management 04.07.2018 10:11

Schweizer Futtermittelversorgung verbessern

Seit Herbst 2017 sucht eine vom Schweizer Bauernverband initiierte Arbeitsgruppe einen Weg, um die Versorgung mit Futtermitteln aus dem Inland zu erhöhen. Dazu erarbeiteten die Mitglieder eine Strategie. Sie haben die Zwischenresultate nun einem breiteren Kreis von Branchenvertretern präsentiert. Trotz grösseren Vorbehalten zur Finanzierung, stossen die Pläne auf eine Unterstützung.

Die Nutztierfütterung ist ein wichtiges Thema. Die Schweizer Nutztiere erhalten heute zu 86 Prozent einheimisches Futter. Die restlichen 14 Prozent stammen aus dem Ausland, sind aber ebenfalls zu 100 Prozent gentechfrei und fast 100 Prozent des eingesetzten Futtersojas ist zertifiziert verantwortungsvoll produziert. Trotz diesen positiven Entwicklungen will die Branche die Eigenversorgung erhöhen und damit den sich ändernden Erwartungen der Konsumenten und der Gesellschaft gerecht werden. Deshalb hat der Schweizer Bauernverband letztes Jahr die Erarbeitung einer Strategie für eine nachhaltige Schweizer Futtermittelversorgung initiiert. Nun liegen erste Zwischenresultate der Arbeitsgruppe vor. Ihre Strategie fusst auf drei Handlungsachsen:

  • Inlandproduktion stärken: Die Arbeitsgruppe möchte den Inlandanteil im Futter erhöhen. Dazu will sie die Produktion von Futterweizen verdoppeln. In möglichst vielen Programmen und Labels soll ein Mindestanteil Schweizer Futter verankert werden. Damit effektiv mehr Futterweizen angebaut wird, ist eine von der Wertschöpfungskette mitfinanzierte Preiserhöhung nötig. Denn dazu braucht es eine bessere wirtschaftliche Attraktivität dieser Kultur.
  • Importe absichern: Weiter soll sichergestellt sein, dass die importierten Futtermittelkomponenten ökologisch und sozial verantwortungsvoll produziert wurden. Einzelne wichtige Futtermittelkomponenten, wie Bruchreis und Maiskleber, werden vor diesem Hintergrund näher beleuchtet.
  • Alternativen erhalten und fördern: Die heutige Alternativen in der Nutztierfütterung sollen erhalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Nebenprodukte der Nahrungsmittelindustrie (z.B. Rübenschnitzel, Müllereinebenprodukte) sollen maximal zum Einsatz kommen. Um die Ressourceneffizienz zu verbessern, soll auch die Verfütterung von tierischen Eiweissen wieder geprüft werden.
Diese drei Handlungsachsen präsentierte die Arbeitsgruppe in Form von Zwischenresultaten Vertretern der betroffenen Wertschöpfungskette. Diese sind sich einig, dass die Erarbeitung einer von der gesamten Branche mitgetragenen Strategie nötig ist und sie unterstützen die Stossrichtungen grundsätzlich. Grössere Vorbehalte gibt es jedoch bei der Frage der Mitfinanzierung der Kosten. Die Arbeiten werden trotzdem weitergeführt. In einem nächsten Schritt können sich die Akteure der betroffenen Branchen im Rahmen einer Vernehmlassung vertieft zu den Zwischenresultaten äussern. Quelle: SBV
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