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Management 31.01.2019 18:32

Steigende Käseexporte, aber auch mehr Käseimporte

Im Jahr 2018 wurden mengenmässig 1.4% mehr Schweizer Käse als im Vorjahr exportiert. Auch wertmässig konnte der Export um 3.2% gesteigert werden.

Im Kalenderjahr 2018 wurde das Exportniveau des Vorjahres mit total 72‘595 Tonnen exportiertem Käse, Schmelzkäse und Fertigfondue um +1‘003t (+1.4%) übertroffen. Die monatlichen Exportzahlen waren hingegen sehr volatil: Sie reichten von +15.0% im Januar 2018 bis -13.5% im Dezember 2018. Diese Schwankungen können u.a. auf die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten im Welthandel zurückgeführt werden. Die im Export bekanntesten Schweizer Käsesorten entwickelten sich unterschiedlich – von leicht rückläufig bis solid zunehmend. Der Erlös 2018 für die Schweizer Käsebranche (Milchbauern, Käser, Affineure, Handel) betrug insgesamt 647.9 Millionen Schweizer Franken, was im Vergleich zur Vorjahresperiode einer Zunahme von +3.2% entspricht und auf einen erhöhten durchschnittlichen Exportpreis von 8.93 CHF/Kg zurückzuführen ist. Rund 40% der Schweizer Milch wird zu über 700 verschiedenen Schweizer Käsespezialitäten verarbeitet. Davon werden ungefähr 40% weltweit in über 70 Länder exportiert. Der Hauptabsatzmarkt für Schweizer Käse ist Europa mit 80% (58‘084t) der exportierten Menge. Deutschland importiert 28‘859t Schweizer Käse, gefolgt von Italien (11‘398t) und Frankreich (5‘152t). Die Exporte in Länder ausserhalb Europas nahmen 2018 um +858t (+6.3%) auf total 14‘511t zu. Diese erfreuliche Entwicklung ist u.a. auf die positive Wirtschaftslage in den USA sowie auf verstärkte Marketinganstrengungen ausserhalb der klassischen Exportmärkte zurückzuführen.

2.9% mehr Käse importiert
Mit einem durchschnittlichen Importpreis von 6.85 CHF/Kg sind die ausländischen Käse deutlich günstiger als die Schweizer Käse. Die Differenz beträgt rund 30%. Im 2018 stiegen die mengenmässigen Importe um +2.9% oder +1‘733t auf 62‘366 t. Rund 82% der Importe stammen aus Italien (21‘385t, +4.8%), Deutschland (16‘887t, -0.3%) und Frankreich (12‘683t, -1.2%). Besonders beliebt bleibt die Gattung „Frischkäse und Quark“ (+1‘337t, +5.6%), die rund 40% des Imports ausmacht. Gewonnen haben zudem die Gattungen Extra Hartkäse (+399t, +8.7%) und Schmelzkäse (+168t, +4.3%). Stabil blieben hingegen der Halbhartkäse (+49t, +0.4%) sowie der Hartkäse (+21t, +0.4%). Ein wichtiger Teil des Imports fliesst in die preissensible Nahrungsmittelindustrie und ins Gastgewerbe.

Quelle: SCM / TSM
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