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Pflanzenbau 05.12.2018 17:00

Syngenta stellt neues Getreidefungizid vor

Syngenta präsentierte am 5. Dezember 2018 vor rund 150 Gästen ihr neues Getreidefungizid Elatus Era. Landwirte, Lohnunternehmer und weitere Interessierte aus der Schweizer Landwirtschaft tauchten für einen Tag ins Blatt ein und lernten mehr über die neusten Technologien im Pflanzenschutz.
  • Joel Meier (links) mit Dr. Hans Tobler, dem Erfinder von Solatenol. (Bild: Verena Säle)

«Das Blatt macht den Ertrag» – unter diesem Slogan wird das neue Getreidefungizid Elatus Era lanciert. Insbesondere das Fahnenblatt ist ertragsrelevant. Genau dieses wird laut Syngenta mit dem neuen Produkt besser geschützt. Der komplette Blattschutz wurde von Stephane Bieri aufgezeigt, der den darin enthaltenen neuen Wirkstoff namens Solatenol in Getreide intensiv erforscht hat. Die chemischen Eigenschaften dieses Wirkstoffs führen dazu, dass er sehr schnell ins Blatt aufgenommen wird. Anschliessend wird er gleichmässig im Blatt verteilt, sodass die gesamte Blattspreite ideal geschützt ist. Die längste Wirkungsdauer sowie die besonders zuverlässige Leistungsstärke gegen Septoria-Blattdürre und Rostkrankheiten wurden von Marina Mellenthin aufgezeigt. Sie zeigte zudem den grossen Erfolg von Elatus Era in den umliegenden Ländern auf. Joel Meier, Leiter Feldversuche Schweiz, ist überzeugt, dass Elatus Era eine neue Messlatte in der Krankheitsbekämpfung im Getreide setzen wird. Er hat das Produkt jahrelang unter den Bedingungen der Schweizer Landwirtschaft in Feldversuchen getestet und ausgewertet.

Schweizer Wirkstoffinnovation
Der in Elatus Era enthaltene Wirkstoff Solatenol wurde vom Chemiker Hans Tobler im Labor 2004 erstmals synthetisiert. In einem Kurzinterview erklärt er mehr Einzelheiten dazu. Es handelt sich um ein Pyrazol-Carboxamid, in Anlehnung an die Wirkungsweise auch SDHI genannt. Die Entdeckung der Wirksamkeit fand im Forschungszentrum in Stein (AG) statt. Die ersten Feldversuche in Getreide sowie die Optimierung der Formulierung zum fertigen Produkt Elatus Era, erfolgte in Teamarbeit an verschiedenen Standorten in der Schweiz. Die Hälfte des globalen Bedarfs von Solatenol wird zudem in Monthey (VS) produziert.

Gesunde Nahrung braucht gesunde Pflanzen
Im Rahmen eines Referats zeigte Hans Frei, Präsident des Zürcher Bauernverbandes auf, wie Kulturpflanzen vor den Toren der Stadt Zürich gesund wachsen und dadurch die Grundlage bilden für gesunde Nahrungsmittel. «Die gute Landwirtschaftliche Praxis» stand dabei im Mittelpunkt. Der Landwirt hegt und pflegt seine Kulturen: Begonnen bei der Standortwahl für eine Kultur, über Bodenbearbeitung bis zur Saat und schlussendlich zur Nährstoffversorgung und dem Einsatz von Pflanzenschutzmittel wird nichts dem Zufall überlassen. Der Landwirt setzt alle Hebel in Kraft, um gesunde Nahrungsmittel für die Schweizer Bevölkerung zu produzieren und gebührt dafür das nötige Vertrauen.

Quelle: Syngenta
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