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fenaco-LANDI 28.02.2019 13:41

Traveco Transporte AG: Hilfe zur Selbsthilfe

Als selbständige Unternehmer sind die Schweizer Produzentinnen und Produzenten oft unvorhergesehenen Ertragsschwankungen ausgesetzt. Diese können einige nur durch einen Nebenerwerb ausgleichen. Eine Möglichkeit hierfür bietet die Traveco Transporte AG an.
  • Jakob Meyer (rechts) bespricht mit Landwirt Ulrich Baumann die Details der Lieferung direkt auf dem Betrieb. (Bild: Traveco)

Hitzesommer, Konsumentenverhalten und gesetzliche Rahmenbedingungen: Die Schweizer Produzentinnen und Produzenten sehen sich laufend vor neue Herausforderungen gestellt. Meist gelingt es ihnen, diese im täglichen Betrieb abzufedern. Häufen sich jedoch unvorhergesehene Veränderungen oder halten Wetterkapriolen über mehrere Jahre an, kann ein Nebenerwerb helfen, diese Ertragseinbussen auszugleichen. Im Rahmen ihres Grundauftrages unterstützt die fenaco Genossenschaft mit ihren Geschäfts­ein­heiten diese landwirtschaftliche Form der «Hilfe zur Selbsthilfe».

Vom Fachwissen profitieren alle
Ideal ist ein solcher Nebenerwerb möglichst nahe am gewohnten Arbeitsumfeld, um auch beim Zusatzverdienst vom grossen Fachwissen aus der Landwirtschaft profitieren zu können. Die Traveco Transporte AG, eine strategische Geschäftseinheit der fenaco, bietet insbesondere Landwirten die Möglichkeit als Chauffeure im Nebenerwerb zu arbeiten. Otti Häfliger, Vorsitzender der Geschäftsleitung Traveco, sagt: «Aufgrund ihrer hohen Affinität zur Landwirtschaft schätzen wir es sehr, wenn wir die Belieferung der landwirtschaftlichen Betriebe direkt durch unsere Chauffeure im Nebenerwerb realisieren können.» Hier liege der Fokus vor allem im Transport von Futter, Eiern, Obst und Diesel. «Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb herrschen andere Voraussetzungen als bei der Belieferung eines Dorfladens oder industrieller Gebäude. Diese lokalen Gegebenheiten kennen unsere Chauffeure aus der Landwirtschaft bestens und können spontan auf Veränderungen oder Kundenwünsche vor Ort reagieren.»

Verschiedene Arbeitszeitmodelle
Derzeit arbeiten zwei Mitarbeitende, welche im Sommer jeweils auf der Alp sind, saisonal bei Traveco. Weitere 13 Chauffeure sind Landwirte, die im Teilzeitpensum angestellt sind. Sie arbeiten bisher in Herzogenbuchsee, Sursee, Landquart und in der Region Winterthur. Auch in der Westschweiz besteht das Potenzial, Landwirte im Teilzeitpensum zu beschäftigen. Voraussetzung für eine entsprechende Anstellung ist der Fahrausweis für die Kategorie CE. Teilzeitstellen bietet die Traveco ab einem Pensum von 20 Prozent an. Daneben ist es auch möglich, als Aushilfe- oder Ablösefahrer im Stundenlohn zu arbeiten. Das Einsatzgebiet ist je nach Bedürfnis der Bewerber sehr breit gefächert: Fahrten in der Nacht, Einsätze an Wochenenden, an anderen gemeinsam definierten Tagen sowie individuelle Lösungen sind möglich. Eingesetzt werden Teilzeitmitarbeitende in allen Transportbereichen, zum Beispiel für Futter- und Obsttransporte, Le­bens­mittel­trans­por­te für Volg oder Aus­lieferung von Brenn- und Treib­stoffen.

Übernahme von Weiterbildungskosten
Unabhängig des Beschäftigungsgrades übernimmt Traveco die Weiterbildungskosten für die jährlichen obligatorischen Kurse zur Chauf­feurzulassungsverordnung (CZV) ihrer Chauffeure. «Letztlich soll durch die Förderung von Teilzeitstellen eine Win-Win-Situation entstehen. Die Landwirte erhalten die Möglichkeit, zu einem Nebenerwerb mit sehr guten An­stellungsbedingungen innerhalb der fenaco. Traveco profitiert von Mitarbeitenden mit einer hohen Affinität zur Landwirtschaft», ist Otti Häfliger überzeugt. Ausserdem werde die bestehende Belegschaft durch den Einsatz von zusätzlichen Mitarbeitenden entlastet.

Quelle: UFA-Revue 02/2019
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