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Pflanzenbau 09.01.2020 10:21

UFA-Samen Maistag 2020

Wie weiter ohne Mesurol-Beizung? Welches sind die neuen empfohlenen Maissorten? Was tut sich in der Saatgutzüchtung? Diese und weitere Fragen wurden am UFA-Samen Maistag 2020 diskutiert.
  • Jürg Hiltbrunner, Roland Peter und Jürg Jost (Bild: Verena Säle)
  • Stefan Lüthy (Bild: RoMü)
  • Über 200 Besucher nahmen am Maistag 2020 teil. (Bild: RoMü)

Am diesjährigen UFA-Samen Maistag im Sämereinenzentrum Niderfeld diskutierten Produzenten und Maisexperten unter anderem Fragen zur Sortenwahl, zur Züchtung und zur Saatbeizung.
Insbesondere letzteres beschäftig die Maisbranche. Jürg Jost von UFA-Samen erläuterte: «In der EU ist die Produktion von Mesurol bereits eingestellt worden und Mesurol-gebeiztes Saatgut darf nur noch bis zum 3. April 2020 ausgesät werden. Man muss damit rechnen, dass auch bald die Zulassung des Wirkstoffs in der Schweiz auslaufen wird». Vermutlich ist Mesurol noch bis zum 30. Juni 2020 zugelassen. Derzeit werde in Moudon noch Maissaatgut mit Mesurol hergestellt, doch dieses gebeizte Saatgut wird im Laufe der Kampagne im Frühjahr nicht mehr verfügbar sein. Ein weiterer Punkt bei der Saatgutbeizung ist das Thema Fungizide. Jürg Jost schätzt, dass auch bald die Beizung mit Maxim XL die Zulassung verlieren wird. Eine Alternative könnte das Mittel Redigo M sein; aber dieses ist derzeit in der Schweiz noch nicht erlaubt. 

Jürg Hiltbrunner zog Bilanz zu den Anbauversuchen 2019 der Agroscope und stellte die neue Liste der empfohlenen Maissorten vor. Anschliessend referierte Roland Peter, Agroscope, über die Trends und Herausforderungen in der Saatgutzüchtung. Zum Schluss präsentierte Stefan Lüthy die Ergebnisse der UFA-Samen Maisversuche. Er stellte fest, dass es hinsichtlich Mykotoxinwerten, Beulenbrand und Maiszünsler ein schwieriges Jahr war.

  • Autor/Redaktor
  • Verena Säle [vs]
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