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Verschiedenes 11.07.2019 08:35

Winzer und Weintechnologen feierten Berufsabschluss

Auf dem Bächlihof in Jona feierten die 23 Winzer und 5 Weintechnologen ihren erfolgreichen Berufsabschluss. Mit der Traumnote von 5,9 schloss Nicole Theiler bei den Winzern am besten ab, während Silvio Kessler mit 5,4 die beste Note bei den Weintechnologen abschloss.

In diesem Jahr haben aus der ganzen Deutschschweiz 23 Winzer und weitere fünf Weintechnologen ihre Ausbildung in der Grundausbildung Weinbau und Weintechnologie in Wädenswil abgeschlossen und entschieden, ihren Abschluss auf dem Bächlihof in Jona durchaus festlich zu feiern. „Wir dürfen heute gemeinsam feiern und zwei edle sehr ausgewogene Tropfen als Assemblage geniessen“, hielt einleitend Remo Walder, Leiter des Bereiches Ausbildung Weinbau und Weintechnologe am Strickhof aus. Zugleich verwies Walder, dass auch bei diesen beiden Berufen bereits mit 16 Absolventen die Mehrheit den Berufsabschluss in Zweitausbildung erreichte. Die 23 Winzer kommen aus zwölf Kantonen sowie dem Fürstentum Lichtenstein und die fünf Weintechnologen stammen aus vier Kantonen. Sie dürfen heute ihr wohlverdientes Zeugnis in Empfang nehmen. Das Diplom ist eine Investition in die berufliche Zukunft.“, rief Sam Herrmann, Präsident des Schulkommission Strickhof in seinem Grusswort den Absolventen entgegen. Zugleich zeigte er sich auch erfreut, dass der Strickhof dieses Bildungsangebot in Wädenswil anbieten darf. Für ihn ist es aber auch wichtig, dass mit den Absolventen eine Berufsgruppe ausgebildet wurde, welche mit der fachlichen Pflege dafür sorgt, dass die wertvolle und einzigartige durch die Reben geprägte Kulturlandschaft erhalten bleibt. Zugleich kam Herrmann auch auf die Bedeutung des Weinbaues bezüglich der wirtschaftlichen Bedeutung hinwies. „Wohl sind nur 0,3% der Schweizer Landwirtschaftsfläche mit Reben bestockt. Doch diese generieren über 500 Mio. Franken an Wertschöpfung“. Abschliessend kam er aber auch auf die grossen Chancen des Deutschschweizer Weinbaus zu sprechen. „Drei Viertel der Schweizer Rebfläche liegen südlich der Alpen und in der Westschweiz. Doch die grosse Mehrheit der Konsumenten wohnt in der Deutschschweiz“, so Herrmann. Bezüglich dem Abschluss sprach er auch von einer Werterhaltung, indem man sich auch weiterhin beruflich weiterbildet, indem man unter anderem auch den angebotenen Lehrgang als HF nutzt. „Wir dürfen heute 28 Eidgenössische Fähigkeitszeugnisse vergeben“, zeigte sich auch Kaspar Wetli, Präsident des Branchenverbandes Deutschschweizer Wein (BDW) in seiner Grussbotschaft erfreut. Zugleich sprach er den Ausbildnern einen Dank aus, welche diese Ausbildung erst einmal ermöglichten. Zugleich sprach er mit Blick auf die weitere Entwicklung von grossen Herausforderungen für die jungen Berufsleute.

Mit Ausbildung Grundstein gelegt

Mit der Ausbildung haben nun die Absolventen den Grundstein für die berufliche Zukunft gelegt. Zugleich ermunterte er diese, dass sie die natürlichen Ressourcen erhalten. „Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass die Konsumenten Wein trinken“, so Wetlis Aufruf. „Es braucht junge Leute, welche sich einsetzen. Es geht weiter, engagiert Euch auch über eure Betriebe hinaus“, so sein abschliessender Appell.Lob und Anerkennung zollte auch Matthias Tobler den erfolgreichen Absolventen in seiner Funktion als Präsident der Bildungskommission der Weintechnologen. „Mit dem Abschluss haben sie den ersten Schritt gemacht“, so Tobler. In einem durchaus humorvollen und zum Schmunzeln anregenden Rückblick blickten die Absolventen auch auf ihre Schul- und Ausbildungszeit zurück. Insbesondere die Fachexkursion in die Wachau war dabei ein zentrales und durchaus bereicherndes Erlebnis gewesen.
Danach gab es die Geschenke und Zeugnisse. Der Beruf des Winzers steht aber auch beim weiblichen Geschlecht hoch im Kurs, schlossen doch zehn Frauen diese Berufsausbildung erfolgreich ab. Mit der Traumnote von 5,9 schloss dabei die Luzernerin Nicole Theiler (Willisau) als beste Winzerin EFZ ab. Reto Wiesendanger (Ossingen ZH) wurde für die beste Vertiefungsarbeit geehrt, welche er über sein Hobby und grossen Leidenschaft rund um das Mofa verfasste. Bei den fünf erfolgreichen Weichtechnologen, wo mit Noemi Schneider (Meilen) auch eine Frau ihre Ausbildung mit Bravour beendete erreichte, schloss Silvio Kessler (Landschlacht TG) mit der Höchstnote von 5,4 als Klassenbester ab.

Quelle: RoMü
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