Management

Aktuelle Lage im Fleischmarkt

Die Auswirkungen der Coronakrise sind äusserst einschneidend und haben grosse Auswirkungen auf alle Marktpartner der Fleischwirtschaft. Der Verwaltungsrat von Proviande hat diverse Massnahmen beschlossen, um die Stabilität im Fleischmarkt zu erhalten und die Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch aus der Schweizer Produktion sicherzustellen. Die Produzenten sind aufgerufen, sich mit dem Angebot zurückzuhalten, Verarbeiter und der Handel sind aufgerufen, die Importe für die nächsten Wochen auszusetzen und Proviande beantragt beim Bundesrat die Unterstützung von Massnahmen zur Marktentlastung während dieser ausserordentlichen Marktlage.

Die Coronakrise hat negative Auswirkungen auf den Fleischkonsum, weshalb Proviande nun spezielle Massnahmen ergriffen hat.

(Bild: pixabay.com)

Publiziert am

Der Verwaltungsrat von Proviande hat am 25. März 2020 in einer Konferenz folgendes beschlossen:

  • die Importeure anzuhalten ab sofort den Import von noch nicht beschafftem Fleisch auszusetzen. Die bereits verzollte Ware soll besonnen zur Versorgung des Fleischmarktes eingesetzt werden.
  • dem BLW zu beantragen, die Importperioden für Rindfleisch (Nierstücke, Kühe in Hälften, Verarbeitungsfleisch) um vier Wochen zu verlängern. Das bedeutet, dass bis zum 10. Mai 2020 keine weiteren Importmengen mehr freigegeben werden können und kein zusätzliches Rindfleisch importiert wird.
  • dem BLW zu beantragen, die Importperiode für Geflügel-, Lamm- und Pferdefleisch vom 01.01.2020 – 31.03.2020 um einen Monat bis Ende April 2020 zu verlängern. Importe aus der Freigabe für das 2. Quartal 2020 sind von dieser Periodenverlängerung nicht betroffen.
  • die per 1. April 2020 vorgesehenen Änderungen bei den Gewichtszuschlägen/-abzügen für Bankvieh bis auf weiteres auszusetzen. Erwartet wird dadurch eine temporäre Angebotsreduktion bei den Banktieren.
  • beim Bundesamt für Landwirtschaft eine Prüfung zu beantragen, ob per Notrecht ein Importstopp verfügt werden kann und wenn ja unter welchen Bedingungen.
  • beim Bundesrat eine Kostenbeteiligung an Marktentlastungsmassnahmen zu beantragen, um Preiszusammenbrüche zu vermeiden und Überschüsse auf dem Bankvieh-, Kuh- und Kälbermarkt durch Einfrieren des Fleisches vorübergehend vom Markt nehmen zu können.

Quelle: Proviande

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