Landtechnik

Komfortables Arbeiten am Hang

Die in Berggebieten genutzten Maschinen weisen sehr spezifische Eigenschaften auf. Die Motormäher sind aufgrund ihrer Ausstattung zur Erhöhung von Komfort und Sicherheit auch für den Einsatz in Talregionen geeignet. Bei der Reform Motech RM-Linie sind Lenkung und Steuerung besonders benutzerfreundlich.

Motech RM 22.23

Der Motech RM 22.23 mit Zweizylindermotor ist mit einem Drei-Meter-Fingerbalken ausgestattet. Durch die DualDrive Steuerungkann die Fahrtrichtung mit der linken Hand und die Fahrgeschwindigkeit mit der rechten Hand bestimmt werden.

(Bild: Jean-Pierre Burri)

Publiziert am

Graubünden, bekannt für seine grossartige Landschaft, ist im Sommer wie im Winter eine beliebte Tourismusregion. Die Gemeinde Breil / Brigels bildet da keine Ausnahme. In der Landwirtschaft und insbesondere in der Milchproduktion müssen sich die Arbeitsgeräte speziell für Bergzonen eignen. Auf dem Betrieb von Alfred Cathomas wird das Mähermodell Motech RM 22.23 eingesetzt.

reform motech

Motor und Antrieb

Der Reform Motech RM 22.23 ist mit einem Zweizylinder-Viertakt-Benzinmotor von Briggs & Stratton mit einer Leistung von 23 PS ausgestattet. Das Antriebsgehäuse ist das tragende Element, zentral positioniert und mit integrierter Achse, wodurch auch in Hanglagen und mit schweren Geräten ein gutes Gleichgewicht gewährleistet ist. Der Fahrantrieb erfolgt über eine Hydraulik-Pumpe, die das Öl zu den beiden Hydraulikmotoren direkt an den Rädern schickt, was einen kontinuierlichen Antrieb gewährleistet.

Durch den stufenlosen, hydrostatischen Fahrantrieb können die Anbaugeräte mechanisch unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit stets mit der optimalen Arbeitsdrehzahl betrieben werden. Für den Einsatz an Steillagen ist der Motor mit einer Schleuderschmierung, einer Benzinpumpe und einem Luftfilter sowie einem Elektrostarter ausgestattet.

Lenksystem

Beim Reform Motech RM 22.23 kann mit Hilfe eines Hebels von der Lenk-holm-Aktivlenkung auf Hebellenkung umgeschaltet werden. Bei beiden Varianten erfolgt der Richtungswechsel durch Veränderung der Ölmengenverteilung zu den Radmotoren. Der Lenkholm ist höhen- und seitenverstellbar und kann um 180 Grad gedreht werden. «Ich verwende ausschliesslich die Hebellenkung, die in unseren Hanglagen weitaus sicherer ist. Die Vibrationen am neuen Mäher sind im Vergleich zu den älteren Modellen deutlich reduziert. Ganz besonders schätze ich die Zero-Turn-Funktion, bei der die Räder in entgegengesetzter Richtung drehen und dadurch das Wenden an Ort und Stelle ermöglichen», ergänzt Alfred Cathomas.

Steuerung

Grundsätzlich ist dieser neue Mäher bei Rapid mit dem Drehgriff und bei Reform mit der DualDrive Vorschubsteuerung verfügbar. «Ich habe mich für die DualDrive Steuerung entschieden. Die Wahl der Fahrtrichtung, sprich Vorwärts- und Rückwärtsgang sowie die Nullstellung, erfolgt am linken Holm über ein rastriertes Daumenrad, zudem wird die vorgängige Fahrgeschwindigkeit gespeichert. Am rechten Holm stelle ich mit einem Daumenrad die Fahrgeschwindigkeit ein. Am gleichen Holm befindet sich auch ein Taster für die Aktivierung der Zapfwelle», erklärt Alfred Cathomas während einer Testfahrt im Feld.

Der Mäher ist mit einem Stachelwal-zen-Raupensystem ausgestattet, das wie eine Schneekette an den Reifen befestigt wird. Der RM 22.23 wird zum Mähen und gelegentlich zum Hinunterschieben des Futters an den Steilhängen eingesetzt. Alfred Cathomas besitzt zudem einen Mounty 100 sowie einen Muli mit PrimAlpin Ladewagen. Er arbeitet sehr gern mit seinen Reform Maschinen und schätzt ganz besonders den Service sowie die Beratung der Marke. 

«Für den ganzen Betrieb benötige ich nur einen einzigen Mäher»

Die Gemeinde Breil/Brigels in der Bündner Region Surselva liegt auf 1300 Meter über Meer und besteht aus fünf Dörfern. Bereits die Anreise von Chur mit der Rhätischen Bahn durch eindrückliche Schluchten macht einen Besuch lohnenswert.

Vor 22 Jahren übernahm Alfred Cathomas am Dorfrand von Breil/Brigels einen Bauernbetrieb. Er war der erste Landwirt im Dorf, der auf Bioproduktion umstieg. Derzeit produzieren alle Bauern im Dorf biologisch. Für Alfred Cathomas hat neben den ethischen und menschlichen Werten im beruflichen und sozialen Leben auch deren gegenseitige Vereinbarkeit einen hohen Stellenwert.

Vor über fünfzig Jahren hat sich die Senne-rei- und Käsereigenossenschaft mit Investitionen für die lokale Entwicklung eingesetzt und eine Zuleitung erstellt, um die Milch von der Alp zur Dorfkäserei zu führen. Gegenwärtig vermietet die Genossenschaft die Anlage an einen jungen Käser, der Bündner Bio-Bergkäse produziert. In einem ausserhalb des Dorfes gelegenen Schweinestall, den Alfred Cathomas und drei weitere Landwirte gemietet haben, wird die Käsereimolke für die Schweinemast verwendet.

Der Betrieb von Alfred Cathomas liegt in der Bergzone III mit überwiegend steilen Hanglagen. Seit über zwanzig Jahren setzt er dafür auf die Berglandtechnik von Reform. Das gesamte Heu für die 43 RGVE wird mit einem Motormäher gemäht. In diesem Jahr hat er seinen bisherigen Mäher gegen den neuen Reform Motech RM 22.23 eingetauscht. «Mit dem drei Meter breiten Mähbalken können sowohl Hänge als auch Flächen in der Ebene ohne Maschinenwechsel gemäht werden. Somit benötige ich für den ganzen Betrieb nur einen einzigen Mäher», meint Cathomas beim Besuch der UFA-Revue auf seinem Betrieb, von dem aus man eine unvergleichliche Aussicht ins Tal Richtung Disentis/Mustér geniesst. «Einen Wunsch hätte ich noch: Die Maschine sollte auf flachem Gelände etwas schneller fahren können», ergänzt Alfred Cathomas.

Auf dem Betrieb geht die Arbeit mit dem Milchvieh und dem neuen Hühnerstall für die 2000 Legehennen nicht aus. Daher freut sich die Familie Cathomas auf die Rückkehr von Toni, einem ihrer Söhne, der gerade die landwirtschaftliche Lehre abgeschlossen hat.


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