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Betriebsführung

16 tödliche Unfälle im ersten Halbjahr

Die Erhebung der diesjährigen tödlichen Arbeitsunfälle in der Landwirtschaft zeigt vergleichbare Zahlen mit 2019. Hauptgründe für die Unfälle von Anfang Januar bis Ende Juni 2020 waren Fahrzeugstürze und Unfälle bei der Waldarbeit.

Trister Acker
(pixabay.com/Arcaion)

Publiziert am

Im ersten Halbjahr 2020 haben die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) und agriss 16 tödliche Unfälle im Zusammenhang mit der Landwirtschaft aus Medien- und Polizeiberichten erhoben. Die Zahlen liegen auf ähnlichem Niveau wie die 18 tödlichen Unfälle im ersten Semester des Vorjahrs.

Fahrzeugstürze als Hauptunfallursache bei landwirtschaftlichen Arbeiten

Fünf Personen verloren ihr Leben aufgrund eines Fahrzeugsturzes mit Überschlag im Gelände oder infolge Abkommen von der Fahrbahn. Eine Person wurde infolge eines Aufpralls aus dem Traktor geschleudert und in der Folge vom landwirtschaftlichen Anhänger überrollt, eine weitere Person geriet beim Arbeiten im Bereich eines manövrierenden Traktors unter das Fahrzeug. Beim Abhängen eines Anbaugerätes wurde eine Person zwischen dem Gerät und dem Traktor eingeklemmt und tödlich verletzt.

Viele Todesfälle bei Waldarbeiten

Sechs Personen wurden bei Fällarbeiten im Wald durch die fallenden Baumstämme oder zurückschlagende Baumteile getroffen. Eine Person wurde bei Aufräumarbeiten durch einen ins Rutschen gekommenen Stamm erfasst und tödlich verletzt.

Auch eine Drittperson ist betroffen

Im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Ereignissen hat eine Drittpersonen ihr Leben verloren. Beim Kreuzen eines Anhängerzuges stürzte die Person von ihrem Fahrrad und geriet unter den Anhänger. 

Datenerhebung nicht vollständig

Für landwirtschaftliche Unfälle besteht keine Meldepflicht, daher können keine statistisch verlässlichen Aussagen gemacht werden. Ein Vergleich der eingegangenen Meldungen des aktuellen und des Vorjahres zeigen jedoch eine kaum rückläufige Tendenz.

Sensibilisierung und Prävention ist wichtig

Mit der Kampagne «Schon geschnallt?» informiert, sensibilisiert und motiviert die BUL für das Nachrüsten und Tragen der Sicherheitsgurte auf landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Der Zustand der Fahrerschutzkabinen von Unfallfahrzeugen zeigt oft einen genügend grossen Schutzraum, dass eine angegurtete Person mit grosser Wahrscheinlichkeit hätte überleben können. Auch im Bereich Forstarbeiten wurde über die Fachpresse und via Newsletter zu verschiedenen Präventionsmassnahmen informiert. Die Beratungs- und Weiterbildungsangebote der BUL zur landwirtschaftlichen Unfallprävention stehen allen Betrieben offen und helfen, Risiken im Arbeitsalltag zu minimieren.

Quelle: Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL)
BUL l Picardiestrasse 3 l 5040 Schöftland l +41 62 739 50 40 l bul@bul.ch l www.bul.ch

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