markus-winkler-K4U60JukkHM-unsplash (1)

Publiziert am

Die Saat stressfrei und mit optimalen Bedingungen in den Boden zu bringen, wünscht sich jeder Landwirt. Voraussetzung ist ein schöner Herbst, wie wir ihn seit einigen Jahren vermehrt haben. Trockene Sommer und eine frühe Ernte der Vorkultur erlauben eine baldige Saat der nächsten Kultur. Selbst Wintergetreide, bei dem vor allem Ungräser wie Ackerfuchsschwanz ein grosses Problem sind, wird immer zeitiger gesät. Wer früh sät sollte bereits eine Herbizidbehandlung im Herbst anstreben. Diese ist nicht nur gegen breitblättrige Unkräuter wichtig, sondern vor allem im Kampf gegen den Ackerfuchsschwanz essenziell. Wer nämlich zu spät im Frühling behandelt, bekommt ihn nicht mehr in den Griff. Durch den Einsatz von Herbiziden mit Bodenwirkung wird die Keimung von Sämlingen verhindert. Nach dem Motto: Wo nichts ist, muss nichts behandelt werden. Zudem steht eine gewisse Sicherheitsstrategie dahinter, falls im Frühjahr keine rechtzeitige Behandlung durchgeführt werden kann. Dies ist vor allem bei nassen und frostreichen Frühjahren ein weiterer Pluspunkt, denn bei Frost sind die Kulturen geschwächt und anfällig für Schäden durch Herbizide. Dies kann je nach Schweregrad viele Kilogramm im Kipper verschwinden lassen.

Expertentipp

Darf ich mein Getreide im Vorauflauf behandeln?

Im ÖLN grundsätzlich ja, jedoch darf bei IPSuisse nicht im Vorauflauf behandelt werden. Es gilt zu beachten, dass Hafer kein Tarak verträgt. Golaprex Basic ist nun, ausser bei Hafer, auch im Vorauflauf zugelassen. Bei einer Vorauflaufbehandlung ist jedoch ein Spritzfenster anzulegen, um den Erfolg der Herbizidbehandlung zu kontrollieren. 

Weshalb sollte ich den Ackerfuchsschwanz im Herbst behandeln?

Es kann schwierig sein, das Problemunkraut im Frühling zu behandeln, da je nach Frühjahr keine zeitige Behandlung möglich ist. Wenn das Ungras bereits die Bestockung erreicht hat, stossen die zur Verfügung stehenden Mittel an ihre Grenzen.

Wie kann ich dem Ackerfuchsschwanz zusätzlich entgegenwirken?

Eine breit aufgestellte Fruchtfolge mit Hackfrüchten und Kunstwiesen kann selbst dem resistenten Fuchsschwanz entgegenwirken. Durch die Hackfrüchte können selektive Gräsermittel eingesetzt werden. Ein falsches Saatbett im Voraus und feinkrümelige oder gewalzte Saathorizonte helfen dem Bodenherbizid bei der Wirkung.

Was tun bei bereits vorhandenen Unkräutern?

Hier können Kontaktherbizide wie Derux gegen Gräser oder Cerelex gegen breitblättrige Unkräuter dazugemischt werden. Beide Mittel sind im ÖLN für die Herbstanwendung zugelassen. Ein Netzmittel ist als Zusatz nicht nötig.

Cyril Rennhard, Product Manager bei Stähler Suisse SA

Produktetipp

Meistgelesene Artikel

Diese Website verwendet Cookies.

Einige dieser Cookies sind unerlässlich, während andere uns helfen, Ihr Nutzererlebnis zu verbessern, indem sie uns Einblicke in die Nutzung der Website geben.

Ausführlichere Informationen über die von uns verwendeten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.

Einstellungen anpassen