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Pflanzenbau

Die Feldtage 2026 in der Hitzebilanz

Die Feldtage sind der grösste Feldversuch der Schweiz, und 2026 standen sie ganz im Zeichen von Hitze und Trockenheit. Wie sich die Sommerkulturen unter diesen extremen Bedingungen geschlagen haben, liefert wertvolle Erkenntnisse für die Praxis.

Die Hitze machte in dieser Maisparzelle an den Feldtagen 2026 Bodenunterschiede sichtbar, die in anderen Jahren kaum auffielen.

Die Hitze machte in dieser Maisparzelle an den Feldtagen 2026 Bodenunterschiede sichtbar, die in anderen Jahren kaum auffielen.

(Christoph Brönnimann)

Publiziert am

Beratungsdienst Landor

Auch die Feldtage 2026 waren stark von der anhaltenden Trockenheit und den hohen Temperaturen geprägt. Insgesamt zeigte sich deutlich, dass früh gesäte Sommerkulturen einen Entwicklungsvorteil gegenüber Kulturen hatten, die erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Boden kamen.

Dies zeigt sich auch im Vergleich zu den Winterkulturen wie Getreide und Raps. Diese konnten einen erheblichen Teil ihrer Entwicklung bis zur Abreife bereits vor Beginn der ausgeprägten Trockenheit und Hitze abschliessen und waren dadurch weniger stark von den späteren Wetterextremen betroffen.

Der frühe Vogel...

Bei früh gesäten Sommerkulturen wie Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben konnten sich die Bestände im Frühjahr bei noch ausreichender Wasserversorgung gut entwickeln, ein kräftiges Wurzelsystem ausbilden und Ertragspotenzial aufbauen. Mit zunehmender Trockenheit und Hitze kam die Entwicklung jedoch teilweise nahezu zum Stillstand, was sich entsprechend auf die Erträge auswirkte.

Neben der Trockenheit stellte insbesondere die anhaltende Hitze eine grosse Belastung für die Kulturen dar. Mehrere Perioden mit Temperaturen über 30 °C führten zu erheblichem Hitzestress. Teilweise zeigten selbst bewässerte Bestände trotz ausreichender Wasserversorgung einen deutlichen Wachstumsstopp. Dies verdeutlicht, dass bei extremen Temperaturen nicht allein die Wasserverfügbarkeit für die Entwicklung der Pflanzen entscheidend ist.

Temperatursumme fordert den Mais

Der Mais profitierte zunächst vom günstigen Frühjahr und zeigte eine gute Jugendentwicklung. Früh gesäte Bestände konnten ein kräftiges Wurzelsystem entwickeln und waren dadurch besser auf die anschliessende Trockenperiode vorbereitet. Dennoch hinterliessen die lange Trockenheit, die hohen Temperatursummen und mehrere Hitzeperioden auch beim Mais deutliche Spuren. Die Entwicklung wurde frühzeitig abgeschlossen, was zu einer vorgezogenen Ernte führte.

Eine weitere Besonderheit des Jahres 2026 waren die deutlich sichtbaren Standortunterschiede innerhalb einzelner Parzellen. Bereiche, die in früheren Jahren kaum Unterschiede erkennen liessen, zeigten 2026 unter den extremen Bedingungen teilweise grosse Entwicklungsunterschiede (siehe Hauptbild). Dies hatte insbesondere Auswirkungen auf die Maissortenversuche. Die vorhandenen Standortunterschiede waren so ausgeprägt, dass die Sorten unter nicht vergleichbaren Bedingungen standen und die Ergebnisse deshalb nicht repräsentativ ausgewertet werden konnten.

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Ein Jahr zuvor war vom Problem nichts zu sehen: Die Maisfläche stand 2025 homogen da, ohne sichtbare Bodenunterschiede (vgl. Hauptbild)

(Christoph Brönnimann)

Sortenunterschiede bei Kartoffeln

Bei den Kartoffeln konnten insbesondere die Frühkartoffeln von der noch vorhandenen Feuchtigkeit im Frühjahr profitieren und entsprechend gute Erträge erzielen. Bei den Speisesorten zeigten sich dagegen deutliche Sortenunterschiede. Nicht alle Sorten kamen gleich gut mit der Trockenheit und Hitze zurecht. Bei einzelnen Sorten begann das Kraut bereits nach der ersten Hitzewelle frühzeitig einzuziehen, wodurch die weitere Ertragsbildung eingeschränkt wurde.

Besonders deutlich zeigten sich die Sortenunterschiede auch im Bewässerungsversuch. Die Sorte Donata überstand die Trockenheit und Hitze deutlich besser als Thalesse. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass auch eine ausreichende Wasserversorgung die Auswirkungen extremer Temperaturen nicht vollständig ausgleichen konnte. Bei Temperaturen über 30 °C kam es teilweise zu einem Wachstumsstopp.

Mit Tropfschläuchen konnte etwa die Hälfte der Wassermenge eingespart werden.

Im Bewässerungsversuch wurden Sprinklerbewässerung, Tropfschläuche sowie Tropfschläuche mit Fertigation einer unbewässerten Variante gegenübergestellt. Alle Bewässerungsverfahren führten zu deutlichen Mehrerträgen. Bei Thalesse betrug der Mehrertrag rund 30–40 %, bei Donata rund 25 %. Bemerkenswert war zudem der deutlich geringere Wasserverbrauch der Tropfbewässerung. Im Vergleich zur Sprinklerbewässerung konnte mit den Tropfschläuchen etwa die Hälfte der Wassermenge eingespart werden.

Zuckerrüben ohne Spitzenerträge

Auch die Zuckerrüben profitierten von der frühen Saat und konnten sich bei noch ausreichender Wasserversorgung gut entwickeln. Das früh gebildete und kräftige Wurzelsystem half den Pflanzen, die anschliessende Trockenheit und Hitze vergleichsweise gut zu überstehen. Dennoch ist aufgrund der extremen Witterungsbedingungen nicht mit Spitzenerträgen zu rechnen.

Sonnenblume mit guten Erträgen

Die Sonnenblumen kamen mit den Bedingungen vergleichsweise gut zurecht. Erst nach der Kornbildung wirkten sich die Trockenheit und die hohen Temperaturen stärker auf die Bestände aus. Dies führte zu einer frühen Abreife und damit zu einer vorgezogenen Ernte. Trotz der schwierigen Bedingungen konnten bei den Sonnenblumen gute Ertragsergebnisse erzielt werden.

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