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Pflanzenbau

Erfolg mit starkem Raps

Die Vorbereitung auf die Rapsaussaat ist entscheidend für einen erfolgreichen Kulturstart. Diesen Frühling wuchsen wieder viele Winden, Disteln, Blacken und Klebern auf den Feldern, weshalb vielerorts Nachbehandlungen im Getreide notwendig wurden, um den Drusch zu erleichtern.

Erfolg mit starkem Raps

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Für eine nachhaltige Bekämpfung bleibt jedoch die konsequente Stoppelbehandlung unerlässlich. Dabei ist Geduld gefragt, denn eine wirksame Anwendung setzt genügend Blattmasse voraus. Bis zur nächsten Bodenbearbeitung oder Aussaat sollte mindestens vier Tage gewartet werden, damit sich das Totalherbizid bis in die Wurzeln verteilen kann. Auf sauberen Feldern gelingt der Start der Folgekultur deutlich besser. Saattermine ab dem 20. August haben sich je nach Region gut bewährt, da sich die Pflanzen so gut etablieren und widerstandsfähiger gegenüber dem Erdfloh sind. In trockenen Jahren ist jedoch der Zeitpunkt vor Niederschlägen entscheidend. Ein gleichmässiger Feldaufgang ist nur bei ausreichender Feuchtigkeit möglich und erleichtert später den gezielten Einsatz von Wachstumsregulatoren. Gut entwickelte Pflanzen bilden mehr Seitentriebe für das Folgejahr, wofür auch eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen bereits im Herbst wichtig ist.

Expertentipp

Wird mein Raps bei einer frühen Saat nicht zu gross?

Ein kräftiger Raps ist entscheidend, um Schädlingen, Krankheiten und Frost standzuhalten. Eine gut entwickelte Pfahlwurzel sichert die Nährstoffversorgung und steigert die Effizienz deutlich. Oft wächst der Raps im Keimblattstadium dem Rapserdfloh davon, sodass sich die Bekämpfung auf die Larven im Oktober konzentrieren kann.

Warum früh Wachstumsregler einsetzen?

Bei stark entwickeltem Raps sollte bereits im frühen 4-Blatt-Stadium eine erste verkürzende Massnahme geprüft werden. Befindet sich der Raps schon im Längenwachstum, lässt er sich nur noch schwer bremsen und benötigt höhere Aufwandmengen, was die Pflanzen unnötig stresst. Eine Splittanwendung von Medax mit je 0,5 l / ha fördert bereits im Herbst die Seitentriebanlage für das Folgejahr.

Was ist bei Erdflohbehandlung wichtig?

Der Rapserdfloh kann im Keimstadium erhebliche Schäden verursachen. Daher sollte der Befall ab dem Keimblattstadium regelmässig kontrolliert werden. Wird die Schadschwelle erreicht, empfiehlt sich der Einsatz von TAK 50 EG oder Deltastar, stets in konditionierter Spritzbrühe mit X Change (0,2 l / 100 l Wasser zur Anpassung von pH-Wert und Härtegrad) sowie dem Netzmittel Sticker (0,15 l / ha).

Welche Spurenelemente braucht Raps im Herbst? 

Mikronährstoffe sollten bereits im Herbst zugeführt werden. Entscheidend sind dabei Bor, Magnesium, Mangan und Molybdän. Mit Green On Plus (500 g / ha) und Goemar Multi (2 – 3 l / ha) werden alle Mikronährstoffe direkt über das Blatt aufgenommen. Separate Überfahrten sind nicht erforderlich.

Cyrill Rennhard, Product Manager bei Stähler Suisse SA

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