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Pflanzenbau

Trockentolerante Gründüngung mit Chia

Wenn Hitze und Trockenheit den Zwischenfruchtbau fordern, braucht es robuste Lösungen. Chia zeigt überraschendes Potenzial: trockenverträglich, schnell wachsend und konkurrenzstark. Eine interessante Option für stabile Bestände unter schwierigen Bedingungen.

Trockentolerante Gründüngung mit Chia

Publiziert am

PM Feldsamen/Gründüngungen, UFA-Samen

Im Juli und August treten regelmässig sehr heisse und trockene Phasen auf. Wer die Bodenfeuchtigkeit optimal nutzen will, sät die Gründüngung direkt nach der Ernte. Besonders vor Herbstsaaten wird so das Wachstumspotenzial im kurzen verfügbaren Zeitfenster optimal ausgeschöpft. Gleichzeitig beschattet die Gründüngung den Boden und schützt ihn vor unerwünschter Erhitzung. Doch der Unkrautdruck ist in dieser Zeit hoch. Hirse, Amarant oder Ausfallgetreide konkurrieren um Wasser und Nährstoffe. Für eine erfolgreiche Etablierung braucht die Gründüngung trockenverträgliche, hitzebeständige und konkurrenzstarke Arten. Chia (Salvia hispanica) erwies sich dabei als vielversprechend.

Chia ist mit Salbei verwandt

Chia stammt aus Mexiko und Zentralamerika und ist hierzulande vor allem als Müesli-Zutat bekannt. Chia ist mit Salbei verwandt und gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie wächst schnell, liebt Wärme und kommt gut mit trockenen Bedingungen zurecht. Diese Eigenschaften machen sie für den Einsatz als Gründüngung interessant. UFA Rapivert ist die erste Gründüngungsmischung mit Chia. Die Aussaat als Mischung ist auch bei Chia derjenigen als Einzelkomponente vorzuziehen, da Mischungen erfolgreicher, robuster und sicherer sind. Lippenblütler spielen in der Schweizer Landwirtschaft bisher eine untergeordnete Rolle und erweitern damit die Fruchtfolge sinnvoll. Chia gilt als fruchtfolgeneutral. Zudem bildet sie in unserem Klima keine Samen aus und friert bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ab.

Hochwachsend mit tiefem Wurzelsystem

Die sehr kleinen Samen haben ein Tausendkorngewicht von rund 1,3 Gramm. Für einen guten Feldaufgang ist daher eine flache Ablage entscheidend: Eine Saattiefe von ein bis maximal zwei Zentimetern in ein gut vorbereitetes Saatbett hat sich bewährt. Als wärmeliebende Gründüngung entfaltet Chia ihr Potenzial bei einer Aussaat zwischen Anfang Juli und Mitte August. Erfolgt die Saat später, bremsen tiefere Temperaturen und kürzere Tage das Wachstum, sodass die gewünschte Bestandesentwicklung meist ausbleibt. Im Feld entwickelt Chia einen hochwachsenden Bestand und ein ausgeprägtes Wurzelsystem. Neben einem dichten Wurzelbüschel bildet sie – je nach Bodenverhältnissen – auch eine kräftige Pfahlwurzel aus. Diese intensive Durchwurzelung verbessert die Bodenstruktur und fördert die gewünschte Bodengare.

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