Die besten Erfolge gegen den Ackerfuchsschwanz bringt eine chemische Bekämpfung mit Roundup PowerMax, gefolgt von einem späteren Pflugeinsatz mit Scheinsaatbeet vor dem Wintergetreide. Bei schweren Böden hat die mehrmalige Bearbeitung durch die Verwitterung den Vorteil, dass grobe Kluten gebrochen und so zu Feinerde werden. Der trockene Sommer verhinderte die Keimung vieler Samen. Damit diese nicht in der Nachfolgekultur zu Problemen führen, empfiehlt sich hier besonders der Pflugeinsatz.
Expertentipp
Wie gelingt die beste Herbizidstrategie?
Besonders der Ackerfuchsschwanz braucht eine starke Wirkstoffkombination. Mit Golaprex Basic lässt sich die Dosierung je nach Bodentyp und Befallsdruck flexibel zwischen 1 und 2 Litern pro Hektare anpassen. Wichtig ist zudem eine ausreichende Saatgutbedeckung: Mindestens 2 – 3 cm Erde über dem Korn verhindern, dass der Bestand im Winter ausdünnt.
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung?
In Problemzonen mit Ackerfuchsschwanz und Raygras sollten Tarak und Golaprex Basic zwingend im Vorauflauf direkt nach der Saat auf feuchten Boden ausgebracht werden. Trocknet der Boden vorher aus, sinkt die Wirkung der Bodenherbizide erheblich.
Was muss bei der Behandlung beachtet werden?
Bei der Vorauflaufbehandlung sind die Bodenfeuchte und das feine Saatbett besonders wichtig. Bei Trockenheit die Dosierung von Golaprex Basic anpassen und im Nachauflauf behandeln. Als Mischpartner bei bereits aufgelaufenen Unkräutern Cerelex 0,75 l/ha oder Derux 0,9 l/ha bei Gräsern einsetzen.
Gibt es weitere wichtige Punkte?
Früh Saaten unbedingt vermeiden und diese von Mitte September auf Mitte Oktober verlegen. Die gewonnene Zeit für das Scheinsaatbett nutzen und auch in anderen Kulturen konsequent bekämpfen. Für eine bessere Verträglichkeit im Nachauflauf Green On oder Triagol zugeben. Bei starkem Druck von Ackerfuchsschwanz oder Raygras ist der Einsatz von Vorauflaufherbiziden in IP-Suisse Getreide ohne Sonderbewilligung erlaubt.
Cyrill Rennhard, Product Manager bei Stähler Suisse SA







