Pflanzenbau

Tierische Produkte dank Eiweiss

Eiweiss ist ein wichtiger Baustoff für tierische Produkte. Fehlen wichtige Aminosäuren wie Lysin oder Methionin, ist der Proteinaufbau im Körper limitiert. Dies wirkt sich negativ auf die Qualität der Produkte, die Leistungsbereitschaft und nicht zuletzt auf die Gesundheit der Tiere aus.

Ackerbohnen können den Inlandanteil des Biofutters erhöhen. 

(Martina Hauser)

Publiziert am

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Besonders in der Schweine- und Geflügelfütterung ist es zwingend, die Eiweissfraktion zu berücksichtigen. Fleisch und Eier bestehen zu grossen Teilen aus Eiweiss, daher haben die Tiere auch einen hohen Aminosäurenbedarf. Sie können nicht, wie die Wiederkäuer im Pansen, Mikrobenprotein herstellen und nutzen. Deshalb müssen bei der Rationsgestaltung die wichtigsten Aminosäuren Lysin, Methionin, Threonin und Tryptophan beachtet werden.

Das Gesetz des Minimums

Das Gesetz des Minimums ist auch in der Tierernährung zentral. Hat der Organismus beispielsweise zu wenig verdauliches Lysin zur Verfügung, sind das Wachstum respektive die Eierbildung beschränkt, obwohl die anderen essentiellen Aminosäuren in genügender Menge vorhanden wären. Die anderen Aminosäuren, die aufgrund des Fehlens von Lysin nicht vollständig verwertet werden können, scheidet das Tier in Form von Harnstoff und Ammoniak aus, was die Umwelt und den Stoffwechsel des Tieres belastet. Ein grosses Manko an einer oder mehreren Aminosäuren, wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus.

Unterschiedliche Aminosäurenmuster

Nicht alle Eiweissquellen sind gleich gut verdaulich. Je mehr das Aminosäurenmuster des verfütterten Eiweissträgers dem des Tieres entspricht, desto besser kann das Tier das Futter verwerten. Das Aminosäurenmuster von Sojakuchen sowie dessen Rohproteingehalt sind für das Herstellen von Futtermitteln wie Eiweissergänzungs-, Schweine- und Geflügelfutter sehr interessant. Jedoch gerät der Sojaeinsatz in der Schweizer Tierfutterindustrie zunehmend unter Druck. Ab 2019 darf zum Beispiel für die Produktion von Knospe-Futtermittel nur noch EU-Soja verarbeitet werden. UFA setzt bereits heute auf den Einsatz von Donau- und EU-Soja für die Herstellung ihrer Bio-Futtermittel. Einige Labels gehen soweit, den Sojaeinsatz künftig ganz zu verbieten. Daher sind Alternativen gesucht.

Tiffany für Mastschweine?

Zurzeit läuft ein durch die UFA lancierter Anbau-, Verarbeitungs- und Fütterungsversuch mit der Bio-Ackerbohne Tiffany. Dank dem hohen Rohprotein-, dem Tannin- und dem stark reduzierten Vicin- und Convicingehalt soll diese Sorte interessant für den Einsatz in der Schweine fütterung sein. In Zusammenarbeit mit LANDI, UFA-Samen, fenaco-GOF, UFA-Bühl und den Produzenten, wird die Eignung dieser Ackerbohne in der Schweinemast untersucht. Die rund 25 Hektaren der Bio-Ackerbohne Tiffany befinden sich in der Region der LANDI Bipp-GäuThal AG. Falls sich die Ackerbohnensorte Tiffany beweist, könnte der Inlandanteil an eiweissreichen Futterkomponenten in der Bio-Schweineproduktion erhöht und dadurch die Regionalität von UFA Bio-Schweinefutter gesteigert werden.

Weitere positive Eigenschaften

Nebst den interessanten futtertechnischen Aspekten für Bio-Schweine, bringt diese Pflanze noch weiteren Nutzen. Der Anbau kann eine Fruchtfolge bereichern, denn die Leguminose fixiert Luftstickstoff im Boden. Zudem bilden die zusätzlichen Ernterückstände organisches Material für die Humusbildung. Durch eine weite Fruchtfolge kann auch der Krankheits- und Schädlingsdruck besser reguliert werden. Die ertragsstarke, buntblühende Sorte verschönert zusätzlich das Landschaftsbild und fördert die Biodiversität. 


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