category icon

Landleben

Gärtnern auf dem Hügelbeet

Hügelbeete sind im Trend. Kein Wunder: man kann sie das ganze Jahr über anlegen, der hauseigene Kompost wird zum Dünger und durch die warmen Temperaturen im Beet gedeihen die angebauten Mischkulturen besonders rasch.

Grafik_D_LL_WERK

Publiziert am

Auf wenig Platz lässt sich mit einem Hügelbeet reichlich Ertrag erwirtschaften. Dabei verwandeln Mikroorganismen wie Würmer, Asseln und Pilze die Gartenabfälle und den Kompost in fruchtbaren Humus, auf dem sich besonders gut gärtnern lässt. Durch diese Mikroorganismen entsteht auch Wärme. Zudem treffen auf die vergrösserte Bodenoberfläche mehr Sonnenstrahlen. In den Poren, in die das Regenwasser sickert, wird diese Wärme dann gespeichert. Dadurch wachsen die Pflanzen besonders gut und auch schnell. Somit kann man mit einer früheren Ernte rechnen.

Durch die Höhe der Hügelbeete gestaltet sich das Gärtnern um einiges rückenschonender als bei herkömmlichen Beeten, da man sich weniger bücken muss.

Es ist grundsätzlich das ganze Jahr über möglich, ein Hügelbeet anzulegen. Der Herbst eignet sich dafür allerdings am besten, da in dieser Zeit viel Schnittgut und Gartenabfälle anfallen.

Schritt 1

Einen sonnigen Platz im Garten aussuchen mit Platz für ein Beet von etwa zwei mal vier Metern.

Schritt 2

Den Boden am vorgesehenen Platz spatentief abtragen.

Schritt 3

Als Schutz gegen Wühlmäuse den Untergrund mit einem Maschendraht (Maschenweite maximal 13 mm) auslegen.

Schritt 4

Zuerst eine etwa 40 cm hohe Schicht aus grob zerkleinerten Ästen, Stämmen oder Zweigen dicht aufeinanderschichten. Danach bis auf 80 cm Höhe mit Stroh, Grasschnitt oder ähnlichem auffüllen. Fast alle organischen Gartenabfälle können hier verwendet werden. Einzig samentragende Wildkräuter oder Blumen sollten vermieden werden, da diese das Beet überwuchern und die Kultur des Gemüses erschweren. Die Schicht gut andrücken.

Schritt 5

Eine letzte Schicht aus Kompost mit circa 25 cm bis 40 cm Höhe auftragen und am Schluss mit Gartenerde bedecken. Diese Schicht kann bereits mit organischem Dünger angereichert werden, was dem angepflanzten Gemüse einen zusätzlichen Wachstumsschub verleiht.

Schritt 6

Alle Schichten gut andrücken, Mischkulturen sähen und bewässern.

Tipps

Gestaltet man das Hügelbeet leicht terrassenförmig, läuft das Wasser weniger schnell herunter und versickert langsamer. Es hilft auch, auf dem Scheitel des Beets eine kleine Rinne zu formen.

Das Beet kann mit allerlei Mischkulturen bepflanzt werden. Es gilt dabei nur zu beachten, welche Kulturen sich nicht vertragen.

Durch die Arbeit der Mikroorganismen sackt das Beet nach gewisser Zeit in sich zusammen. Im Herbst des dritten Jahres sollte das Beet daher neu angelegt werden.

So könnte eine erste Ernte aussehen. (Bild: Ursula Schmid)

Schwein

Agrarquiz: Darmgesundheit beim Schwein

Hier gehts um die Darmgesundheit beim Schwein. Was für Auswirkungen hat die Futterzusammensetzung beim Schwein? Oder was versteht man unter dem Begriff Mikrobiom? 

Zum Quiz
Getreide-Quiz

Getreide-Quiz

Testen Sie Ihre Fachkenntnisse. Machen Sie mit am Agrar-Quiz der UFA-Revue. Warum kann Mais als Vorfrucht im Weizen Probleme verursachen? Welchen Nachteil haben konventionelle Weizensorten oftmals im Bio-Anbau?

Zum Quiz

Meistgelesene Artikel

Damit diese Website ordnungsgemäß funktioniert und um Ihre Erfahrungen zu verbessern, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Cookie-Richtlinie.

  • Notwendige Cookies ermöglichen die Kernfunktionalität. Die Website kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren und kann nur durch Änderung Ihrer Browsereinstellungen deaktiviert werden.