Elektrische Motormäher und Einachser sind leise, emissionsfrei und erleichtern die Arbeit. Im Gegensatz zum Verbrennungsmotor hat der Elektroantrieb einen hohen Wirkungsgrad bei sehr geringen Energieverlusten und liefert beim Anfahren sofortige Leistung. Arno Lietha, Landwirt im bündnerischen Fideris, hat 2025 einen vollständig elektrisch betriebenen Monotrac-Einachser des Unternehmens Novaziun aus Rueun (GR) gekauft. «Der Elektromäher ist die ideale Maschine zur Elektrifizierung meines Betriebs», erklärt Lietha, der das Gerät momentan ausschliesslich zum Mähen seiner Wiesen in den Bergzonen III und IV einsetzt.
Konstruktion und Leistung
Die Konstruktion des elektrischen Mono-trac-Einachsers basiert auf zwei unabhängigen Radmotoren und einem Direktantriebsmotor für den Mähbalken. Da kein Hydrauliksystem verbaut ist, ist die Mechanik weniger komplex. Zudem bleiben Anbaugeräte von konventionellen oder elektrischen Maschinen unterschiedlicher Hersteller kompatibel.
Ein grosser Pluspunkt ist die sofortige Verfügbarkeit der Motorleistung. «Ich finde diesen Elektromäher sehr effizient und gar leistungsstärker als die herkömmlichen Mäher, die ich kenne», meint Lietha. «Bei intensiver Nutzung funktioniert der Mäher auf Wiesen mit hohem Futterertrag während drei bis vier Stunden, ohne nachzuladen», ergänzt der Landwirt. «Zudem ist der Einachser mit der Schnellladestation in nur 1,5 Stunden wieder aufgeladen». Die Erfahrungen haben ihn überzeugt: «Eine schöne, hindernisfreie Wiese mähe ich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 9 km / h und dem 3,4 m breiten Mähbalken.» Weiter hebt er auch die hochwertige Verarbeitung der Maschine hervor.
Arbeitskomfort und Ergonomie
Eine der wichtigsten Neuerungen mit einem elektrisch angetriebenen Einachser betrifft den Bedienkomfort. «Das Mähen ohne Lärm, Vibrationen und Gerüche verbessert die Arbeitsbedingungen entscheidend und macht vor allem das Tragen eines Gehörschutzes überflüssig», betont Lietha. Durch ergonomische Innovationen wie die automatische Gewichtsverteilung passt sich die Maschine dem Gelände an. «Ich finde es gut, die Achse nach vorne und hinten verschieben zu können und auf diese Weise den Mäher optimal auszubalancieren», sagt Lietha. Diese Anpassungsmöglichkeit ist besonders in hügeligem und alpinem Gelände nützlich, wo Stabilität und Balance entscheidend sind. Elektromäher zeichnen sich zudem durch geringere Kosten aus. Da weder Filter noch Motoröl oder Kühler zu überprüfen sind, ist der Wartungsaufwand äusserst begrenzt. Einzig das Messer erfordert regelmässige Pflege, denn hier sind, gleich wie bei Maschinen mit Verbrennungsmotor, scharfe Messer für einen sauberen Schnitt unerlässlich. Ausserdem bieten diese Maschinen eine bessere Vielseitigkeit. Sie können als Speicherbatterien, beispielsweise in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage, oder als mobile Energiequelle auf dem Betrieb eingesetzt werden.
Grenzen und Herausforderungen
Trotz zahlreicher Vorteile haben Elektromaschinen auch Nachteile. Die Autonomie hängt nach wie vor vom Leistungsbedarf und Anbaugerät ab und die Ladezeit erfordert eine Neugestaltung der Arbeitsorganisation. Weiter kann auch das höhere Gewicht von Nachteil sein. Es zeichnen sich jedoch Lösungen ab, etwa austauschbare Akkus, dank denen Unterbrüche verringert werden können. Elektromäher der neuen Generation sind ein Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Landwirtschaft. Ein Schnellladesystem und eine gut durchdachte Arbeitsorganisation gleichen die begrenzte Reichweite eines Mähers mit Batterieantrieb aus. «Selbst unter schwierigen Bedingungen erfüllt der elektrische Einachser die Anforderungen in der Praxis leise und leistungsstark», erklärt Arno Lietha abschliessend.
Arno Lietha, Landwirt«Der Motormäher ist die ideale Maschine für die Elektrifizierung auf meinem Betrieb.»







