Die DLG Systems & Components Trophy der Agritechnica zeichnet wegweisende technische Lösungen im Bereich landwirtschaftlicher Maschinenkomponenten aus. Die Jury würdigte insbesondere den neuen Systemansatz, der eine eigenständige Architektur für elektrische Traktoren schafft.
Verbesserte Energieeffizienz
Das Ziel des eTerradrive-Konzepts ist es, den elektrischen Traktor nicht nur emissionsfrei, sondern auch effizienter und, was die Konstruktion betrifft, einfacher zu gestalten. Dabei integriert das Konzept Arbeitsfunktionen – Fahrantrieb, Zapfwelle und Arbeitshydraulik – in einer kompakten elektrischen Antriebseinheit. Das System kombiniert zwei ölgekühlte Synchronmotoren mit einem integrierten Planetengetriebe. Einer der Elektromotoren übernimmt den Fahrantrieb, während der zweite Motor Zapfwelle und Hydraulik versorgt.
Durch diese Architektur können Getriebekomponenten, hydrostatische Einheiten, Kupplungen und Teile der hydraulischen Systeme entfallen. Das Ergebnis ist ein elektrischer Doppelantrieb mit optimierter Leistungsabgabe und bedarfsgerechter Nutzung der verfügbaren Energie. Ein weiterer Vorteil ist die Rückgewinnung von Energie, die beim Bremsen oder im Schubbetrieb ohne Einschränkungen bei der Arbeitsleistung in den Batterien gespeichert wird.
Kompakte Architektur
Die modulare Architektur des Systems ermöglicht den Einsatz in unterschiedlichen Fahrzeugplattformen – von Schmalspurtraktoren über kommunale Fahrzeuge bis hin zu klassischen landwirtschaftlichen Traktoren. Durch die hohe Integrationsdichte reduziert sich der Bauraumbedarf des Antriebssystems. Der dadurch gewonnene Platz kann für grössere Energiespeicher genutzt werden, wie zusätzliche Batterien oder Wasserstofftanks. Trotz der neuen Architektur bleibt das System kompatibel mit den etablierten Schnittstellen für landwirtschaftliche Anbaugeräte.







