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Kompromiss zwischen Temperatur und Komfort

Ein gut isoliertes Gebäude verbraucht weniger Energie. Die Isolation trägt zu einem grossen Teil zu diesen Energieeinsparungen bei und führt ausserdem zu einem höheren Komfort. Die Wirkung des Isolationsmaterials hängt fast immer von der Dicke und der korrekten Anbringung der Isolation ab.

Schematische Darstellung der Energieverluste in Prozent in einem Einfamilienhaus von 100 m².

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Redaktor, UFA-Revue

In einem Wohnhaus ist eine effiziente Isolation der Garant für Behaglichkeit zu jeder Jahreszeit. «Im Winter sind Mauern, Fenster und Decken weniger kalt (von Hand fühlbar), weshalb man bereits 19 oder 20 °C als sehr angenehme Raumtemperatur empfindet. Bei kalten Oberflächen hingegen muss die Raumtemperatur stärker erhöht werden, damit das unangenehme Kältegefühl, welches sie verursachen, kompensiert werden kann», heisst es auf der Informationsplattform von Energie-Umwelt. Zudem kühlt das Gebäude bei einem Stromausfall weniger schnell aus.

Wie funktioniert die Wärmedämmung?

Der Wärmewiderstand ist die Fähigkeit des Materials, der Wärmeleitung durch Bewegung der Materie standzuhalten. Das beste Isolationsmaterial ist folglich die Leere: Ohne Materie erfolgt keine Wärmeleitung durch Bewegung. Neue Dämmstoffe nutzen dieses Prinzip aus. Das ist insbesondere bei Vakuum-Isolations-Paneelen (VIP) der Fall. Laut Energie-Umwelt ist «in den meisten herkömmlichen Isolationsmaterialien Luft eingeschlossen», die hauptsächlich für deren gute Qualität sorgt. «Wenn verhindert werden soll, dass die Isolation eines Gebäudes feucht wird, geschieht dies nicht nur des Fäulnisrisikos wegen. Wasser besitzt ganz allgemein einen schlechten thermischen Widerstand und mindert die Effizienz des Dämmmaterials beträchtlich». Die modernen Dop-pel- und Dreifachverglasungen mit einer oder zwei Wärmeschutzbeschichtungen strahlen einen Teil der Wärme in die Wohnung zurück (Infrarotstrahlung).

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Im Handel werden zahlreiche Wärmedämmer wie Glas- oder Steinwolle, Styropor, Holzfaser oder Schaf wolle angeboten.

(Bilder: Jean-Pierre Burri)

Isolations-Paneelen

Die Isolations-Paneelen aus mineralischen, synthetischen oder natürlichen Materialien wie Glaswolle, Steinwolle, Holzwolle, Platten aus Styropor, geschäumtem Polyurethan, Hanf, Stroh und andere sind von unterschiedlicher Effizienz. Aber selbst die Platten mit dem grössten Wärmeleitwiderstand müssen eine minimale Dicke von zwölf Zentimeter aufweisen, um die von den Kantonen empfohlene Norm zu erreichen. Der thermische Widerstand all dieser Materialen ist hauptsächlich auf die darin eingeschlossene Luft zurückzuführen. Bei der Wahl des Materials kann die Dämmeffizienz je nach Materialstärke, dem Preis, der Lebensdauer oder der Umweltverträglichkeit (bei der Herstellung, beim Transport und bei der Entsorgung) gewählt werden. Natürliche Materialien wie Hanf, Schafwolle usw. sind trotz allem oft gegen Insektenbefall, Schimmelbildung und mit Brandschutzmitteln behandelt.

Gebäudeisolation

Ein gut isoliertes Gebäude kann mit einem Niedertemperatursystem mit Heizkreislauf-Temperaturen von 30 bis 35 °C geheizt werden. Die hauptsächlichen Vorteile einer solchen Anlage sind die Reduzierung des Energieverlusts über die Rohrleitungen und die Nutzung von erneuerbaren Energien mit maximaler Effizienz durch Sonnenkollektoren oder einer Wärmepumpe.
In der Schweiz beträgt das Durchschnittsalter der Gebäude mehr als 45 Jahre, und ihre Lebensdauer liegt weit über 100 Jahren. Mehr als die Hälfte der Gebäude sind schlecht isoliert, was die Mauern, das Dach, die Fussböden und die Fenster betrifft. Wenn heute ein Heizkessel in die Jahre kommt, fragen sich viele Hauseigentümer, ob sie nicht eine wirtschaftlichere und umweltfreundlichere Heizung wählen sollen. In der Praxis sind die effizientesten Massnahmen in Sachen Energieverbrauch und Umweltschutz die Wärmedämmung des Gebäudes und der Ersatz der Fenster. So wird der Energieverbrauch tatsächlich gesenkt, was beim Einbau von Sonnenkollektoren oder einer Wärmepumpe ohne Verbesserung der Gebäudeisolation nicht der Fall ist.

Wohnkomfort

Das Gefühl von Behaglichkeit in einem Raum hängt nicht nur von der gemessenen Lufttemperatur ab. Die Temperaturen der Wände, Böden und Decken tragen ebenfalls dazu bei. Auch die Luftfeuchtigkeit und der Durchzug spielen eine wichtige Rolle. Im Winter kann in einem schlecht isolierten Gebäude wegen der Fensterscheiben und Aussenmauern, deren Temperaturen unter 20 °C liegen können, ein Gefühl von Kälte verspürt werden, auch wenn das Thermometer in der Raummitte 24 °C anzeigt. Beträgt die Aussentemperatur zum Beispiel 0 °C, weist die Innenfläche von einfachverglasten Fenstern nur rund 5 °C auf, wodurch der Raum als kalt empfunden werden kann. Hinzu kommt, dass die tiefen Temperaturen der Wände und Fenster kaum wahrnehmbare Luftbewegungen bewirken, die das Gefühl der Unbehaglichkeit verstärken, wie Energie-Umwelt informiert. Ein gut isoliertes Gebäude, mit dichten und isolierenden zwei- und dreifachverglasten Fenstern bietet eine ausgeglichenere Atmosphäre, weil das Verhältnis zwischen Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgewogen ist.
Der Einbau von Isolationsmaterial erfordert fundierte Kenntnisse, damit ein zufriedenstellendes Resultat erzielt wird. Durch den Beizug eines Fachgeschäfts können Wärmebrücken und Feuchtigkeitsansammlungen in den verschiedenen Materialschichten vermieden und die Luftregulierung in den Räumen gewährleistet werden. So ist für mehrere Jahrzehnte für Wohnkomfort und Energieeinsparungen gesorgt. 

«Holz – eine erneuerbare und preiswerte Energie»

Die Schmid Gruppe AG ist ein Schweizer Familienunternehmen, das seit 1936 im Bereich der Holzenergie tätig ist. Der Hauptsitz befindet sich in Eschlikon (TG) mit Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Polen.
Das Unternehmen installiert Stückholz, Schnitzel und Pellets-Holzheizungsanlagen für Einfamilien häuser, Siedlungen und Hochleistungsfernheizungen. «Viele unserer Kunden, die eine Stückholzheizung installieren lassen, verwenden ihr eigenes Holz, wie zum Beispiel Schreinereien, oder sie verfügen über eigenen Wald», erklärt Patrick Salignat, Direktor der Filiale der Schmid AG in Moudon. «Einheimisches Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff mit einem hohen Brennwert dank einem leistungsstarken Feuerungssystem mit regulierter Holzvergasung. Holzheizungen verbrauchen wenig Strom. Die einfachen Modelle funktionieren mit lediglich zwei Ventilatoren», führt Patrick Salignat aus. «Die Lebensdauer einer Heizungsanlage hängt stark vom Unterhalt ab. Eine grosse Anzahl der Anlagen unserer Kunden funktioniert seit über 25 oder 30 Jahren», erklärt der Heizungsspezialist. Trotz der anfänglich etwas höheren Investition ist eine Holzheizungsanlage langfristig billiger.

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