AgroVet-Strickhof blickt auf zwei erfolgreiche Jahre zurück

Die beiden ersten Jahre von AgroVet-Strickhof waren geprägt durch eine intensive Forschungs- und Bildungstätigkeit

Das seit 2018 operative Bildungs- und Forschungszentrum AgroVet-Strickhof ist eine Kooperation von Strickhof, Universität Zürich und ETH Zürich.

Das seit 2018 operative Bildungs- und Forschungszentrum AgroVet-Strickhof ist eine Kooperation von Strickhof, Universität Zürich und ETH Zürich.

(Bild: AgroVet Strickhof)

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AgroVet-Strickhof, das Bildungs- und Forschungszentrum für Nutztiere, blickt auf zwei erfolgreiche operative Jahre zurück. Die Kooperation Strickhof, ETH Zürich und Universität Zürich ist stärker zusammengewachsen und setzt neue Massstäbe in Sachen Forschung und Bildung. Die Zahlen sprechen für sich: In den Jahren 2018 und 2019 entstanden jährlich über 40 publizierte wissenschaftliche Artikel. Ebenso erfolgreich präsentierten die Nachwuchswissenschaftler auf zahlreichen Fachtagungen im In-und Ausland ihre Projekte (50 in 2018, 92 in 2019).

Nicht weniger spektakulär zeigten sich Aus- und Weiterbildungen für angehende Veterinäre, Agrarstu-denten und Landwirtschaftsschüler sowie Praktiker. Dabei lag der Fokus vor allem auf dem Rindvieh: Die Laktationsphysiologie, Trächtigkeitsuntersuchung, Lineare Beschreibung und Kurse zur Klauen-pflege, um nur einige zu nennen. Aber auch das Pferd ist Bestandteil der Ausbildung. Die Pferdepfleger in Ausbildung konnten in Lindau beispielsweise die Anatomie und das Anlegen von Verbänden erproben.

Die Leitung Forschung und das Team haben alle Hände voll zu tun, denn seit der Eröffnung bis Ende des Jahres 2019 wurde bereits das 137. Forschungsprojekt eingereicht und bearbeitet. Neben den organisatorischen Belangen im Labor muss auch die Versuchsdurchführung mit dem Betrieb abgesprochen werden. Die Unterbringung und Versorgung der Tiere während der Durchführung der Forschungsprojekte muss gut durchdacht und vorbereitet werden. Forschungsprojekte zur Tiergesundheit sowie Fütterungsversuche zur Methanreduktion und zum Ersatz von Soja in Rationen bei landwirtschaftlichen Nutztieren konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Forschungsprojekte zum Thema Stallbodensanierungen, zur Digitalisierung und Gülleversuche sind ebenso im Portfolio.

Neben dem operativen Tagesgeschäft sind noch weitere Vorhaben durch die Leitung Forschung und das Team zu bearbeiten. Die Finalisierung des Umbaus in Früebüel wurde ebenso strukturiert und erfolgreich angegangen wie auch spezifische Baumassnahmen im Stoffwechselzentrum. So erfolgten technische Anpassungen bei den Respirationskammern für die Haltung von Mastrindern, Zuchtsauen und Mastschweinen, sowie die Installation einer automatischen Fütterung inklusive Silos für die Schwei-nehaltung. Um spezifische Versuchsfutter selbst am Standort produzieren zu können, ist AgroVet-Strickhof auch als Futtermittelhersteller registriert worden und befolgt die strikten Vorgaben bei der Futtermittelherstellung wie es beispielsweise auch bei Futtermühlen Anwendung findet.

Zahlreiche geführte Rundgänge (2018: 90; 2019: 68) deuten auf das grosse Interesse am neuen Campus in Lindau hin. So besichtigten in den vergangenen Jahren fast 7’000 Personen den Campus. Dabei wurden die zwei Grossveranstaltungen, die Swiss Cow und der AgriTechDay, am besten besucht (ca. 800 und 1’500 Besucher). Ausserdem nahmen viele Teilnehmer von Weiterbildungen die Möglichkeit wahr, sich nach dem Kurs von den Experten vor Ort die Stallungen erläutern zu lassen, wobei nicht selten spannende Diskussionen entstanden welche den Bedarf nach praxisbezogenen Forschung deutlich macht.

Es bleibt spannend für AgroVet-Strickhof und auch im Corona-Jahr 2020 wird weiterhin erfolgreich Ausbildung und Forschung betrieben, wenn auch anders als gewohnt.

Quelle: AgroVet-Strickhof

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