Claas beschleunigt den Wachstumskurs

Claas, einer der international führenden Landtechnikhersteller, konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2021 um 19 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 4,798 Milliarden Euro steigern (Vj. 4,042 Milliarden Euro). Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 357 Millionen Euro (Vj. 158 Millionen Euro). 

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«Claas konnte trotz Lieferengpässen und Pandemie auf Wachstumskurs gehen. Dabei gelang uns in allen Weltregionen ein zweistelliger Umsatzanstieg und eine deutliche Verbesserung der Ertragskraft», sagte Thomas Böck, Vorsitzender der Claas Konzernleitung.

Zu den Wachstumstreibern des Vorjahres in Nordamerika und Osteuropa kamen nun auch die für Claas wichtigen Kernmärkte in West- und Zentraleuropa mit Deutschland und Frankreich hinzu. Selbst in Grossbritannien konnte, trotz grosser Verunsicherung im Zuge des Brexit, ein deutlicher Zuwachs erzielt werden.

Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf neuem Höchstwert

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erreichten mit 262 Millionen Euro (Vj. 237 Millionen Euro) einen neuen Höchstwert. Einen wichtigen Schwerpunkt bildeten dabei weiterhin die Investitionen in neue Elektronikarchitekturen sowie in die Digitalisierung von landwirtschaftlichen Prozessen.

Die Sachinvestitionen von 138 Millionen Euro (Vj. 131 Millionen Euro) blieben auf hohem Niveau. Im Mai konnte die «Zukunftsfabrik» für Traktoren in Le Mans nach umfassendem Umbau wiederöffnet werden. Der offizielle Abschluss ging zeitlich fast nahtlos in die zweite Modernisierungsphase der Mähdrescherfertigung in Harsewinkel über, die inzwischen erfolgreich abgeschlossen ist. In nur fünf Monaten wurden über 15000 m² Produktionsfläche komplett erneuert. In beiden Werken kommen nun modernste fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz und erhöhen die Flexibilität und Effizienz. Deutlich erweitert hat Claas auch die Produktionskapazitäten im russischen Krasnodar, wo jetzt viermal so viele Mähdrescher wie noch vor fünf Jahren produziert werden können.

Erfolgreiche Produktoffensive

Mit innovativen Produkten und einem starken Vertrieb gelang es, neue Kunden für Claas zu gewinnen und bestehende Kunden erneut zu überzeugen: Mit 20 Mähdreschertypen der neuen Baureihe Trion wurde die 2019 gestartete Modelloffensive in der Erntetechnik fortgesetzt. Entsprechend dem Motto «Fits your Farm» erreicht Claas jetzt im mittleren Segment eine Varianten- und Ausstattungsvielfalt, die in dieser Mähdrescherklasse ihresgleichen sucht.

Wichtige Impulse gab es auch beim Traktor: Der Claas Axion 960 wurde dank seines selbstlernenden Fahrerassistenzsystems Cemos von einer internationalen Agrarjournalistenjury zum «Sustainable Tractor of the Year 2021» gekürt. Cemos reduziert nachweislich den Dieselverbrauch im zweistelligen Prozentbereich und steigert gleichzeitig die Flächenleistung. Die Arion 400 Traktoren erhielten zur Einführung der Abgasnorm Stage V ein Facelift und wurden mit einer Reihe neuer leistungssteigernder Parameter ausgestattet. Zahlreiche Neuheiten gab es auch im Bereich Futterernte, wo beispielsweise die Quadrant Quaderballenpressen ein umfassendes technisches Update erhielten.

Weltweite Zahl der Mitarbeitenden steigt

Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich im Jahresverlauf und lag zum Geschäftsjahresende 2021 weltweit bei 11957 (Vj: 11395). In Deutschland wuchs die Zahl um 3,5 Prozent auf 5790 (Vj. 5596), in Frankreich stieg sie um 4,3 Prozent auf 2377 (Vj. 2279). Die Zahl der Auszubildenden nahm ebenfalls zu und lag gruppenweit bei 775 (Vj. 714), davon 473 in Deutschland (Vj. 430).

Ausblick

Die Versorgungssituation und die Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten stellen ein im Vergleich zu den Vorjahren höheres Risiko dar. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet das Unternehmen in den wesentlichen Vertriebsregionen insgesamt mit einer stabilen Nachfrage nach Landtechnik. Trotz der genannten Unsicherheiten erwartet Claas daher einen höheren Umsatz und ein Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau.

Quelle: Claas

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