Neun tödliche Unfälle im ersten Halbjahr

Die Erhebung der tödlichen Arbeitsunfälle 2021 in der Landwirtschaft zeigt eine positivere Bilanz als im Vorjahr. Hauptgründe für die Unfälle von Anfang Januar bis Ende Juni dieses Jahres waren Verletzungen bei Wald-, Bau- und Unterhaltsarbeiten.

Im Wald ist doppelt Vorsicht geboten, nicht nur bei Waldarbeiten, sondern auch aufgrund von herabfallendem Tot- oder Sturmholz.

Im Wald ist doppelt Vorsicht geboten, nicht nur bei Waldarbeiten, sondern auch aufgrund von herabfallendem Tot- oder Sturmholz.

Im Wald ist doppelt Vorsicht geboten, nicht nur bei Waldarbeiten, sondern auch aufgrund von herabfallendem Tot- oder Sturmholz.

(pixabay.com)

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Im ersten Halbjahr 2021 haben die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) und agriss, 9 tödliche Unfälle im Zusammenhang mit der Landwirtschaft aus Medien- und Polizeiberichten erhoben. Zum Vergleich: im ersten Semester des Vorjahrs wurden 16 tödlichen Unfällen erhoben.

Unfälle im Wald und bei Bau-/Unterhaltsarbeiten

Drei Personen verloren ihr Leben bei Waldarbeiten, zwei davon infolge herabfallendem Tot- oder Sturmholz. Eine weitere Person kam bei Waldarbeiten mit dem Fahrzeug vom Weg ab und stürzte in die Tiefe. Bei Bauarbeiten wurde eine Person von einem herabfallenden Holzelement tödlich verletzt; eine zweite Person verlor ihr Leben während Reparaturarbeiten durch einen Sturz ins Hochsilo. Beim Errichten eines Zaunes im Bereich einer Mittelspannungsleitung erlitt eine Person durch den entstehenden Lichtbogen einen tödlichen Stromschlag. Eine weitere Person wurde tot im Bereich von Güllerührwerk/-pumpe aufgefunden. Eine Drittperson wurde von einem aufs Trottoir ausscherenden Arbeitsanhänger tödlich verletzt.

Datenerhebung nicht vollständig

Für landwirtschaftliche Unfälle besteht keine Meldepflicht, daher können keine statistisch verlässlichen Aussagen gemacht werden. Verglichen mit den Vorjahren wurden zwar weniger Meldungen von tödlichen Unfällen erfasst; jedoch blieben die Zahlen an Meldungen von Unfällen mit schweren Verletzungen auf ähnlichem Niveau wie in den Vorjahren.

Prävention auf der ganzen Breite

Von Unfällen, die in schweren Verletzungen enden bis hin zu Beinaheunfällen, aus welchen maximal ein Sachschaden resultiert, haben viele der Ereignisse das Potential, auch tödlich enden zu können. Über den Unfallausgang entscheiden hier oft nur wenige Zentimeter oder Sekunden, die nicht beeinflusst werden können. Eine wirkungsvolle Unfallprävention setzt daher nicht nur bei besonders risikoreichen Situationen, sondern über die gesamte Breite möglicher Risiken an. Die Branchenlösung agriTOP unterstützt Betriebe mit verschiedenen Hilfsmitteln dabei, Gefahrenstellen in allen Bereichen des Arbeitsalltags zu erkennen und wirkungsvoll zu entschärfen.

Quelle: Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) 

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit agriss.ch erstellt.

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