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Nutztiere

Langsam lernen viel zu fressen

Naturnahe Produktion ist das Ziel in der Bioschweinehaltung. Langsame Wechsel von Phase zu Phase unterstützen diesen Prozess. Eine angepasste Fütterung in jedem Abschnitt ist dabei ein wichtiger Faktor.

Säugende Ferkel

Um die Ferkel nicht zu überfordern, soll schon vor dem Absetzen Aufzuchtfutter zugefüttert werden. 

(Bild: UFA AG)

Publiziert am

Aktualisiert am

UFA-Beratungsdienst

ehem. Mitarbeiter UFA AG

Das Verdauungssystem der frisch geborenen Ferkel funktioniert anders als dies eines ausgewachsenen Schweins. Von Natur aus ist es in den ersten Lebenswochen auf Milch ausgerichtet und passt sich im Laufe der Zeit langsam an festes Futter an. Dieser Übergang setzt manchen Bio Schweinehalter vor eine grosse Herausforderung. Das Ziel muss sein, den Verdauungstrakt und dessen Enzyme in der Gestaltung der Ferkelanfütterung nicht zu überfordern.

Die Verdauung verändert sich

In den ersten Lebenstagen der Saugferkel ist Lactase das häufigste Enzym. Es dient zur Verdauung des Milchzuckers. Das zweithäufigste Enzym ist Lipase, welches Fett verdaut. Pepsin und Trypsin, zur Verdauung von Eiweiss sind am Anfang nur wenig präsent. Das Enzym zur Spaltung von Stärke (Amylase), fehlt ganz. Lactase nimmt im Verlauf der ersten zwei Wochen zu und verschwindet nach fünf bis sechs Wochen. Die anderen Enzyme werden erst ab diesem Zeitpunkt bedeutend genug, dass die Ferkel grössere Mengen an Futter verdauen können.

Sanfte Übergänge

Besonders wichtig ist es, zwischen den Phasen für weiche Übergänge zu sorgen. Die Richtlinien in der Bio-Schweinehaltung unterstützen diese Vorgänge. Die Mindestsäugezeit von 42 Tagen gibt den Ferkeln einen längeren Zeitraum für das Anpassen an die neue Art der Nahrungsaufnahme. Die Muttermilch prägt die Ferkelgesundheit ab Geburt stark, eine gute Kolostrumaufnahme aller Ferkel ist ein markanter Grundstein. Das natürliche Wühlverhalten kann mit einer Wühlerde ab dem zweiten Lebenstag den Übergang von Milch auf Festfutter stimulieren. Durch das Vermischen mit Starterfutter werden die Verdauung und deren Enzyme aufgebaut. Die Starterfutter sind in der Zusammensetzung gezielt rezeptiert, dass sie dem Alter des Tieres entsprechen. Es ist zu empfehlen, die Ferkel bereits vor dem Absetzen auf Aufzuchtfutter umzustellen. Dieser Übergang ist möglichst langsam, während einem Zeitraum von bis zu einer Woche, umzusetzen.

Früh Fressen lernen

Das richtige Anfüttern der Ferkel kann die Gesundheit stark beeinflussen. Eine betriebsangepasste Strategie in der Ferkelfütterung bringt Erfolg und Freude an der Arbeit. Damit die Verdauung der Ferkel bestmöglich aufgebaut werden kann, wird eine zweiphasige Fütterung empfohlen. Mit dem Starterfutter UFA 474-5 werden die Tiere früh an die Aufnahme von festem Futter gewöhnt. Dieses Futter kann ab dem zweiten Lebenstag bis nach dem Absetzen verabreicht werden.
Für die Aufzuchtphase weist UFA 475-5 eine optimale Zusammensetzung auf. Dieses Futter kann bereits Ende Säugezeit eingesetzt werden. Um mit dem Wühlverhalten die Anfütterung zu fördern, wird UFA Terrapig empfohlen. 

Bio-Ferkelfutter

VES (MJ)

P (g)

RP (g)

Lys (g)

UFA 474-5 Starterfutter

14.0

5.5

180

10.4

UFA 475-5 Ferkelfutter

13.3

5.5

175

9.8

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