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Nutztiere

UFA Herd Support ist beliebt

Die mit Spannung erwartete UFA-Herd-Support-Auswertung lässt wieder interessante Rückschlüsse zu. Wie haben sich die Betriebe entwickelt? Ist die schlechte Raufutterbasis aufgrund der extremen Wetterverhältnisse vom letzten Sommer bereits ersichtlich? Konnte weniger Milch aus dem Grundfutter gemolken werden? Diese und viele weitere Fragen werden im nachstehenden Artikel beantwortet.

Durch den regelmässigen Austausch des Beraters und des Betriebsleiters werden laufend Optimierungen bei der Fütterung gemacht. 

Durch den regelmässigen Austausch des Beraters und des Betriebsleiters werden laufend Optimierungen bei der Fütterung gemacht. 

(Bild: UFA AG)

Publiziert am

Leiter Marketing, UFA AG

Ressortleiter Rindvieh, UFA-Beratungsdienst

Die Anzahl der UFA-Herd-Support(UHS)-Betriebe hat die 400er-Grenze erstmals geknackt. Unterdessen fliessen die Daten von mehr als 16 000 Kühen in die UHS-Auswertung. Trotz dem Rückgang der Milchviehbetriebe steigt die Anzahl UHS-Betriebe weiterhin an. Dies bestätigt, dass UFA Herd Support mehr als nur eine Auswertung ist, sondern Verbesserungspotenzial aufzeigt und innovative Betriebe weiterbringt.

Leistungen konstant

Das durchschnittliche Stallniveau ist erstmals um einige Kilogramm gesunken, liegt jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau von 9828 kg. Das Stallniveau nach ECM (energiekorrigierte Milch) hingegen liegt mit 10 158 kg leicht über demjenigen des Vorjahres. Die Gründe sind bei höheren Eiweiss- und vor allem Fettgehalten zu finden. Mit durchschnittlich 3,39 Prozent Eiweiss und 4,14 Prozent Fett liegen die Milchinhaltsstoffe auf einem, für diese Milchleistungen, hohen Niveau. Beim genaueren Betrachten fällt auf, dass die Milchleistung vor allem im November und Dezember sichtbar unter derjenigen der Vorjahresmonate liegt, während Fett- und Eiweissgehalte deutlich höher waren. Diese Entwicklung bestätigt somit die Rückmeldungen der aktuellen Situation auf den Betrieben. Die Milchleistungen in dieser Winterfütterung sind teilweise, vor allem auf den Silagebetrieben, deutlich unter dem entsprechenden Betriebsdurchschnitt. Die Milchinhaltsstoffe, insbesondere der Fettgehalt, liegen deutlich darüber. Die Raufutterqualität des kalten Frühjahrs und des nassen Sommers hinterlässt also ihre Spuren in den Milchviehställen.

Grundfutterleistung leicht tiefer

Die Grundfutterleistung liegt bei 6861 kg und ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Der Anteil Ergänzungsfutter in kg TS je Tier und Tag beträgt 3,7 kg, dies entspricht 4,2 kg Frischsubstanz (FS) Ergänzungsfutter. Dies beinhaltet sowohl das Ausgleichfutter der Ration, als auch das tierindividuelle Leistungsfutter. Um ein Kilogramm Milch zu produzieren, benötigen die UHS-Betriebe im Durchschnitt 122 g Ergänzungsfutter. Trotz der durchschnittlich sehr hohen Leistungen setzen die Betriebe wenig Ergänzungsfutter ein. Im umliegenden Ausland liegt dieser Wert mindestens doppelt so hoch und dies bei tieferen Leistungen. Das bestätigt, dass die Schweizer Milchviehalter einerseits top Grundfutter produzieren und andererseits auch, dass die Ergänzungsfütterung optimiert ist. Da leistet UFA W-FOS einen wichtigen Beitrag. Gemäss dem Gesetz des Minimums wird das Grundfutter so ausgeglichen, dass dieses von der Kuh effizient verwertet wird und keine unnötigen Verluste entstehen. So können Kosten gespart werden, und aufgrund der gezielten Versorgung wird die Grundlage für gesunde Kühe gelegt.

Gute Eutergesundheit

Erfreulich ist, dass sich die Zellzahlen, trotz der hohen Leistungen, im Jahr 2021 verbessert haben. Der Anteil der Tiere mit einer Zellzahl von weniger als 100 000 Zellen / ml ist auf 64 Prozent gestiegen. Der Anteil mit mehr als 350 000 Zellen / ml ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Individuell optimieren

Die Einzelbetriebsauswertungen werden als Basis für Optimierungen genutzt. Zusammen mit dem Milchviehspezialisten können individuelle Ziele festgelegt werden. Was soll dieses Jahr verbessert werden? Ist es das Erstkalbealter, die Eutergesundheit oder die Zwischenkalbezeit? Anhand des Vergleichs mit ähnlichen Betrieben wird meist rasch ersichtlich, wo Optimierungspotenzial besteht. Wichtig ist, dass dieser Prozess vom Betriebsleiter in Zusammenarbeit mit dem Milchviehspezialisten festgelegt wird, damit einerseits verschiedene Möglichkeiten eruiert werden, aber auch die Realisierbarkeit in Anbetracht der betrieblichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Ganz nach dem Motto: «Zusammen zum Erfolg». 

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