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Nutztiere

Mineralstoffe, die ankommen

Moderne Produktionsverfahren wie die Expandertechnologie ermöglichen eine besonders schmackhafte Mineralstoffversorgung mit hoher Verfügbarkeit, die sowohl in der Futterkrippe als auch mit automatisierten Fütterungssystemen zuverlässig funktioniert.

Das Expandieren verleiht dem Mineralsalz die charakteristische Krümelstruktur. 

Das Expandieren verleiht dem Mineralsalz die charakteristische Krümelstruktur. 

(UFA AG)

Publiziert am

Leiter Marketing & Mitglied der Geschäftsleitung, UFA AG

In den letzten 25 Jahren hat sich die Milchviehhaltung stark verändert. Während 2001 ein Milchviehbetrieb im Durchschnitt rund 16 Kühe hielt, sind es 2025 bereits gut 30 Kühe. Parallel dazu haben sich die Milchleistung sowie die Betriebsstrukturen deutlich weiterentwickelt. Der Strukturwandel hat die technische Entwicklung hin zu mehr Automatisierung vorangetrieben, was sich unter anderem im steigenden Anteil an TMR-Mischungen widerspiegelt. Unverändert bleibt, dass die Mineralstoffversorgung wichtig für die Gesundheit, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit der Kühe ist. Können Mineralsalze nicht über eine TMR-Mischung angeboten werden, besteht das Risiko einer Unterversorgung. Die Gefahr besteht, da einzelne Mineralstoffelemente in reiner Form wenig schmackhaft sind und von der Kuh in der Krippe selektiert werden. Entscheidend ist deshalb die Fressbarkeit, damit die Mineralstoffe effektiv aufgenommen werden und ihre Wirkung im Tier entfalten können.

Warum Mineralsalz expandieren?

Beim Expandieren handelt es sich um eine hydrothermische Druckbehandlung des Futters. Mineralstoffe werden zusammen mit organischen Trägerstoffen, Spurenelementen, Vitaminvormischungen und Melasse unter hohem Druck durch eine Düse gepresst und zusammengeführt. Beim Austritt aus dem Expander entsteht die charakteristische krümelige Struktur. Das Expandieren hat auch eine hygienisierende Wirkung. Dadurch werden allfällige Keime unschädlich gemacht. Erst im Anschluss werden Fliesshilfsmittel und Aromen zugesetzt, da diese nicht hitzebeständig sind. Dadurch wird die Fressbarkeit weiter verbessert und die Mineralsalze erhalten eine besonders gut dosierbare Struktur.

Stabil und hochverfügbar

Die Bioverfügbarkeit von Vitaminen und Spurenelementen wird durch das Expandieren nicht beeinträchtigt. Für expandierte Mineralsalze werden stabile Vitaminformen eingesetzt, die auch bei Druck und höheren Temperaturen ihre Wirksamkeit behalten. Dadurch ist sichergestellt, dass die zugesetzten Vitamine dem Tier in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Zudem kommen ausschliesslich hochverdauliche Rohstoffe zum Einsatz.

Expandierte Mineralsalze werden gerne gefressen.

Die Verdaulichkeit zählt

Bei der Rezeptierung wird die Verdaulichkeit der einzelnen Elemente stärker gewichtet als deren absolute Gehalte. Gehaltsangaben auf der Etikette lassen sich deshalb nicht 1 : 1 mit herkömmlichen Mineralstoffen vergleichen. Dank der exklusiven Rohstoffe ist expandiertes Mineralsalz für die Kuh besser verfügbar als herkömmliche Mineralstoffe. Dies gilt insbesondere für Phosphor und Magnesium sowie für die Spurenelemente Kupfer, Zink und Mangan. Entscheidend ist nicht der deklarierte Gehalt, sondern die effektive Verfügbarkeit. Werden Mineralstoffe nicht über eine TMR-Mischung verabreicht, sind Aufnahme und Verfügbarkeit umso wichtiger.

Neuer Expander, neue Möglichkeiten

Die UFA wird ihre Mineralstoffe auch künftig im eigenen Produktionswerk in Sursee herstellen. Das Mineralstoffwerk wurde in den letzten fünf Jahren umfassend saniert. In diesem Zuge wurde unter anderem der Expander durch das neueste Modell des Kahl-Expanders ersetzt. Diese Technologie erlaubt es, neben Melasse auch Isomaltulose als Trägerstoff einzusetzen. Isomaltulose ist ein Folgeprodukt aus der Weiterverarbeitung von Melasse und ist ein Zweifachzucker. Zucker werden bekanntlich sehr gerne gefressen. Neben dem leicht erhöhten Energiegehalt wirkt sich Isomaltulose positiv auf die Fressbarkeit aus. Mit der neuen Technologie konnte zudem die Struktur weiter optimiert werden. Die MINEX-Krümel sind homogener, weisen kaum Feinanteile auf und enthalten keine übergrossen Partikel. Zudem ist das Produkt absolut staubfrei. Diese Eigenschaften bringen sowohl für die Kuh als auch für die Landwirtinnen und Landwirte klare Vorteile. Denn nur Mineralstoffe, die von der Kuh tatsächlich aufgenommen werden, können ihre Wirkung im Tier entfalten.

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