Aufgrund der langen Vegetationszeit verwertet Mais Hofdünger besonders effizient, weshalb viele Betriebe eine Güllegabe nach dem Auflaufen einplanen. Eine vorgängige Herbizidbehandlung mit ausreichendem Abstand verhindert die Bindung von Bodenwirkstoffen an organische Substanz und erhöht die Wirkungssicherheit. Roundup PowerMax sollte als Vorsaatbehandlung direkt nach dem Räumen der Kunstwiese oder nach 7–10 Tagen eingesetzt werden; Blacken und Disteln sind bis zum 8 Blatt Stadium gezielt bekämpfbar.
Expertentipp
Wie erreiche ich das Optimum beim Maisertrag?
Konsequente mechanische oder chemische Unkrautbekämpfung ermöglicht Mais einen konkurrenzfreien Start. Für eine rasche Jugendentwicklung ist eine Aussaat bei Bodentemperaturen um 10 °C nötig. Umostart Super enthält Zink, das die Wurzelbildung sowie die Phosphoraufnahme unterstützt – ein wichtiger Vorteil, da Phosphor in kalten Böden nur begrenzt verfügbar ist. Mit Triagol 2,5 l / ha und N-Power 10 – 30 l / ha, kann im 4 – 8 Blattstadium der Pflanze noch ein Boost zugeführt werden.
Was ist bei der Behandlung zu beachten?
Nach einem Niederschlag sollte der Mais ausreichend Zeit zur Ausbildung der schützenden Wachsschicht erhalten. Dies verhindert Phytotoxizität und reduziert die Wirkstoffaufnahme über die Blätter. Auch wüchsiges Wetter ohne Hitze während der Applikation ist sehr wichtig, um Pflanzenschäden zu verhindern.
Wie bekämpfe ich lästige Blacken und Disteln?
Wurzelunkräuter lassen sich am wirksamsten bei ausreichend Blattmasse bekämpfen, da sie die Wirkstoffaufnahme erhöht. Bei älteren Blackenbeständen in Kunstwiesen ist eine Herbstbehandlung mit Harmony SX vor der Maisaussaat sinnvoll.
Was sind die Vorteile der bodenwirksamen Mittel?
Mais ist wie Hirsearten ein Süssgras. Er nimmt daher blattaktive Wirkstoffe ähnlich auf. Bodenaktive Wirkstoffe hingegen wirken überwiegend in anderen Bodenschichten und werden vom Mais nur in geringerem Masse aufgenommen. Dadurch wird sein Wachstum weniger beeinträchtigt. Eine gute Jugendentwicklung ist für Mais besonders wichtig, damit er bei trockenen Sommern dem Wasser hinterherwachsen kann.
Cyrill Rennhard, Product Manager bei Stähler Suisse SA







