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fenaco blickt auf solides Geschäftsjahr 2023 zurück

Die fenaco Genossenschaft erzielte 2023 mit Fr. 7,54 Mrd. den zweithöchsten Nettoerlös seit ihrer Gründung vor 30 Jahren. Während die Erlöse in den Geschäftsfeldern Agrar und Energie preisbedingt rückläufig waren, entwickelten sich die Lebensmittelindustrie und der Detailhandel erfreulich. Be­merkenswert ist das Umsatzplus von mehr als 30 Prozent im Geschäft mit intelligenten lokalen Energiesystemen auf der Basis von Solarstrom. Das Betriebsergebnis (EBIT) war kostenbedingt ebenfalls rückläufig. Mit Fr. 107,0 Mio. fiel es zufriedenstellend aus. An die LANDI und deren Mitglieder, Schweizer Landwirtinnen Landwirte, vergütete die fenaco total Fr. 37,1 Mio. – mehr als je zuvor. Die Eigenkapitalquote stieg markant auf 63,1 Prozent. Insgesamt blickt die Agrargenossenschaft auf ein solides Geschäftsjahr 2023 zurück. Die Erwartungen für das Jahr 2024 sind verhalten positiv.

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Eine herausfordernde Marktsituation mit schwächelnder Nachfrage bei zugleich stark gestiegenen Kosten prägten das Geschäftsjahr 2023 der fenaco. Volatile Rohstoffmärkte, ein verregnetes Frühlingsgeschäft in den LANDI Läden und unterdurchschnittliche Ernten forderten die Genossenschaft heraus. Preiseffekte hatten im Vorjahr zu einem überdurchschnittlichen Wachstum geführt. 2023 normalisierte sich die Situation: Der Nettoerlös sank erwartungsgemäss auf Fr. 7,54 Mrd. (2022: Fr. 8,06 Mrd.). Es handelt sich um den zweithöchsten Nettoerlös in der Geschichte des Unternehmens. Er liegt unter dem Rekordjahr 2022 und über dem Abschluss 2021. Vom Rückgang betroffen waren insbesondere die Geschäftsfelder Agrar und Energie, wobei der Bereich Gebäudelösungen um über 30 Prozent zulegte. Darunter fallen lokale Energiesysteme für Mehrparteien-Liegenschaften, Gewerbe- und Industriebauten sowie Landwirtschaftsbetriebe, die Photovoltaikstrom durch die intelligente Steuerung von Verbrauchs- und Speicheranlagen effizient nutzen. Erfreulich entwickelte sich ausserdem die Lebensmittelindustrie. Auch der Detailhandel überraschte positiv und schloss nur wenig unter dem Rekordniveau der Pandemiejahre ab.

Eigenkapitalquote übertrifft erstmals die 60-Prozent-Marke

Das Betriebsergebnis (EBIT) war kostenbedingt ebenfalls rückläufig. Mit Fr. 107,0 Mio. (2022: Fr. 138,4 Mio.) fiel es zufriedenstellend aus. Im ersten Quartal sanken die Preise an den internationalen Rohstoff- und Energiemärkten überraschend schnell. Die fenaco Genossenschaft wertete ihre Lager ab und gab die besseren Dünger- und Futtermittelpreise unmittelbar an die Landwirtinnen und Landwirte weiter. Mehrkosten in den Bereichen Personal, Energie und Logistik konnten nur teilweise in den Verkaufspreisen abgebildet werden. Das Investitionsvolumen belief sich auf über Fr. 155 Mio.

Das Unternehmensergebnis liegt mit Fr. 97,0 Mio. deutlich über dem Vorjahr (2022: Fr. 52,1 Mio.). Grund dafür sind gute Finanzerträge infolge des gestiegenen Zinsniveaus und der Wegfall von Sondereffekten.

Dank der stabilen Gesamtsituation konnte die fenaco Genossenschaft ihr Eigenkapital weiter stärken. Die Eigenkapitalquote stieg markant auf 63,1 Prozent (2022: 59,5 Prozent) und übertraf damit erstmals die anvisierte 60-Prozent-Marke. Daneben erreichte das Unternehmen ein weiteres wesentliches Ziel: Der Anteil Photovoltaikenergie aus eigenen Anlagen am Gesamtstromverbrauch stieg auf 10,5 Prozent. Die Nachhaltigkeitsstrategie sah bis 2025 einen Anteil von mindestens 10 Prozent vor.

Rekordbeteiligung an der fenaco Erfolgsbeteiligung

2023 feierte die fenaco ihr 30-Jahr-Jubiläum. In diesem Zusammenhang wurde die fenaco Erfolgs­beteiligung für aktive Landwirtinnen und Landwirte dauerhaft aufgestockt – mit überwältigender Resonanz. Insgesamt profitierten 13 727 Mitglieder davon. Es wurden über Fr. 2 Mio. oder 40 Prozent mehr Rückvergütungen ausbezahlt als in der vorherigen Kampagne. Für die nächste Kampagne sind Fr. 8,0 Mio. für Rückvergütungen eingeplant. Hinzu kommen Geschenkpakete mit Produkten der fenaco im Gesamtwert von Fr. 1,5 Mio. Die Verzinsung der Anteilscheine zu 6,0 Prozent an die LANDI beläuft sich auf Fr. 11,5 Mio. Die Leistungsprämie, welche die fenaco den LANDI auszahlt, beträgt Fr. 17,6 Mio. Damit vergütet die fenaco zulasten des Geschäftsjahres 2023 total Fr. 37,1 Mio. (2022: Fr. 35,9 Mio.) an die LANDI und deren Mitglieder, Schweizer Landwirtinnen und Landwirte. Das ist mehr als je zuvor und entspricht in etwa einem Drittel des Betriebsergebnisses.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Die fenaco rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Nettoerlös auf dem Niveau von 2023. Die Kostensituation dürfte angespannt bleiben. Sonderaufwände, etwa für die Jubiläumsaktivitäten, fallen hingegen weg. In der Summe dürften sich das EBIT und das Unternehmensergebnis gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern.

Mehr zum Geschäftsjahr 2023 der fenaco Genossenschaft: geschaeftsbericht2023.fenaco.com

Quelle: fenaco

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