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Landleben

Katzen kastrieren

Gesunde Katzen sind auf einem Bauernhof überaus nützlich. Katzen sollen sich aber nicht unkontrolliert vermehren, weshalb eine Kastration zu empfehlen ist. Der Schweizer Tierschutz STS hilft dabei.

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(Bild: Schweizer Tierschutz STS)

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Aktualisiert am

Redaktions- und Verlagsleiter UFA-Revue

Katzen auf dem Bauernhof zu halten, hat nicht nur einen sentimentalen Wert, sondern auch einen echten Nutzen: Katzen jagen Mäuse sowie Ratten und helfen dadurch Krankheiten und Seuchen vom Bauernhof fernzuhalten. Allerdings können Katzen auch schnell zu einer Gefahr für den Hof werden, wenn die Haltung vernachlässigt wird.

Mehr Mäuse fangen

Von den rund 1,3 Millionen Katzen, die es in der Schweiz gibt, leben gemäss Schätzungen mehr als 100 000 herrenlos – häufig auch auf oder in der Nähe von Bauernhöfen. Diese Katzen können sich sehr schnell vermehren, wenn nichts dagegen unternommen wird. Das kann prekär werden, wie Helen Sandmeier vom Schweizer Tierschutz STS erklärt: «Leben zu viele Katzen auf zu engem Raum, führt das zu Revierkämpfen und Verletzungen». Die Folge: Krankheiten und Parasiten breiten sich aus. Dies könne gemäss Sandmeier auch für andere Tiere auf dem Hof zum Problem werden. Der STS rät deshalb insbesondere den Bauern, die Katzen rechtzeitig zu kastrieren. Damit wird der Vermehrung Einhalt geboten und den Katzen geht es allgemein besser. «Kastrierte Katzen sind zutraulicher, sie leben länger, bleiben näher beim Hof und sie fangen erst noch mehr Mäuse», erklärt Sandmeier die weiteren Vorteile einer Kastration.

Kastrationsaktionen

Jährlich werden durch den STS über 10 000 Katzen kastriert und behandelt. Der STS bittet darum, auch verwilderte Katzen über die Webseite www.katzenelend.ch oder beim Tierschutzverein der jeweiligen Region zu melden (www.tierschutz.com ➝ Über uns ➝ Sektionen).

In allen Kantonen führt die jeweilige Sektion des STS im Frühling und Herbst Kastrationsaktionen durch. Bauern können ihre Katzen zu einem günstigeren Preis kastrieren lassen. In einigen Regionen werde die Vergünstigung durch Gutscheine gelöst, in anderen Regionen wird den Landwirten nur ein Teil der Kosten verrechnet, erklärt Sandmeier. Der STS und seine 71 Sektionen lassen jedes Jahr über 10 000 Katzen kastrieren. Er arbeitet auch eng mit dem Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband zusammen, mit dem Ziel, dass die Kontrolle der Fortpflanzung von Katzen auf Bauernhöfen in Zukunft verbessert wird.

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