Landleben

Süsse Früchte Marke Eigenbau

Mit Melonen ist es wie mit Tomaten: Sonnengereift aus eigener Kultur schmecken sie am besten. Dank frühen Sorten gedeihen sie an einem sonnigen, geschützten Standort auch im Hausgarten und finden als Kletterpflanze Platz am kleinsten Ort.

Unwiderstehlich köstlich: Charantais-Melonen aus eigener Kultur.

Unwiderstehlich köstlich: Charantais-Melonen aus eigener Kultur. 

(Volmary GmbH)

Publiziert am

Freie Journalistin

Melonen wachsen rankend wie Gurken und Cornichons. Sie können an Schnüren, spiralförmigen Tomatenstangen aus Metall oder an Holzstickeln mit rauer Borke hochgezogen werden. Oder man lässt sie über einen etwa 1,5 Quadratmeter grossen Lattenrost oder ein Armierungsgitter klettern, das schräg an eine sonnige Hauswand gelehnt wird.

Auf Klettertour: Netzmelonen wachsen auch platzsparend an Schnüren in die Höhe.

Auf Klettertour: Netzmelonen wachsen auch platzsparend an Schnüren in die Höhe.

(Holger Beckmann)

Die köstlichen Früchte aus dem Süden sind ausgesprochene Sonnenkinder. Der wärmste Platz im Garten ist deshalb gerade gut genug, ein Folientunnel oder Gewächshäuschen wäre ideal. Melonen können aber auch auf dem Boden kriechend angebaut werden. Dazu verwendet man am besten schwarze Folie. Die Erde wird grosszügig mit verrottetem Stallmist und Kompost angereichert und bereits im April mit der Folie abgedeckt, damit sich der Boden gut erwärmen kann.

Aufzucht aus Samen

Saattermin ist ab April bis im Mai. Jeweils zwei Samen in gut zehn Zentimeter grosse Töpfchen mit Aussaaterde stecken. Während der Keimung darf die Temperatur nicht unter 22 Grad sinken. Regelmässig mit temperiertem Wasser giessen. Es gibt übrigens auch Mini-Wassermelonen, die auf die gleiche Art und Weise kultiviert werden.

Gegen Ende Mai die abgehärteten Melonensetzlinge in nahrhafte Erde auspflanzen; jede Pflanze benötigt gut einen Quadratmeter Platz. Da sich die Früchte vorwiegend an den Seitentrieben entwickeln, schneidet man den Haupttrieb nach dem vierten Laubblatt ab. Im Gewächshaus wird der Haupttrieb gekappt, wenn er die Dachhöhe erreicht hat.

Um Wurzelfäule zu vermeiden, sollte der Stängel bei der Anwuchsstelle beim Giessen möglichst nicht benetzt werden. Die Seitentriebe bei üppigem Wachstum einkürzen und pro Pflanze höchstens fünf Früchte ausreifen lassen, überschüssige Exemplare entfernen.

Erntereif sind Zuckermelonen ab Ende August, wenn sie süss duften und sich am Stielende kleine Risse bilden. Zu früh geernteten Früchten fehlt das typische Aroma. Man kann sie bei Zimmertemperatur nachreifen lassen.

Hornmelone Kiwano

Die auch Stachel- oder Höckermelone genannte Frucht mit der botanischen Bezeichnung Cucumis meduliferus stammt aus den Steppenlandschaften Südafrikas. Sie ist seit über 3000 Jahren bekannt, wird bei uns aber erst seit einigen Jahren unter dem Namen «Kiwano» verkauft.

Für die Kultur ab April bis Juni jeweils zwei Samen in Töpfchen mit Aussaaterde stecken. Auspflanzen ab Mitte Mai in nährstoffreiche Erde an sonniger Stelle. Abstand: 130 × 60 Zentimeter. Die Ernte beginnt im September, wenn sich die Früchte gelb färben, und sie sollten vor dem ersten Frost ins Haus geholt werden. Kiwano müssen einige Wochen lang für die Nachreife gelagert werden und sind bei Zimmertemperatur monatelang haltbar.

Das Aroma des gallertartigen, sattgrünen Fruchtfleisches ist eine aparte Mischung aus Banane, Zitrone und Passionsfrucht. Für den Genuss halbiert man die Kiwano in Längsrichtung und löffelt das Fruchtfleisch mit den essbaren Kernen aus der Schale. 

Grüne Tipps für den Nutz- und Ziergarten

  • Nur Geduld: Beete erst vorbereiten, wenn der Boden abgetrocknet ist und die Erde nicht mehr am Werkzeug klebt. 
  • Saattermin im Freiland ist für Nüsslisalat, Spinat, Lauch, Kefen, Erbsen, Puffbohnen, Pastinaken und Peterli, ab Mitte März auch für Rüebli. 
  • Zur Schneckenregulierung Bretter auslegen: Als Köder dienen Hundebiskuits, Weizenkleie oder halbierte Kartoffeln. 
  • Erdbeerbeete säubern, vertrocknete Blätter abschneiden und Zwiebeln oder Knoblauch zwischen die Pflanzen stecken. 
  • Wenn Beetrosen sichtbar treiben, die Zweige auf 15 Zentimeter Länge zurückschneiden. Angehäufelte Erde ausebnen, Rosendünger streuen und oberflächlich einhacken. 
  • Stauden und Ziergräser kurz vor dem Neuaustrieb handbreit über dem Boden abschneiden.
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