Landleben

Die Alleskönner im Pflanzenreich

Ob schattig oder sonnig, ob feucht oder trocken – für jeden Platz im Garten findet sich eine passende Staudenart. Wer bei der Planung einige Punkte beachtet, wird lange Freude an den Mehrjahresblumen haben.

Stauden

Stauden zieren einen Bauerngarten.

(Bild: dreapelle/pixelio.de)

Publiziert am

Obergärtner und Fachlehrer Gartenbau, Wallierhof

Die mehrjährige, krautige Pflanzengruppe der Stauden kann vielseitig im Garten integriert werden. Für alle Lebensbereiche im Garten lassen sich Stauden verwenden: Vom schattigen bis zum sonnigen Bereich, vom nass-feuchten bis hin zum intensiv-trockenen Standort steht ein grosses Sortiment an verschiedenen Mehrjahresblumen zur Verfügung. Mit ihren verschiedenen Wuchs- und Charaktertypen können sie beispielsweise in Schnittstauden, Steingartenpflanzen, Farne, Gräser, bodenbedeckende Stauden oder Blattschmuckstauden unterteilt werden. Einige Vorabüberlegungen sind hilfreich, damit man sich lange an den Staudenrabatten erfreuen kann.

Gestaltungsvorgehen

Es ist sinnvoll, vorab eine Planskizze zu erstellen. Dazu sollten die Lebensbereiche der Staudenfläche (Standort, Bodenart, etc.) bestimmt werden sowie das Thema; also soll es eine sonnige Schnittstaudenrabatte sein, eine trockene Staudenrabatte im Steingarten und so weiter.

Die Pflanzen werden nach ausgewähltem Thema und Standortbereich festgehalten. Abstände müsse nach dem Wachstumscharakter der Pflanzen eingeplant werden. Mehrjahresblumen werden in vielen Fällen zu eng gepflanzt und müssen daher sehr bald wieder umgepflanzt werden.

Im Gegensatz zu den einjährigen Blumen mit langanhaltendem Blütenflor haben die meisten Stauden eine eher kurze Blütezeit von vier bis sechs Wochen. Im Sortiment stehen für die entsprechenden Lebensbereiche aber jeweils typische Frühlings-, Sommeroder Herbstblüher zur Verfügung. Bei der Auswahl der Stauden sollte daher auf Abwechslung in der Blütezeit ge- achtet werden. Bezüglich Blütezeit können vor allem Schnittstauden nach dem rechtzeitigen Rückschnitt des ersten Blütenflors noch zu einem zweiten Blütenflor angeregt werden (z. B. Rittersporn, Lupine, Margeritenarten usw.). Je nach ausgewähltem Themenbereich ist auch die Mischung von niederen und hohen Stauden empfehlenswert, damit Schwung, Abwechslung und Bewegung in eine Staudenfläche gebracht wird.

Pflanztermine

Die Hauptpflanzzeit bei Stauden sind der Frühling (März bis April) und der Herbst (September und Oktober). Vor der Neupflanzung den Boden gut bearbeiten. Gepflanzt wird auf eine Fläche, die frei ist von lästigen, mehrjährigen Problemunkräutern. 

Pflegtipps für Stauden

  • Düngung: Je nach ausgewählten Pflanzenarten Startdüngung mit organischem Blumendünger oder Kompostgabe (die Startdüngung wird bei bestehenden Staudenrabatten jeweils im Frühjahr durchgeführt).
  • Schnitt: Die Hauptrückschnittarbeiten der Stauden erfolgt im Herbst. Ausnahmen: Winterschmuckstauden; Frühlingsblüher, die direkt nach dem Blütenflor geschnitten werden; sommerblühende Schnittstauden, die zu einem zweiten Blütenflor angeregt werden. Gräser und weitere, winternässeempfindliche Stauden sollten erst im Frühjahr geschnitten werden.
  • Verjüngung: Bei einer Überalterung von Staudenbeständen oder aus Platzgründen können Mehrjahresblumen mit kompaktem Wurzelwerk im zeitigen Frühjahr oder Herbst durch Teilung verjüngt werden.
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