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Landleben

Zimmergrün sorgt für Wohlbefinden

Pflanzen bauen Stress ab und sorgen für ein prima Klima: Diese frappante Schlussfolgerung ziehen internationale Wissenschaftler anhand fundierter Studien. Sie haben festgestellt, dass Menschen in begrünten Räumen seltener krank werden.

Grünpflanzen bauen Stress ab und wirken als natürliche
Klimaanlage. 

Grünpflanzen bauen Stress ab und wirken als natürliche Klimaanlage. 

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Freie Journalistin

Brennende Augen, Kopfschmerzen und chronische Müdigkeit, Husten, Schnupfen sowie Kratzen im Hals und trockene Haut: Dies sind die häufigsten Beschwerden in Innenräumen. Ursache ist das Klima in Gebäuden. Wissenschaftler haben bis zu 300 giftige Substanzen festgestellt, die aus neuzeitlichen Baumaterialien, Möbeln, synthetischen Teppichböden, Fotokopierern und elektronischen Geräten strömen.

Einmal tief Luft holen

Menschen atmen sechs bis zehn Liter Luft pro Minute – 15 000 Liter pro Tag. Das Innenklima ist somit ein wesentlicher Faktor für das menschliche Wohlbefinden. Ronald A. Wood erforscht in Australien seit über 30 Jahren den Einfluss von Pflanzen auf die Gesundheit von Menschen. Verblüffend, was seine Studien belegen: Zimmerpflanzen können Schadstoffe wie die krebserregenden Benzole oder auch Nervengifte effektvoll aus der Luft filtern. So befreit eine einzige Azalee einen zehn Quadratmeter grossen Raum von durchschnittlichen Belastungen mit Formaldehyd. Aber auch Aloe, Philodendron, Grünlilie, Birkenfeige, Strahlenaralie und Efeutute können Formaldehyd abbauen, genauso wie Drachenbaum, Chrysanthemen und Gerbera.

Benzol, das durch Tabakrauch entsteht und aus Kunstfasern, Tinten und Plastik entweicht, wird besonders gut durch Efeu, Einblatt (Spathiphyllum), Drachenbaum, Bogenhanf, Kolbenfaden und Efeutute absorbiert. Bemerkenswerte Mengen Kohlendioxid neutralisieren Grünlilie und Efeutute.

Grüne Tipps für den Nutzund Ziergarten

  • Im Februar ist höchste Zeit für letzte Schnittarbeiten an Obstbäumen, Kiwi, Reben und Gehölzen!
  • Reifen Kompost durch ein grobmaschiges Gitter schaufeln, Rückstände erneut kompostieren. Damit Regen die Nährstoffe nicht verwässert, den gesiebten Kompost bis zum Einsatz abdecken.
  • Frühkartoffeln an einem hellen Platz bei 10 bis 12° C vorkeimen lassen.
  • Auf schweren Böden Bäume und Beerensträucher bereits im Februar düngen.
  • Fuchsien zurückschneiden und sie hell und wärmer stellen. Abgeschnittene Zweige auf zehn Zentimeter stutzen und zur Vermehrung in einem Glas Wasser bewurzeln lassen.
  • Wer bereits im Februar duftende Edelwicken (Lathyrus odoratus) aussät, kann ab April kräftige Jungpflanzen ins Freie setzen.

Natürliche Luftbefeuchter

Trockene Luft in Innenräumen, hauptsächlich während der Heizperiode, ist ein gesundheitliches Problem. Fällt die relative Luftfeuchtigkeit unter 35 Prozent, was man mit einem Hygrometer messen kann, so trocknen die Schleimhäute aus und öffnen damit Viren und Bakterien Tür und Tor. Flimmerhärchen und Drüsenzellen sind ausser Gefecht gesetzt – und damit auch der Schutz unserer Atemwege. Die Augen brennen, weil es an Tränenflüssigkeit fehlt.

Elektrische Verdampfer und Luftbefeuchter schaffen zwar Abhilfe. Doch Investition und Unterhalt sind teuer und punkto Hygiene umstritten. Viele Luftbefeuchter sind Brutstätten für Schadstoffe wie Allergene und Bazillen, die in die Raumluft ausgasen und durch die Atemluft aufgenommen werden. Keimfreie Feuchtigkeit – und erst noch gratis – liefern hingegen Pflanzen. Sie geben mehr als 90 Prozent des Giesswasser an die Luft ab. Besonders wirksam sind Zyperngras, Zierbanane und Zimmerlinde. Als Faustregel gilt: Je grösser die Blattmasse, desto mehr Wasser wird verdunstet. Ausgesprochen pflegeleicht sind Pflanzen in Hydrokultur, weil sie nur etwa alle 10 bis 14 Tage gegossen werden müssen. Eine weitere Klimafunktion, die Pflanzen übernehmen können, ist die Staubbindung. Behaarte Blattoberflächen ziehen den Staub aus der Raumluft regelrecht an. Auch durch die Luftbefeuchtung wird Staub gebunden: ab etwa 40 Prozent relativer Luftfeuchte sinkt er wassergesättigt zu Boden. 

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