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Landtechnik

Vielseitiges Werkzeug für die Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist auf breit einsetzbare, widerstandsfähige Werkzeuge und Ausrüstungen mit einer langen Lebensdauer angewiesen. An der kürzlich stattgefundenen landwirtschaftlichen Fachmesse Sima in Paris haben die drei Frontlader-Hersteller MX, Quicke und Stoll ihre neusten Modelle vorgestellt.

Die Modelle der ProfiLine-Serie werden je nach Traktor in zwei Breiten angeboten.

Die Modelle der ProfiLine-Serie werden je nach Traktor in zwei Breiten angeboten.

(Jean-Pierre Burri)

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Aktualisiert am

Redaktor, UFA-Revue

Die Frontlader-Hersteller MX, Quicke und Stoll setzen alle auf hochwertige Materialien, um das Gesamtgewicht der Geräte zu verringern und gleichzeitig eine hohe Hubkraft beizubehalten. Das Design der derzeitigen Modelle ermöglicht eine verbesserte Rundumsicht, bietet aber vor allem auch Hilfsmittel, um die Arbeit des Fahrers im Umgang mit Lasten zu erleichtern.

Die drei beschriebenen Modelle können auf alle gängigen Traktormarken montiert werden und stammen von spezialisierten Herstellern aus Frankreich, Deutschland und Schweden. Jeder Hersteller bietet ein breites Sortiment an Modellen mit oder ohne Parallelführung sowie für Traktoren mit sehr hoher PS-Leistung. Weiter stehen beim Kauf zahlreiche Optionen zur Verfügung.

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Die MX-Frontlader werden in der deutschen Schweiz durch die Firma Viltech vertrieben.

(Jean-Pierre Burri)

Vorteile eines Frontladers

Ein Landwirtschaftstraktor mit einem Frontlader ist ein vielseitiges Werkzeug. Mit einem Fahrzeug, das zusätzlich für zahlreiche weitere Arbeiten auf dem Feld oder für Strassentransporte verwendet werden kann, wird eine zeitlich höhere Auslastung erzielt. «Der Einsatz eines Traktors mit einer maximalen Nutzungsdauer garantiert eine erhöhte Rentabilität. Ausserdem sind die heutigen Traktoren für unterschiedliche Einsatzbereiche auf dem Betrieb äusserst wendig», erklärt Bernard Deillon aus Moudon, Importeur von Frontladern der Marke MX in der Westschweiz.

«Komfort und Hubkraft eines Traktors sind ebenfalls wichtige Kriterien. Ein Traktor mit breiten Reifen und einem Frontlader verdichtet den Boden im Vergleich zu einem leistungsstarken Teleskoplader weniger stark», führt Deillon weiter aus.

Wahl eines Laders

Wenn der Lader nicht dauerhaft am Traktor bleiben muss, spielt es eine Rolle, wie einfach er sich an- und abkuppeln lässt. Mit einer automatischen Verriegelung muss man nur einmal vom Fahrzeug absteigen, um die Verriegelung zu kontrollieren und die hydraulischen und elektrischen Leitungen anzuschliessen, idealerweise am gleichen Schnellkuppler.

Die Sicht auf die Arbeitsgeräte ist ein wichtiges Kriterium. Das Querrohr kann in der Höhe die Sicht bei Palettierarbeiten verdecken. In Sachen Komfort ermöglicht ein Dämpfer eine schonende Arbeitsweise.

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Das halbautomatische Kupplungssystem Lock&Go sowie die LCS Electrodrive Steuerung sind wichtige Eigenschaften beim Frontlader von Quicke.

(Jean-Pierre Burri)

MX – hydraulische Parallelführung

Der französische Hersteller MX bietet ein automatisches Verriegelungssystem (Fitlock 2+) an, das beim Anund Abkuppeln des Frontladers doppelt gesichert ist. Dabei muss man nur einmal vom Traktor absteigen. Bei der Produktreihe T 400 ermöglicht der Aufbau des Hydrauliksystems eine Umleitung des Öls der Kippzylinder in die Zylinder der hydraulischen Parallelführung, was die Leistung des Frontladers um 35 Prozent steigert. «Die verkauften Frontlader sind fast ausschliesslich mit der dritten Funktion ausgestattet, die in den Rahmen integriert und so geschützt ist. Durch das automatische Ankuppeln ist kein Bolzen notwendig», erklärt Deillon. Den Schnellwechselrahmen für Werkzeuge gibt es in zwei Ausführungen: entweder Euro oder Kombi-Schnellwechselrahmen Euro und MX.

Stoll – in zwei Breiten erhältlich

Die Frontlader Stoll werden in Deutschland hergestellt und die ProfiLine FZ eignet sich für Traktoren von 50 bis über 250 PS. Hergestellt aus Feinkornstahl bietet sie gemäss Herstellerangaben sowohl ein schlankes Design als auch einen geringen Platzbedarf. «Die Parallelführungsgestänge liegen in den Schwingenholmen und sind wie die darunter liegenden Hydraulikleitungen geschützt. Mit Ausnahme der grösseren Modelle gibt es die Frontlader dieser Produktreihe mit zwei Breiten, je nach Grösse des Traktors», merkt Daniel Zbinden an, Produktmanager bei der Firma Ott, welche die Marke Stoll importiert. Die Federung (Comfort-Drive) ist im Querrohr eingebaut. Es handelt sich um einen mit dem Hydraulikblock des Frontladers verbundenen Kolbenspeicher, in dem Stickstoff komprimiert wird.

Quicke – Q-Companion und App

Die Geräte der Marke Quicke werden vom Unternehmen Speriwa AG in Niederbipp importiert. Die Modelle der Q-Serie sind für Traktoren der Leistungsklasse 60 – 280 PS vorgesehen. Die Bauteile sind aus Stahlguss und geschmiedet. Das Profil der Schwingen und die Verstärkungen des Querrohrs tragen gemäss Angaben des Herstellers zur Belastbarkeit des Frontladers bei. Die optionale hydraulische Geräteverriegelung ermöglicht es, Arbeitsgeräte zu wechseln, ohne vom Traktor abzusteigen. Das im Querrohr positionierte Softdrive-Dämpfungssystem kann von der Traktorkabine aus elektronisch ein- und ausgeschaltet werden. Der schwedische Hersteller legt den Schwerpunkt mit Q-Companion auf Digitalisierung. Q-Companion wiegt die Ladung während des Hebevorgangs und gibt die Höhe und den Winkel des Werkzeugs an oder erinnert an die Wartung des Frontladers. Die Smartphone-App ist für iOS und Android verfügbar. 

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