Landtechnik

Für den täglichen Einsatz

Der Ladewagen ist eine in vielerlei Hinsicht interessante Maschine. In erster Linie muss sie das Futter sauber aufnehmen, ohne es zu stark zu komprimieren. Ausserdem hat sie erhebliche Futtermengen zu transportieren, ohne dabei eine zu grosse Ladehöhe zu erreichen. Weiter muss sie zuverlässig funktionieren.

Die Möglichkeit einer kurzen Schnittlänge kann beim Tigo interessant sein. 

(Fendt)

Publiziert am

Redaktor, UFA-Revue

Der Ladewagen gehört heute zur Grundausstattung bei der Futterproduktion. Es gibt verschiedene Ladewagen-Typen auf dem Markt, die sich hauptsächlich durch Ladevolumen und Förderaggregat unterscheiden. Bei der Anschaffung einer solchen Maschine muss man sich über den Einsatzzweck Gedanken machen und abklären, ob sie für hügeliges Gelände geeignet ist. Die Ladegeschwindigkeit hängt hauptsächlich davon ab, ob das Ladesystem mit Förderschwingen oder mit Rotortechnik funktioniert.

In diesem Beitrag wird der Fokus auf die kleineren Maschinen gelegt, die für das tägliche Einbringen von Gras und Heu eingesetzt werden. Diese Ladewagen sind mit Förderschwingen ausgestattet und verfügen über weniger Messer. Die Tieflader-Modelle haben einen tieferen Schwerpunkt und sind daher besser für die Berglandwirtschaft geeignet.

Zuverlässigkeit

Die Ladewagen der Marke Agrar werden vollständig im thurgauischen Balterswil montiert. Sie können mit drei verschiedenen Ladeaggregaten ausgestattet werden. Die TL-K-Modelle sind mit kurvenbahngesteuerten Schwingen bestückt und weisen ein geringeres Leergewicht auf. Das Allzweck-Ladeaggregat kommt beim Laden von Gras, Heu und Silage zum Einsatz. Die Fördermodelle TL-E haben ein Schneidewerk mit bis zu 11 Messern und eignen sich zum Eingrasen und Ernten von Dürrfutter. Das TL-L-Modell ist ein Förderaggregat mit Lenksteuerung und für grosse Erntevolumen geeignet. Es weist eine äusserst hohe Ladeleistung auf und hat ein Schneidwerk mit bis zu 29 / 35 Messern. Die Standard-Ladevolumen der Modelle TL-E und TL-L liegen zwischen 32,3 und 52,3 m 3 (20,9 bis 33,1 m³ gemäss DIN 11 741). Es ist auch möglich, grössere Modelle mit einem Ladevolumen von bis zu 76,9 m 3 (48,1 m 3 DIN) zu wählen. «Das Modell TL 32 K ist auf dem Schweizer Markt besonders beliebt. Seit kurzem ist zudem das neue Längslenkerfederungssystem Safe-Damp verfügbar.

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In abgesenkter Position wird beim Feedex das Scherengitter in den Maschinenkasten eingeklappt. 

(Urs Rogger)

Die automatische Knickdeichselsteuerung, mit der auch bei sehr unwegsamem Gelände eine perfekte Futteraufnahme gewährleistet ist, ist auf Wunsch ebenfalls erhältlich», erklärt Karl Tanner, Verkaufsleiter bei der Agrar Landtechnik AG, welche der GVS Gruppe angehört. Die Längslenkerfederung führt nicht zu einer Erhöhung des Maschinenschwerpunkts und bietet mehr Sicherheit am Hang.

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Das RotoControl-Fördersystem ist besonders langlebig.

(Urs Rogger)

Langlebigkeit

Die Feedex 360 Serie der Marke Vicon wird in drei Versionen angeboten. Beim Modell SL, das im Werk mit einer Knickdeichsel ausgestattet wird, handelt es sich um einen Tieflader. Das Modell T hat eine Tandemachse und ein 600 kg höheres Leergewicht. Das zugelassene Gesamtgewicht ab Werk wird von 6000 kg auf 9000 kg erhöht und das Fördersystem umfasst fünf statt vier lenkergesteuerte Ladeschwingen, um ein regelmässigeres Beladen zu gewährleisten. Diese drei Modelle haben eine Ladeleistung von 36 m 3 (23 m 3 DIN). Für Urs Rogger, Markenvertreter im luzernischen Kleinwangen, liegen die grossen Stärken dieser Ladewagen eindeutig in der mechanischen Qualität des RotoCon-trol-Fördersystems sowie im hydraulisch absenkbaren Förderkanal. «Einige Kunden arbeiten seit über zwanzig Jahren mit diesem Futterlader und hatten nie Probleme mit dem Fördersystem», erklärt Rogger. «In abgesenkter Position wird das für das getrocknete Futter verwendete Scherengitter in den Maschinenkasten eingeklappt. Diese Technik ist insbesondere in niedrigen Gebäuden interessant», so der Mechaniker weiter. In seiner Region verkauft Rogger fast ausschliesslich Ladewagen mit Tandemachse. Das Feedex Modell 360 hat eine Breite von 1,85 m. Das mit maximal 33 Messern ausgestattete Schneidsystem (0 / 16/17 / 33) sorgt für eine theoretische Schnittlänge von 40 mm. Vicon hat Ladewagen mit Ladeschwingen im Angebot, die ein Ladevolumen bis zu 78 m 3 (44 m 3 DIN) aufweisen.

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Einbringen von Grün- und Trockengut

Der österreichische Hersteller Pöttinger hat eine breite Auswahl an Ladewagen im Angebot. Die Euroboss-Serie entspricht der mittleren Baureihe der Förderschwingen-Ladewagen für das Einführen von Grünfutter und Heu. Die Modelle dieser Serie können mit bis zu 31 Messern bestückt werden. Das wichtigste Qualitätsmerkmal eines Ladewagens ist eine saubere Futteraufnahme durch die Pick-up. Die fünf gesteuerten Zinkenreihen mit einem Zinkenabstand von 57 mm und einer an jeder Seite angebrachten Tragfeder machen die Pick-up anpassungsfähig und bodenschonend, auch in unebenem Gelände. Die geteilten und versetzten Förderschwingen sorgen für die Futteraufnahme. Dank diesem System ist ein regelmässigerer Futterfluss möglich und verringert die Beanspruchung der Messer. Auch die Kurvenbahn ist gehärtet und langlebig. Die Langlebigkeit des Systems ist ebenfalls auf diesen Mechanismus zurückzuführen. Die Modelle der Serie Euroboss von 25 m 3 bis 37 m 3 (16,1 bis 23,9 m 3 DIN) sind als Tief lader und in Standardausführung erhältlich. Das Schneidesystem besteht aus sechs Messern, die direkt im Kanal angebracht sind; oder aus einem schwenkbaren Messerbalken mit 16 Messern und einer möglichen zusätzlichen Reihe mit 15 Messern.

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Ein Tiefgangladewagen (Agrar TL) erhöht die Sicherheit dank einem tief liegenden Schwerpunkt der Maschine.

(Agrar Landtechnik AG )

Die Ausstattung mit 31 Messern ermöglicht eine theoretische Schnittlänge von 43 mm. Das hydraulisch klappbare Schneidwerk und die Easy Move Messerbalken-Ausschwenkung (Zusatzausstattung) ermöglicht das bequeme Auswechseln der Messer. «Auch die Farbqualität hat Auswirkungen auf die Lebensdauer der Maschine, besonders bei der Reinigung», erklärt Joël Curty, Landwirt in Cottens (Kanton Freiburg). «Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Pöttinger Maschinen, auch mit einer Euroboss, die wir zum Einbringen von Grün- und Trockengut verwenden. Dieses Tiefladermodell ist bestens für unsere Gebäude mit relativ niedrigen Toren geeignet», meint Curty.

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Der Euroboss ist eine ideale Maschine für das tägliche Eingrasen und Trockenfutter einführen.

(Jean-Pierre Burri)

Ladevolumen

2017 übernahm die Agco Gruppe die Grünfuttersparte von Lely und bietet die Tigo Ladewagen nun in den Fendt-Farben an. Das Programm umfasst Maschinen mit einem Förder-schwingen-System für Ladevolumen zwischen 22 und 29 m 3 DIN. Wie bei den anderen Herstellern gehören die Tiefgang-Ladewagen mit einem niedrigen Schwerpunkt ebenfalls zum Programm. Besondere Highlights dieser Maschinen sind die kurzen Schnittlängen dank den maximal 33 Messern auf zwei Ebenen, die pendelnde Pick-up und die kurvenbahngesteuerten Förderschwingen. Die Tigo 35 Serie ist die kleinste und umfasst Einachser, während es sich bei den Modellen Tigo 40 und Tigo 50 um Tandemachser handelt.

Zahlreiche Hersteller, darunter Strautmann und Krone, begrenzen ihr Angebot auf leistungsstarke, mit zahlreichen Messern ausgestattete Rotorladewagen, die grosse Volumen, insbesondere Silage und Trockenfutter, transportieren können. 

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