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Landtechnik

Sauber dreschen und den Boden schonen

Die jüngste Generation der Claas-Lexion-Mähdrescher verfügt über alle elektronischen Hilfsmittel, die dem Fahrer die Arbeit erleichtern. Das Antriebskonzept Terra Trac stösst auch bei den Anwenderinnen und Anwendern auf immer mehr Interesse. Ein landwirtschaftlicher Lohnunternehmer schildert seine Eindrücke über ein mit Raupen ausgestattetes Modell.

Der Lexion 5500 Terra Trac ist mit einem Raupensystem der dritten Generation ausgestattet.

Der Lexion 5500 Terra Trac ist mit einem Raupensystem der dritten Generation ausgestattet.

(www.markusgehrig.ch)

Publiziert am

Redaktor, UFA-Revue

Damit Mähdrescher effizient arbeiten und eine saubere Ernte gewährleisten können, müssen die Maschinen exakt eingestellt sein. Daher sind sie vermehrt mit leistungsfähigeren Assistenzsystemen ausgestattet. Die Hersteller verbessern die Regulierungssysteme, die der Fahrer dann aber auch zu beherrschen hat. Das hohe Gewicht der Maschinen führt zu einem hohen Bodendruck. Raupenfahrsysteme gewinnen immer mehr an Bedeutung, um Geländeschäden zu reduzieren.

Reinheit des Druschs

Das APS Synflow Walker System ist das Herzstück der 5000er und 6000er Lexion-Mähdrescher. Martin Schellenberg, Landwirt und Lohnunternehmer im zürcherischen Höri, ist seit der Einführung dieser Maschinen sehr daran interessiert. «Ich benötige einen Mähdrescher, der überall hinkommt, der insbesondere für schmale Strassen und enge Feldzufahrten geeignet ist», erklärt der Unternehmer. Das neue Dreschsystem mit einer zusätzlichen Abscheidetrommel ist die Lösung von Claas, um eine saubere Ernte zu gewährleisten und das Stroh zu schonen. Ermöglicht wird dies durch das kontrollierte Beschleunigen des Erntegutstroms, eine grössere Dreschtrommel mit zwei zusätzlichen Schlagleisten und die zusätzliche Trommel zur Abscheidung der letzten übriggebliebenen Körner. Bei dieser neuen Lexion-Generation wurde die Fläche der fünf Schüttler und der Siebe vergrössert.

Bodenschonung

Um Bodenschäden zu begrenzen, hat sich Martin Schellenberg für einen Lexion 5500 Terra Trac entschieden, der mit einem 11-m 3 -Korntank ausgestattet ist. «Die Maschine ist mit 735 mm breiten Raupen ausgestattet und weist eine Gesamtbreite von unter 3,5 m auf», führt der Unternehmer weiter aus. Dieses Terra-Trac-Raupenlaufwerk der dritten Generation ist hydropneumatisch gefedert und verfügt über grössere Laufrollen. Ein zusätzlicher Hydraulikzylinder sorgt für eine bessere Raupenspannung.

Der Power-Trac-Allradantrieb kann während der Fahrt aktiviert werden, um zusätzliche Zugkraft zu gewinnen. Auf der Strasse ermöglicht die Entkopplung des Hinterradantriebs eine effizientere Fahrweise. «Ich habe verschiedentlich Raupenmaschinen im Feld gesehen und muss sagen, dass das Terra-Trac-System tatsächlich bodenschonend ist und auch beim Manövrieren am Vorgewende keine Schäden verursacht», präzisiert Martin Schellenberg.

Innenraum der Kabine

Um den Fahrkomfort zu gewährleisten, können die wichtigsten Funktionen direkt an der Armlehne eingestellt werden, und das Cebis-Terminal verfügt jetzt über Touchfunktion. Mit dem Cmotion-Multifunktionsgriff steuert der Fahrer eine ganze Reihe von Funktionen mit nur drei Fingern. «Die neue schmalere Lenksäule ermöglicht beim Dreschen eine bessere Sicht auf das Schneidwerk», erläutert Martin Schellenberg.

Bei der neuen Lexion-Serie gehören die automatische Motorleistungsanpassung (Dynamic Power) sowie die intensive Jet-Stream-Reinigung zur Standardausstattung. «Ich konnte von den Ausführungen der Serco-Techniker über die Möglichkeiten dieses Mähdreschers optimal profitieren», hält Martin Schellenberg fest. Der Landwirt weist weiter darauf hin, dass mehrere Arbeitstage erforderlich sind, um die Maschine und ihre zahlreichen Funktionen genau kennenzulernen. 

 

«Die Terra-Trac-Raupen hinterlassen weniger Spuren auf dem Boden»

Martin Schellenberg und seine Frau bewirtschaften in Höri, ganz in der Nähe des Flughafens Zürich, einen Landwirtschaftsbetrieb. Sie betreiben Ackerbau und mit 240 Plätzen für Mastbullen auch Viehmast. Die Fruchtfolge umfasst Zuckerrüben, Raps, Körner- und Silomais, je nach Jahr Gerste oder Roggen und einen erheblichen Teil an Naturwiese. Die Stallgebäude sind bereits rund dreissig Jahre alt und wurden 2010 erweitert, um die Anzahl Mastbullenplätze zu erhöhen. Martin Schellenberg führt neben dem Familienbetrieb ein landwirtschaftliches Lohnunternehmen. Diese GmbH beschäftigt zwei Vollzeitmitarbeitende und einige Teilzeitmitarbeitende, welche die Drescharbeiten, die Einzelkornsaat verschiedener Kulturen sowie die Zuckerrübenernte mit einem sechsreihigen Holmer T4-40 ausführen. Gelegentlich werden für Kunden auch Transporte durchgeführt. «Zur Ernte von Dreschkulturen stehen mir gegenwärtig vier Claas-Mähdrescher zur Verfügung, zwei davon sind Montana-Modelle», erklärt Martin Schellenberg. Im vergangenen Winter interessierte er sich für die neuen Claas-Mähdrescher der Serie 5000 und wandte sich an das Unternehmen Serco, um genauere Informationen zu erhalten. Da für Schellenberg eine bodenschonende Bewirtschaftung äusserst wichtig ist, fiel seine Wahl auf das Raupenmodell Lexion 5500 Terra Trac, das auf den Anbauflächen weniger Fahrspuren hinterlässt. Während der schwierigen Erntebedingungen im Sommer 2021 testete er mit Unterstützung der Techniker des Herstellers die Maschine. «Dieser Lexion mit dem APS Synflow Walker System ergibt einen sauberen Drusch. Bei der Maisernte ist die Terra-Trac-Raupe mit Allrad ein echter Vorteil», hält Martin Schellenberg fest.

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