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Management

Burnout: Warnzeichen erkennen und handeln

Gemäss einer Umfrage von Agroscope zeigen über elf Prozent der Landwirtinnen und Landwirte Symptome eines Burnouts. Wie merkt man, dass man selbst betroffen ist und wie kann man vorbeugen?

Cartoon Burnout
(Cartoon: Michael Knipfer)

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Aktualisiert am

Arbeitspensum und auch Aufgabenvielfalt von Bäuerinnen und Bauern sind oft riesig. An allen Ecken und Enden warten kleine und grosse Herausforderungen oder zeitraubende und belastende Routinen. Ganz zu schweigen von bösen Überraschungen aufgrund von Wetterkapriolen, administrativen Auflagen oder gar Konflikten in- und ausserhalb der Familie. Manch einer und einem wächst die Sache dann über den Kopf – mit schwerwiegenden Konsequenzen: Dauerstress kann ein Burnout auslösen. Damit ist nicht zu spassen, denn unbehandelt kann es zu einer Depression mit langfristiger Arbeitsunfähigkeit und Suizidgefahr führen.

Woran erkennen?

Oft gelten die Betroffenen als besonders vorbildlich und erfolgreich. Sie scheinen mehr als der Durchschnitt zu leisten. Die Erwartungen, welche das Idealbild an die «Schweizer Bäuerin », an den «Schweizer Bauern» stellt, sind sehr hoch. Um dieses Niveau zu halten, überfordern sich manche und merken es erst, wenn es zu spät ist. Laut einer Umfrage von Agroscope Tänikon weisen 11,6 Prozent der Landwirtinnen und Landwirte bedrohliche Symptome auf und sind Burnout-gefährdet. Die Warnzeichen sind vielfältig, und sie sind vor allem dann alarmierend, wenn sie gehäuft und anhaltend auftreten. Körperlich reichen sie von bleierner Müdigkeit, verminderter Konzentrationsfähigkeit und hartnäckigen Schlafstörungen bis zu chronischen Kopf-, Magen- oder Rückenschmerzen. Emotional macht sich die Überlastung bemerkbar durch Gleichgültigkeit, Antriebsschwäche, Rückzug aus allen Beziehungen und das hoffnungslose Gefühl, alles sei sinnlos und die eigene Arbeit ohne Wirkung.

Was dagegen tun?

Hat sich ein Burnout einmal eingenistet, helfen nur fachgerechte medizinische und psychotherapeutische Massnahmen. Betroffene oder ihre Angehörigen sollten sich in diesen Fällen sofort an den Hausarzt wenden. Besser ist vorbeugen, solange die Belastung noch «normal» ist. Das könnte zum Beispiel heissen, dieses Jahr eine oder mehrere der folgenden Massnahmen anzupacken:

  • Persönliche, familiäre und betriebliche Ziele gemeinsam neu definieren und festigen
  • Beziehungsnetz stärken, denn vielfältige Kontakte sind ein wirkungsvoller Schutz
  • Stressfaktoren (Zeitfresser, verhasste Arbeiten, feindliches Umfeld, unrealistische Ansprüche usw.) erkennen und abbauen
  • Mit einem strikt eingehaltenen Plan für genügend Schlaf und Freizeit sorgen
  • Den Konsum von Alkohol, Nikotin und anderen Suchtmitteln deutlich senken oder aufgeben
  • Entspannungstechnik (Yoga, Meditation, autogenes Training etc.) erlernen und regelmässig nutzen
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