Antibiotikavertrieb zur Behandlung von Tieren auch 2020 rückläufig

Der Jahresbericht über den Antibiotikavertrieb in der Veterinärmedizin des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zeigt, dass die Gesamtvertriebsmenge von Antibiotika zur Behandlung von Tieren in der Schweiz auch 2020 abgenommen hat.

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(Bild: Pixabay)

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Vertriebsfirmen verkauften immer weniger Antibiotika an die Tierärztinnen und Tierärzte in der Schweiz. Über die letzten zehn Jahre betrage der Rückgang mehr als die Hälfte und sank von 60’000 kg im Jahr 2011 auf 29’000 kg im Jahr 2020. Gegenüber 2019 habe die vertriebene Gesamtmenge von Antibiotika letztes Jahr erneut um rund vier Prozent abgenommen, diejenige von kritischen Antibiotikaklassen um rund neun Prozent. Die kontinuierliche Abnahme des Antibiotikavertriebs weise auf eine hohe Sensibilisierung der Tierärzteschaft und Tierhaltenden hin, schreibt das BLV in einer Mitteilung.

Obwohl die Menge der vertriebenen Antibiotika gesunken sei, brauche es trotzdem weitere Anstrengungen, um den sachgemässen Einsatz von Antibiotika zu fördern, heisst es weiter. Die Gesamtmenge der vertriebenen Antibiotika lasse nämlich keine Aussagen darüber zu, wie diese tatsächlich eingesetzt würden. Deshalb sei auch das «Informationssystem Antibiotikaverbrauch» eingeführt worden: Tierärzte und Tierärztinnen sind seit dem 1. Januar 2019 verpflichtet, Verschreibungen von Antibiotika in dieser Datenbank zu erfassen. Mit diesen Daten wird es zukünftig möglich sein, spezifische Probleme zu erkennen und gezielte Massnahmen zu ergreifen.

Zur Medienmitteilung vom BLV

Quelle: LID

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