Die Zuckerfabrik Frauenfeld hat die Produktion seit dem 3. Januar 2026 wieder aufgenommen. Wie Raphael Wild, Leiter Kommunikation der Schweizer Zucker AG, gegenüber dem Landwirtschaftlichen Informationsdienst LID erklärte, liegt die aktuelle Verarbeitungskapazität bei rund 140 bis 160 Tonnen pro Stunde. Angestrebt werden etwa 200 Tonnen pro Stunde. Im Normalbetrieb verfügt das Werk Frauenfeld über eine Kapazität von rund 400 Tonnen pro Stunde.
Damit die Produktion wieder aufgenommen werden konnte, beschafft die Schweizer Zucker AG zentrale Betriebsstoffe extern, insbesondere Kalk und CO₂. Laut Wild war die Beschaffung von CO₂ zu Beginn anspruchsvoll, während Kalk grundsätzlich am Markt verfügbar war. Inzwischen konnten die notwendigen Lieferungen organisiert werden.
Qualität entscheidet über die Verarbeitung
Für die Rübenlieferanten bleibt die Situation relevant. Laut Wild sind etwas unter 5% der Zuckerrüben noch im Boden. Insgesamt müssen an beiden Standorten noch rund 350’000 bis 400’000 Tonnen verarbeitet werden. Gefrorene Rüben seien gut lagerfähig, problematisch werde es jedoch, wenn sie auftauten. Die Rübenhaufen müssen deshalb abgedeckt sein.
Der Geschäftsführer des Schweizerischer Verband der Zuckerrübenpflanzer, Nicolas Wermeille, erklärte gegenüber dem LID, dass Rüben mit schlechter Qualität der Zuckerfabrik gemeldet werden müssen. Stark faule Rüben können die Verarbeitung beeinträchtigen. Ziel sei es, durch einen gezielten Mix unterschiedlicher Qualitäten die Verarbeitungskapazität möglichst hochzuhalten.
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