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Nutztiere

Vorbeugen statt heilen

Damit es im Stall rund läuft, gilt es Stress in allen Laktationsphasen zu reduzieren. Wichtig ist, in jeder Phase der Laktation entsprechend den Bedürfnissen der Kuh zu handeln und vorzubeugen. Vier Herausforderungen im Bereich Fütterung und Management stehen im Fokus.

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(UFA AG)

Publiziert am

Aktualisiert am

ehem. Praktikantin, UFA-Marketing

Rindviehspezialist, UFA AG

Die Leber ist für diverse Stoffwechsel- und Speicherfunktionen sowie für Entgiftungs- und hormonelle Vorgänge verantwortlich. Zudem spielt das Organ eine zentrale Rolle in der Immunabwehr des Körpers. Daher stehen Nutzungsdauer, Fruchtbarkeit, Stoffwechsel- und Klauenerkrankungen in direktem Zusammenhang mit der Leber. Der Energiestoffwechsel kann in der Milchviehhaltung als wichtigste Funktion der Leber bezeichnet werden. Ist die Leber nicht voll funktionsfähig, sinkt die Glucoseproduktion und dadurch wird weniger Laktose produziert. Dies hat einen direkten Einfluss auf die Milchleistung und somit auch auf die Wirtschaftlichkeit. Zudem wird der Körperfettabbau über die Leber abgewickelt. Geschieht dies in grossen Mengen, verfettet die Leber und wird nachhaltig geschädigt.

Die langfristigen Auswirkungen von Stoffwechselerkrankungen wie Ketose, Fruchtbarkeitsstörungen, Mastitis und Gebärmutterentzündungen können von keinem Tierarzt komplett eliminiert werden. Ist eine Kuh einmal erkrankt, besteht ein grösseres Risiko, dass sie in der nächsten Laktation erneut Probleme haben wird. Um die Tiergesundheit und damit die Wirtschaftlichkeit der Milchviehhaltung zu verbessern, sollte Erkrankungen durch gezielte Fütterungs- und Managementmassnahmen vorgebeugt werden. 

Leber entlasten und reinigen

Problem:

Die Leber ist für diverse Stoffwechsel- und Speicherfunktionen sowie für Entgiftungs- und hormonelle Vorgänge verantwortlich. Zudem spielt das Organ eine zentrale Rolle in der Immunabwehr des Körpers. Daher stehen Nutzungsdauer, Fruchtbarkeit, Stoffwechsel- und Klauenerkrankungen in direktem Zusammenhang mit der Leber. Der Energiestoffwechsel kann in der Milchviehhaltung als wichtigste Funktion der Leber bezeichnet werden. Ist die Leber nicht voll funktionsfähig, sinkt die Glucoseproduktion und dadurch wird weniger Laktose produziert. Dies hat einen direkten Einfluss auf die Milchleistung und somit auch auf die Wirtschaftlichkeit. Zudem wird der Körperfettabbau über die Leber abgewickelt. Geschieht dies in grossen Mengen, verfettet die Leber und wird nachhaltig geschädigt.

Lösung:

Damit Kühe gar nicht erst übermässig Körperfett aufbauen können, lohnt sich eine regelmässige Beurteilung und Überwachung der Körperkondition (Body Condition Score). Dadurch kann die Ration des Tieres entsprechend reguliert werden. Ebenfalls wichtig ist die Parasitenkontrolle. Vorbeugende Massnahmen sind das Auszäunen von vernässten Weidestellen und ein Mähweidesystem. Befallene Tiere sollten in Absprache mit dem Bestandestierarzt behandelt werden. Damit Kühe über viele Laktationen wirtschaftlich Milch produzieren können, unterstützt UFA-Hepato die Leber in vielfältiger Weise: Entlastung der Leber durch verringerte Fettmobilisation und verbesserte Fettumsetzung, erhöhter Abbau von belastenden Triglyceriden, Entwässerung und Entgiftung der Leber, Stimulation der Gallenproduktion und Unterstützung des Immunsystems.

Blähschutz und Fruchtbarkeitsunterstützung

Problem: 

Ein erhöhtes Risiko für Pansenblähungen besteht beim Rindvieh in der Regel bei der Grünfütterung. Vor allem junge Pflanzenbestände stellen ein erhöhtes Risiko dar. Der Speichel der Rinder enthält schaumbrechende Inhaltsstoffe. Bei hastigem Fressen oder nassem Futter kommt es zu einer geringeren Einspeichelung, dies steigert das Blährisiko. Eine intensivere Pansenfermentation bei jungem, hochverdaulichem Futter spielt insofern eine Rolle, als dass dabei die genannten schaumaktiven Komponenten rascher und in grösserer Menge freigesetzt werden. Die damit verbundene pHSenkung begünstigt zusätzlich Bakterien, die vermehrt Schleimstoffe produzieren.

Lösung:

Zur Vorbeugung gibt es verschiedene Massnahmen. Vor der Verfütterung von jungen Pflanzenbeständen, sollte Heu oder Maissilage vorgelegt werden. Dies hat mehrere Wirkungen: Zum einen wird die Konzentration der Ration an blähungsfördernden Komponenten verringert, zum anderen wird ein allzu gieriges Fressen gebremst und die Speichelproduktion angeregt. Die Verfütterung von tanninhaltigen Futterpflanzen wie bsp. Esparsette können zudem das Blährisiko vermindern. Vorbeugend können auch schaumabbauende Mittel verabreicht werden. Ein solches Produkt ist UFA-Rumilac, welches reinen Dorsch-Lebertran von höchster Qualität, sowie bekömmliche Trägerstoffe und Kräuter enthält. Lebertran ist ein natürlicher Spender von fettlöslichen Vitaminen und enthält essentielle Omega- 3-Fettsäuren, welche die Entwicklung des Fötus unterstützen sowie für Vitalität und ein glänzendes Fell sorgen.

Energieversorgung sicherstellen

Problem:

Der Übergang zwischen Galtzeit und Laktation ist für den Organismus der Kuh eine extrem kritische Phase. Drei Wochen vor der Abkalbung steigt der Bedarf der Kuh an Glucose, Aminosäuren und Mineralstoffen, gleichzeitig sinkt aber die Futteraufnahme um 30 Prozent. Zu Beginn der Laktation tritt aufgrund der hohen Milchleistung und der eingeschränkten Futteraufnahme eine negative Energiebilanz auf. Als Folge davon beginnen Kühe Körperfett abzubauen. Bei übermässigem Abbau kann es zur Ketose kommen. Dies begünstigt weitere Erkrankungen wie Fruchtbarkeitsstörungen, Mastitis und Gebärmutterentzündungen.

Lösung: 

Ein grosses Pansenvolumen zum Zeitpunkt des Abkalbens schafft die Voraussetzung für einen hohen Verzehr zu Laktationsbeginn. Damit der Futterverzehr bereits zum Zeitpunkt des Abkalbens gefördert wird, sollte während der Galtphase Raufutter ad libitum zur Verfügung stehen. Es sollten nur qualitativ einwandfreie Komponenten gefüttert werden. Eine gute Vorbereitung auf das Abkalben beginnt spätestens zwei bis drei Wochen davor. Die Ration wird langsam auf die Zusammensetzung der Ration für laktierende Kühe umgestellt. Die Zufütterung von pansenstabiler Energie kann die negative Energiebilanz in der Startphase und damit die Gefahr einer Ketose reduzieren. Zudem Unterstützen Niacin, Cholinchlorid und L-Carnitin den Transport sowie den Umbau von Energie, was hilft, einer negativen Energiebilanz vorzubeugen. Eine Möglichkeit, solch pansenstabile Energie zuzufüttern, bietet UFA top-form (DAC). Weiter enthält UFA top-form (DAC) pansenstabiles Protein, das den Stoffwechsel und die Leber entlastet. UFA top-form enthält zudem sämtliche Zusätze für eine erfolgreiche Fruchtbarkeit.

Synchronisation von Energie und Rohprotein sicherstellen

Problem:

Damit Wiederkäuer Höchstleistungen erbringen können, müssen die Mikroben im Pansen bedarfsgerecht mit Nährstoffen versorgt werden. Im Grundfutter sind die vorhandenen Nährstoffe nicht immer optimal aufeinander abgestimmt und müssen entsprechend ergänzt werden. Besonders maisbetonte Futterrationen mit viel schnell verfügbarer Energie haben einen hohen Bedarf an schnell fermentierbarem Rohprotein im Pansen. Nur so können die Mikroben die Energie vollständig nutzen. Wird die Ration nicht ausgeglichen, resultieren Verluste. Ein Futtermittel mit einem enormen Ausgleichspotenzial ist Futterharnstoff. Jedoch wird dieser bei Kontakt mit Feuchtigkeit sehr rasch in Ammoniak umgewandelt. Die Mikroben im Pansen sind jedoch gar nicht in der Lage, den gesamten Ammoniak zu verwerten. Der unverbrauchte Teil muss in der Leber zu Harnstoff entgiftet werden. Dieser Prozess ist äusserst ineffizient und belastet die Leber.

Lösung:

Um die Belastung der Leber zu reduzieren und die Versorgung der Mikroben langanhaltend sicherzustellen, ist es sinnvoll, Futterharnstoff in einer langsam verfügbaren Form anzubieten. Ummantelte Produkte sind darauf ausgelegt, dass sie eine kontinuierliche Versorgung mit schnell verfügbarem Stickstoff sicherstellen und so eine effiziente Verdauung der Grundration sichern. Durch die Ergänzung des gecoateten Harnstoffes mit Schwefel sind die Mikroben in der Lage, schwefelhaltige Aminosäuren (bsp. Methionin) in genügender Menge zu produzieren. Dies hat zur Folge, dass aus dem Grundfutter mehr Propionsäure zur Verfügung steht. In der Leber kann dadurch Glucose produziert werden, was zu mehr Milchleistung und -gehalten oder weniger Körpermasseabbau zum Laktationsstart führt. Ein solch langsam löslicher Futterharnstoff ist UFA-Nitrodigest. Das Produkt verfügt dabei über einen entscheidenden Zusatznutzen: Zur Unterstützung der Energieversorgung werden Methan-bildende Protozoen mit ätherische Ölen gehemmt was den Energieverlust durch Methanbildung reduziert.

Vorbeugen ist angesagt! Jede Erkrankung und Stoffwechselstörung ist unbedingt zu verhindern. So werden Kosten gespart, die Kühe sind gesünder und verbleiben länger im Bestand.

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